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Stasi-Unterwanderung der BRD

BRD = DDR 2.0

Nach 1945 hatten die Sieger- und heutigen Besatzermächte nichts Besseres zu tun, als jeden Deutschen zu durchleuchten: Wie stark war seine Beteiligung im Deutschen Reich während der Regierungszeit der Nationalsozialisten?
Uns soll heute nicht interessieren, ob das richtig war, warum man gerade bei den Wissenschaftlern, die man selber benötigte, nicht so genau hinschaute oder warum die ehemaligen HJ-Führer schon bald wieder in der SED Karriere machten.

Viel spannender ist doch die jüngere Vergangenheit, denn die ruht noch lange nicht. Ganz im Gegenteil: Nach dem Ende des größten und dauerhaftesten Unrechtsregimes auf deutschem Boden (die BRD ist nicht gemeint; sie nimmt auch noch nicht teil, da sie leider noch kein Ende gefunden hat), der DDR, wurde nämlich keineswegs “entkommunisiert”.

Während die westdeutsche Linke ohnehin gute Beziehungen pflegte und auch nach dem Mauerfall lieber eine “DDR light” (also nicht mehr so viele Mauerschüsse, Folterungen in Hohenschönhausen, Kindesentzug wegen Republikflucht; aber dafür weiter Einheitssozialismus, Staatssicherheit und Unterdrückung der frei Denkenden) realisieren wollte, verschlief es auch die “konservative” Regierung, die alten Netzwerke zu zerschlagen.

Ganz im Gegenteil. Nicht nur in den Geheimdiensten dieser Republik freute man sich über Zuwachs. Auch an den Universitäten, in der Polizei, den Gewerkschaften und vielen anderen Institutionen war man froh, endlich linke Kollegen gefunden zu haben. So wuchs wirklich zusammen, was zusammen gehörte.

Wie heuchlerisch so manche “Rote-Socken”-Kampagne war, zeigt nicht nur Frau Merkel alias “IM Erika”, sondern auch nachfolgender Bericht aus dem Focus vom 28.12.2009:

Die kommunistischen Altkader unter uns!

Tausende Absolventen der Akademie für Staat und Recht bekleiden noch heute wichtige Posten – von Brandenburg bis in die EU

Wenn es um das Thema „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ geht, wird Martina Weyrauch gern gerufen. Vor allem Menschen, die die Ost-Realität nicht selbst erlebt haben, erhoffen sich Aufklärung von der gelernten DDR-Bürgerin und Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg.

Wer könnte besser Auskunft geben? Tatsächlich kennt die 51-jährige einige Aspekte des real existierenden Sozialismus besonders gut – sie hat sie nämlich wissenschaftlich untersucht. Nach mehrjährigen Studium an der Akademie für Staat und Recht in Potsdam legte sie im Febraur 1987 ihre Doktorarbeit zu einem juristischen Thema vor.

Die Doktorandin kam zu erstaunlichen Ergebnissen. Weyrauch lobte das Strafrecht der DDR (was nicht zurückschreckte, Müttern ihre Kinder wegzunehmen und wegen der falschen Meinung langjährige Zuchthausstrafen zu verhängen – aber das kennen wir ja aus der BRD nicht anders) als „Baustein im Gefüge der juristischen Garantien der Menschenrechte“. Es schaffe „umfassenden Rechtsschutz gegen Folter und Sklaverei und sicher gesetzlich, dass niemand willkürlich verhaftet oder festgenommen werden kann“. Das Recht auf Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit sowie das Recht der freien Meinungsäußerung würden durch das DDR-Strafrecht „geschützt und Verstöße gegen diese Grundrechte kriminalisiert“ (man beachte die heutige Justiz – dasselbe Verfahren aus einem Guss).

[…]

Für den Historiker Stefan Appelius stellt Weyrauchs Verangenheit keinen Einzelfall dar. „Zu Tausenden finden sich heute in Brandenburg, aber auch bundesweit in wichtigen positionen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ehemalige Absolventen der Akademie“! Abgeordnete und deren Mitarbeiter, zahlreiche Anwälte, Lehrpersonal an den Universitäten (alles nicht wie damals „entnazifiziert“…) Auch der Brandenburger Landtagsabgeordnete der Linkspartei Hans-Jürgen Scharfenberg promovierte 1982 an der Akademie. Später wurde er ihr stellvertretender Leite. Der innenpolitische Sprecher seiner Fraktion ist bekennender ehemaliger Inoffizieller Mitarbeiter (IM) der Stasi und hat gute Chancen, im kommenden Jahr zum Oberbrügermeister von Potsdam gewählt zu werden.

