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Freiheit (in der BRD)

Freiheit – das ist ein großer Begriff. Wie oft wurde er schon verwendet! Etwa in der Französischen Revolution und zuletzt auf Deutschem Boden während der Friedlichen Revolution in Mitteldeutschland. War es dort nicht so, dass die Menschen alles hatten? Vielleicht mehr als heute? Man hatte Arbeit (ein Umstand, den heute mehr als 6 Millionen Menschen vermissen), man hatte einen Anspruch auf eine Wohnung und die Mütter wurden in ihrer wunderbaren Aufgabe staatlich massiv unterstützt. Von der „Freiheit von Überfremdung“ in der DDR will ich hier gar nicht erst anfangen.

Und trotzdem skandierte man „Freiheit“ in den „Wendejahren“ von 1989 und 1990. Diese kam denn auch ganz schnell, nämlich in Form von „offener Gesellschaft“, Eigenverantwortung und Reisefreiheit.

Aus der offenen Gesellschaft wurde multikriminelle Überfremdung. Leipzig ist hier auf dem Vormarsch – die Kopftuchquote hat sich in nur 20 Jahren der westdeutscher Überfremdung angepasst. Aus Eigenverantwortung wurde Arbeitslosigkeit und aus Reisefreiheit Perspektivlosigkeit. Denn das Geld für die freie Reise haben heute die wenigsten.

Letztlich müssen wir uns also fragen, was Freiheit denn ausmacht. Gibt es nur eine Freiheit von etwas oder auch eine Freiheit zu etwas? Vielen Menschen genügt es doch heute, wenn das Bier im Kühlschrank kalt ist und man mit den GEZ-Zwangsgebühren die Bundesliga empfangen kann. Den Rest, also die Daten auf meinem Rechner, meine Verbindungsdaten, meine Telefonate (ein Blick in die StPO lohnt hier!), meine Gespräche in der Wohnung, meine Fingerabdrücke im Reisepass, meine Daten, die ich beim Arbeitgeber hinterlassen habe („Elena“) uvm. darf der Staat ruhig über mich in Erfahrung bringen.

Nur bitte, mein kleines Idyll möge er mir nicht nehmen. Er möge mich subtil ausforschen, er möge statt Staatssicherheit „Verfassungsschutz“ sagen. Er möge nur die „bösen“ Nationalen einsperren solange er mir als bravem Bürger meinen Kleingarten lässt. Da mag dann ruhig der linke Mob alles verwüsten, solange meine Rente sicher ist und man noch bis 18 Uhr auf die Straße gehen kann. Meine „Freiheit“ ist ja nicht angetastet. Und zur Not habe ja auch ich die Freiheit, diesen Saustaat zu verlassen. Auch darum ging es ja so manchem in den Wendejahren. „Abstimmung mit den Füßen“ nannte man das damals. Viel von all dem scheint nicht geblieben…

Was verstehen wir unter Freiheit? Leben wir in Freiheit?

Genügt uns das kalte Bier und eine Meinungsfreiheit auf dem Papier? Was wollt ihr für eine Freiheit? Und was verstehen unsere Landsleute eigentlich darunter? Haben wir keine Maßstab mehr für Freiheit, weil sie auf der ganzen Welt auf dem Rückzug ist? Weil es kein freieres Land mehr gibt, mit dem wir uns, wie früher in der DDR, vergleichen können?

Categories: BRD, Geheimdienste, Thesen
  1. Normalo
    May 29, 2010 at 12:57 pm

    Freiheit ist die Abwesenheit von Zwang.

    Ganz praktisch gibt es für uns 2 Blöcke, die unsere Freiheit gefährden:

    Der Islam mit seinem Weltherrschaftsanspruch
    Die FED und ihre oligarchische Globalisierungsarmee

    Beiden stehen die freien Menschen und die freien Völker im Weg herum. Ich schließe hier den Kommunismus generell mal aus, da Marx´ Ideen die Überwindung der bourgoisen (heute vermengt mit altem Adel) und religiösen Herrschaft (die wir ja zurzeit hauptsächlich erleben)
    in der Bildung einer revolutionären Internationalen annehmen.

