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Warum ist die EU ein Erfolgsmodell?

Man müsste doch glauben, dass eine supranationale Einrichtung hinterfragt wird, jedenfalls dann, wenn es den Nationen nicht mehr so gut geht. Aber wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass sich alle gerne entmachten ließen: Die Parlamente von den Bürokraten, die Regierungen von der Kommission und nicht zuletzt die Völker von den Freiheitsräubern namens „Elite“?

Eigentlich ganz einfach:

Die Linken konnten die EU gebrauchen, um endlich ihren nationen- und grenzenlosen Raum zu erhalten, in dem sich die ganze Welt zu einem neuen Weltenbürger zusammenmischt, der nur noch bei McDonalds essen kann und ansonsten die gerade angesagten Klamotten trägt. Der keine Heimat hat und sich bestens zur Rebellion gegen das spießige Bürgertum eignet.

Aber warum haben die ach so Konservativen nichts gemacht?

Auch ganz einfach. Die ersten „Konservativen“ mögen darin einen Weg gefunden haben, Frieden in Europa zu schaffen (welch Illusion in Anbetracht der uns bevorstehenden Bürgerkriege, die nun schon durch die hohen Kriminalitätsraten angekündigt werden!). Den späteren kam die EU recht gelegen, konnte man doch da ungehemmte Wirtschaftspolitik betreiben; vorbei an den Parlamenten, die so manchem Konservativen, gerade aus adligem Hause, ohnehin schon immer suspekt waren.

Gepaart wurden diese Interessen noch mit einem Funken Großmachtstreben. Konnte es so mancher „Konservativer“ nicht mehr mit seiner Nation erreichen (man bedenke den Komplex, den die Briten und Franzosen mit sich herumtragen), sollte dies nun in der EU gelingen. Jeder sollte diese Papiere kennen, die davon ausgehen, dass die EU zusammen mit den BRIC-Staaten, den USA und Russland eine Geige spielt. Ebenfalls lächerlich in Anbetracht dessen, dass die Völker Europas ihrem islamischen Abschlachten entgegensehen.

Kurzum: Die EU konnte immer für sich walten, weil die Protagonisten auf der Ebene der Nationen dadurch teilweise Projekte durchsetzen konnten, die sie niemals durch ihre Parlamente bekommen hätten. Andererseits getragen durch den geknickten Nationalstolz der Besatzungsmächte der BRD. So wirkten gebrochener Nationalstolz und Nationenhass zusammen, ohne es zu bemerken!

Und eines sollte man bei der Forderung griechischer Rechter nach Kriegsreparationen der BRD (die brauchen auf Grund ihrer Haushaltslage Geld; zudem ist ihnen 25 % des Volkes abhanden gekommen ist) auch nicht vergessen: Die EU war schon immer ein subtiles Mittel zur Schröpfung des Deutschen Volkes. Nicht nur dass wir offiziell größter Nettozahler sind, sondern wir gleichen auch mit unserem Handelsüberschuss das Defizit der anderen Länder aus.

Das alles begann schon mit der Montan-Union, mit der man das Ruhrgebiet unter alliierte Kontrolle bringen wollte. Gefolgt von der Atom-Union. All das war schöner als Versailles, waren doch die zu vernichtenden Deutschen nun Teil eines “Friedensprojekts” und nicht mehr bloß Vertragsobjekt.

Warum ist da eigentlich kaum einer drauf gekommen? Meint die Mehrheit, man hätte nach einem weiteren Krieg einfach vom Versailler Vertrag abgelassen? Diesem Vertrag, der bis in die 1980er Jahre Reparationsleistungen des Deutschen Reiches vorsah.

Glaubt man allen Ernstes, dass dieser zweite Weltkrieg ohne finanzielle Folgen blieb. Dass man nun statt Morgenthau die lieben Deutschen einfach ein bisschen demokratisierte und ihnen eine “dritte Chance” gab? Sicher, am Anfang brauchte man ein Bollwerk gegen die Sowjets (“Germans to the front”). Aber danach eigneten sich allerhand überstaatliche Institutionen dafür, Deutschland finanziell auszusaugen. Denn man wollte ja nach dem zweiten verloreren Krieg nun auf jeden Fall dazugehören.