Scharfenberg wäre nicht das erste Oberhaupt der Landeshauptstadt, das an der Akademie tätig war. Schon SPD-Mann Horst Gramlich, von 1990 bis 1998 Oberbürgermeister, lehrte dort als Dozent.

Als gewerkschaftspolitischer Experte der Linken sitzt Andreas Bernig im Landtag – in einer Fraktion, in der nach aktuellem Stand sieben von 26 Mitgliedern für das Ministerium für Staatssicherheit (MfS, Stasi) tätig waren. Der stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (!!!) profilierte sich als scharfer Kämpfer gegen den Rechtsextremismus.

[…]

Der einstige Vordenker der PDS und ehemalige Europaabgeordnete der Linkspartei, Andre Brie, promovierte ebenfalls in Potsdam. Wie Scharfenberg spitzelte er für die Stasi.

35000 Absolventen durchliefen seit ihrer Gründung 1948 die Akademie. Auch heutige Lehrende machten dort ihre Ausbildung, zum Beispiel Jochen Bley, Dozent an der Universität Potsdam für Öffentliches Recht und Datenschutzbeauftragter der Hochschule (mit Datenschutz hatte es die Stasi ja besonders!)

Die Letzten schlossen noch im Sommer 1990 ihr Studium ab. Zu den Kadern gehört auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) und der frühere brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU).

„Die Akademie war die Kaderschmiede des Staatsapparats schlechthin“ sagt Appelius. Wer von der SED oder einer der Blockparteien wie der CDU, vom Rat eines Bezirks oder einer gesellschaftlichen Organisation dort hingeschickt wurde, sei ein 100-prozentiger Anhänger des Systems gewesen. Er hatte sich vorher durch politisches Wohlverhalten im Sinne der Partei, oft durch eine Tätigkeit für das MfS für die Akademie „qualifiziert“. Nun wurde er zu einem 150-prozentigen DDR-Getreuen geformt. „Der Unterricht war pure Gehirnwäsche“, sagt eine Mitarbeiterin (kennen wir etwas anderes aus BRD-Schulen?).

Ein ehemaliges Mitglied der Akademie schaffte es sogar an eine wichtige Schaltstelle in der Spitze der EU. Petra Erler, Kabinettschefin und enge Vertraute von Günter Verheugen.

20 Jahre nach dem Mauerfall haben die Akademie-Absolventen längst wieder ihre Netzwerke geknüpft. Die Stasi ist längst in der BRD angekommen.”

Categories: BRD, Geheimdienste, Linke, Thesen
  1. Joshi
    January 28, 2010 at 8:44 pm

    Kurz nach der Wende war das Wort “alte Stasi-Seilschaften” sehr bekannt und im Umlauf.

    Habe es seit einigen Jahren nie wieder gehört…..für mich ein schlechtes Zeichen, weil es bedeutet das diese Leute angekommen sind.

    • February 3, 2010 at 5:48 pm

      “es bedeutet das diese Leute angekommen sind.”

      und sich vielleicht schon mit den hiesien Schlapphüten auf ein Bier treffen:-)

  2. Gerd
    February 14, 2010 at 9:56 pm

    Habe mir auch so meine Gedanken zu diesem Thema gemacht und dadurch diesen Artikel gefunden…

  3. March 23, 2010 at 8:41 pm

    Es ist tatsächlich so und kein Hirngespinst. Die Stasi plus die SED-Seilschaften haben sowohl sich, in sämtlichen öffentlichen, sowie städtischen und staatlichen Einrichtungen in den meisten Ländern, der alten BRD breitgemacht.
    Dabei haben sie sich aber nicht begnügt, einfache arbeiten zu verrichten, sondern sind in fast allen hohen Positionen zu finden, welche mit Sicherheits- und Ordnungsdienstleistungen zu tun haben.
    In der Firma, in der ich beschäftigt bin, spricht man sogar davon, daß die Stasi als inoffizielle Organisation immer noch aktiv sei.

    • March 24, 2010 at 12:43 pm

      Dass die Stasi existiert, zeigte sich auch bei der Beerdigung des Top-Spions Wolff, an der mehrere hundert Personen des linken Spektrums teilnahmen. Man stelle sich das vor bei der Beerdigung eines Gestapo-Mitarbeiters…

      Keine 20 Jahre nach dem Mauerfall hat längst die DDR die BRD – und nicht umgekehrt – übernommen!

    • Melanie
      June 10, 2010 at 8:13 am

      Ich stimme zu, alte Stasiseilschaften funktionieren besser als je.
      Im kleinen, wie im großen Rahmen, mischt sie mit.
      Dadurch das Polizisten, Staatsanwälte, Richter, Beamte und andere “Hochrangige”, nie ohne Anzeige, auf ihre Vergangenheit überprüft worden sind, können sie unbehelligt das Rechtssystem verdrehen. Und zwar nach belieben!
      Wenn alle dichthalten fliegt nichts auf. Die meisten anderen sind “ungläubige” oder verängstigte.
      Menschen im Osten haben immer noch keinen Mut, hängt doch ihre persönliche wirtschaftliche Lage vom Wohlwollen dieser leute ab.
      Also null Zivilcourage – wer möchte schon in ungnade fallen und das nachsehen haben, selbst wenn es ihre bürgerliche Pflicht wäre, Straftaten zu anzuzeigen.
      Alles Humbug?

      Die alten Stasi-Seilschaften aggieren vorwiegend im kleinen Stil. Das bedeutet nicht, dass diese weniger Einfluss hätten auf Demokratie & Rechtsstaat.
      Diese Gefahr zu ignorieren gar als Paranoia abzustempeln, läßt diese alten Seilschaften freie Fahrt in die von ihr bestimmte Zukunft.
      Unterwandern ist der Weg – Macht das Ziel.

      “Was ich nicht sehe – ist nicht da, was ich nicht höre – wurde nie gesagt, was ich nicht sage – bleibt ohne Folgen!” ???

      • Anonymous
        June 10, 2015 at 7:24 am

        hure

  4. siggi w.
    September 25, 2010 at 3:36 pm

    hmm

    ist schon komisch Was ist eignetlich “elena” neue form von Stasi ??

    • September 25, 2010 at 8:05 pm

      Lieber siggi,

      elena ist viel schlimmer als die StaSi. Letztere hat nämlich noch getrennt zwischen “Guten” und “Bösen”. Elena erfasst alle und jeden. Grundlos und unverhältnismäßig. Dank der EDV-Möglichkeiten also StaSi 2.0!

  5. January 18, 2012 at 10:41 am

    hab die seite jetzt erst gefunden und muss sagen: hier ist ja einer/eine blöder als der/die andere. respekt!

  6. Anonymous
    March 16, 2012 at 8:12 pm

    ok, es stimmt, manche haben es geschafft auch in diesem system karriere zu machen. ok, nehmen wir auch an, dass manche sich untereinander kennen und interagieren. was hat aber das für konkrete folgen? wenn ihr meint, dass die stasi in der brd angekommen ist, seit ihr wahnsinnige, denn wie soll es eine staatssicherheit geben ohne staat, sollen etwa “kommunisten” die brd schützen, vor was? ich glaube eher, dass die brd sich von den linken schützen will. bin ich der einzige hier der etwas von den verfassungsschutz gehört hat?
    interessant wäre es zu analysieren welche reale konsequenzen diese integration gehabt hat und hat. dafür braucht man systematische methoden und fakten. alles andere ist pure phantasie.

  7. VRIL
    June 10, 2012 at 10:50 pm

    17000 hohe Beamte ( Lehrer ect pp ) haben in der west brd für die Stasi gearbeitet – da die Klarnamen beim mossad und dem nsa gelandet sind ist auch klar für wen diese Ratten jetzt arbeiten .

    VRIL

  8. Anonymous
    June 9, 2015 at 7:56 am

    Heil Hittler

  1. June 4, 2011 at 1:14 am
  2. June 4, 2011 at 1:35 pm

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