Die letzten Deutschen werden bis zu ihrem Tod (siehe die Uhr, die ich vorgestellt habe) diese Suppe nun auslöffeln müssen. Danke BRD!



Categories: EU/Außenpolitik, Thesen
  1. January 21, 2010 at 9:04 pm

    “Diesem Vertrag, der bis in die 1980er Jahre Reparationsleistungen des Deutschen Reiches vorsah.”

    Und nach dessen Regelungen Tschechien im Hamburger Hafen bis heute ein Stück Freihafen nutzen darf. Eine der vielen Beschränkungen deutscher Souveränität..

  2. Sir Toby
    January 22, 2010 at 3:19 am

    Was mich wirklich interessieren würde … was machen eigentlich diese ganzen ‘Sieger der Weltgeschichte’, von denen wir umgeben sind, wenn sie uns endgültig los sind?? Wer ist dann der Sündenbock, wen können sie denn dann aussaugen?

  3. nebukadnezarin
    January 22, 2010 at 9:52 am

    Es ist möglich, daß der Deutsche einmal von der Weltbühne verschwindet, denn er hat alle Eigenschaften, sich den Himmel zu erwerben – aber keine einzige, sich auf der Erde zu behaupten, und alle Nationen hassen ihn wie die Bösen das Gute.
    Wenn es ihnen aber gelingen sollte, ihn zu verdrängen, wird ein Zustand eintreten, in dem sie ihn wieder mit den Nägeln aus dem Grabe kratzen möchten.”
    Friedrich Hebbel

  4. Normalo
    January 22, 2010 at 3:40 pm

    Nun, die Analyse ist schon ok. Ziel war es, dass Deutschland seine Überschüsse nicht dazu nutzt, erneut zu eigener Stärke zu erwachsen. Zumindest nach “der Wende”.

    West-Deutschland finanzierte “Aufbau Ost” und “Aufbau EU”

    EU: Insgesamt seit Bestehen der EU bzw. EWG bis heute hat Deutschland ca. 300 Mrd. Euro netto einbezahlt.

    OST: Schätzungen reichen von 250 Milliarden ostspezifischer Transferleistungen (Aussage des ehemaligen für den Aufbau Ost zuständigen Bundesministers Manfred Stolpe) bis hin zu 1,2 Billionen Euro (Aussage des Zeithistorikers Klaus Schroeder auf faz.net[1]).

    Das macht im Mittel knapp 1 Billion Euro, die aus Westdeutschland in den vergangenen Zwanzig Jahren abflossen.
    Das entspricht etwa 60% der Staatsverschuldung, wofür JAHRLICH 40 Mrd Euro zur Zinstilgung aufgenommen werden.

    Die Billion entspricht knapp 16.000€ Kosten pro Staatsbürger seit der Einführung der EU. Sprich etwa 1000€ pro Staatsbürger pro Jahr.

    Die Zinslast schlägt für jeden Staatsbürger ebenso mit ca. 500€ / Jahr zu Buche.

    Somit kostet jeden Deutschen Staatsbürger die EU-Mitgliedschaft etwa 120€ im Monat.

    Legt man das um auf einen sozialversichert BEschäftigten (ca 28 Millionen) macht das GROB 350€ pro Person pro Monat. Oder 4200€ im Jahr, 42.000€ in zehn Jahren und ca. 170.000€ für das gesamte Arbeitsleben.

    Zahlte jeder Deutsche diese 350€ in einen Rentenfond mit 4,4% Verzinsung ein, so verfügte er am Ende seinder berufliche Laufbahn über satte

    580.768,06 EURO und bei Kapitalverzehrung eine monatliche Rente von etwa 3000€.

    Das kostet jeden Beschäftigten in Deutschland die EU!

    Viel Spaß am Montag bei der Arbeit. Wir wissen ja, wofürs is.

  5. Normalo
    January 22, 2010 at 3:57 pm

    Ich lass es lieber🙂

    • Normalo
      January 22, 2010 at 3:58 pm

      Kosten für EU und Wiedervereinigung natürlich!

  6. Marco S.
    January 23, 2010 at 5:38 pm

    Souveränität eines Landes sieht anders aus:EU-Recht geht vor Bundesrecht:

    Artikel I-6:

    “Die Verfassung (der EU) und das von den Organen der Union in Ausübung der der Union übertragenen Zuständigkeiten gesetzte Recht haben Vorrang vor dem Recht der Mitgliedsstaaten.”

    Artikel I-13:

    “Die Union hat die ausschliessliche Zuständigkeit bei der Festlegung der für das Funktionieren des Binnenmarktes erforderlichen Wettbewerbsregeln, einer gemeinsamen Handelspolitik sowie die ausschließliche Zuständigkeit für den Abschluß internationaler Übereinkünfte [..]soweit er gemeinsame Regeln beeinträchtigen oder deren Tragweite verändern könnte”

    Ein wesentliches Ziel der EU sei heute die Angleichung des Wohlstandes aller Mitgliedsländer. Da aber niemand eine Idee hat,wie die Länder Rumänien,Polen,etc aus eigener Kraft auf deutsches,französisches,britisches Niveau anzuheben wäre, findet die Angleichung eben nach unten statt.Indem die wohlhabenderen Nationen die ärmeren Staaten solange subventionieren, bis dieses Ziel annähernd erreicht ist.(siehe Irland,Spanien)

    Niemand vertritt mehr die Interessen der westeuropäischen Bürger,sofern sie denen der osteuropäischen Bürger widersprechen.Will eine Nation z.B. ihre nationale Arbeitslosigkeit durch ein besseres Steuersystem beseitigen, wird die EU es verhindern,sofern es negative Auswirkungen auf andere EU-Länder hätte.Und das ist unvermeidlich,weil es zur Beseitigung der Arbeitslosigkeit gehört,die Produktionsverlagerungen in osteuropäische Länder nicht nur zu verhindern,sondern sie rückgängig zu machen.

    Mit der Unterwerfung unter diese EU-Verfassung begehen Deutschlands etablierte Parteien also den gigantischen Fehler,Deutschlands Handlungsfähigkeit zu verschenken.Wenn EU-Politiker die EU-Verfassung verteidigen,ist immer zu berücksichtigen,daß ebendiese Verfassung ihnen eine gewaltige Macht schenkt.

    (Jörg Gastmann: Die Geldlawine; http://www.selectiv-verlag.de; http://www.bandbreitenmodell.de)

  7. Sir Toby
    April 2, 2010 at 3:24 pm

    Gerade gefunden und vielleicht ganz passend für diesen Strang…

    http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:32008F0913:DE:NOT

    Vox, Du bist doch Jurist, oder? Wenn ich das richtig in Erinnerung habe … könntest Du ja bei Interesse mal was darüber schreiben…

  8. Sir Toby
    April 2, 2010 at 3:29 pm

    Upps – der Klick funktioniert plötzlich nicht mehr!? Ich hatte den Hinweis von ‘Manfreds politischen Korrektheiten’ und bin problemlos drauf gekommen. Es ging um das hier…

    “Rahmenbeschluss 2008/913/JI des [Europäischen] Rates zur strafrechtlichen Bekämpfung bestimmter Formen und Ausdrucksweisen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit…

    Falls Ihr noch etwas sagen wollt, sagt es jetzt; Ihr dürft es nicht mehr lange!”

    Jetzt hab ich es nochmal über den Klick bei Manfred versucht – wieder Fehlanzeige. Zufall oder Absicht??

  9. Sir Toby
    April 2, 2010 at 11:30 pm

    Jau – jetzt funktioniert der Link wieder. Das verstehe wer will … – liegt vielleicht wirklich an meiner alten Kiste.

  10. April 3, 2010 at 12:59 pm

    Sir Toby,

    bei mir hat es auch erst mal nicht geklappt. Lag also nicht an Deiner “Kiste”😉

    Aber das Thema ist interessant. Es wird quasi der § 130 StGB europaweit ausgedehnt. Sehr, sehr kritisch! Erinnert mich an Orwells Wahrheitsministerium…

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