    Der Grund für den im Artikel erwähnten Rückzug der Freiheit ist der Vormarsch der absoluten Herrschaft der Bourgoisie (vereinfacht ausgedrückt), an dem seit Jahrhunderten gearbeitet wird, ganz gleich zu den alten Adelsdynastien.

    Die Welt nähert sich einem erneuten Sturm. Ein Sturm der entweder Freiheit bringt, oder Ketten!

  2. Petermann
    May 30, 2010 at 8:48 pm

    Ohne wirtschaftliche Unabhängigkeit keine Freiheit

    Die Urgesellschaft teilte sich durch Gewalt aus sich heraus indem der Mensch seinen egoistischen Trieben nachgab oder durch die Eroberung raumfremder Menschen in Herrscher und Beherrschte, in Besiegte und Sieger, in Unterklasse und Herrschaftsklasse. Die Folge war stets die ökonomische Ausbeutung der Unterklasse durch die Herrschaftsklasse. Recht und Rechtsprechung wurde durch die Sieger gesetzt und dienten letztlich der Interessenswahrnehmung und Absicherung der Herrschaftsklasse. Unter dem Sündenfall der gesellschaftlichen Spaltung leiden heute alle Staaten, da die Folgen dieses Prozesses nicht geheilt wurden. Betrachten wir die Entstehung des Kapitalismus mit seinen vielen Facetten kommen wir um eine Erkenntnis nicht herum: Kapitalistische Ausbeutung hat es zu allen Zeiten der neueren Menschheitsgeschichte gegeben( Antike — Jetztzeit). Der historisch dominante Fall der Ausbeutung der besitzlosen Arbeiters(Proletariat) beschrieben durch Karl Marx, der im Bewußtsein des Proletariats und der sozialistischen Bewegung fest verankert ist, betrachtet den charakteristischen Fall eines Monopolverhältnisses. Mit der Einführung der Geldwirtschaft änderte sich allmählich die Art der Bedarfdeckung des wirtschaftenden Menschen. Er investierte seine Kraft, die ihm allein gehörte nicht mehr unmittelbar zur Herstellung von Werkzeugen oder der Erzeugung von Nahrungsmitteln zu seinem unmittelbaren Bedarf, er setzte nun seine Arbeitskraft ein um ein Tauschmittel zu verdienen. Damit wurde der Geldbesitzer(Kapitalist) zum Generalgläubiger, zum eigentlichen Eigentümer des universellsten Wertgutes(Tauschmittel), das alle anderen gesellschaftlichen Akteure benötigen um ihre Belange zu regeln. Damit wird Geld zum höchsten Freiheitsgrad innerhalb des ökonomischen Systems das ansonsten durch wechselseitige Abhängigkeiten gekennzeichnet ist. Der Kapitalbesitz des Reichen und die Mangellage des Arbeiters an diesem Tauschmittel begründet den Anspruch auf Profit des einen und die Verpflichtung des anderen Zins zu zahlen. Seit nunmehr zweieinhalb Jahrhunderten wird der Mensch in den vom Feudalismus befreiten menschlichen Gesellschaften mittels der Geldwirtschaft ausgeplündert wie noch niemals zuvor in seiner Geschichte. Durch die Vorenthaltung des gerechten Anteils an der lebendigen Arbeit des Proletariats bildet sich auf Seiten der Kapitalhalter, den Besitzenden der Produktionsmittel, ein immer größerer Reichtum. Der Prozeß der Reichtumsbildung wird beständig forciert durch die Monopolisierung der Großunternehmen in den nationalen Volkswirtschaften, durch die Ausschaltung echten Wettbewerbs, durch weltweite Vernetzung der international tätigen Konzerne sowie Einflußnahme auf die Politik durch Lobbyismus. Aus dem Schweiß und Blut ganzer Generationen von Lohnabhängigen und Sklaven der Dritten Welt (ab dem 16. Jahrhundert), wurde ein Kapitalvermögen akkumuliert, konzentriert bei Banken, Versicherungen, Investmentfonds etc., das nun wiederum zu seiner Vermehrung neue Anlage- und somit Ausbeutungsformen in der Produktion und dem Dienstleistungsbereich der Kommunen sucht und findet(z. Bsp. PPP=Public Private Partnership). Das Kapital benötigt zu seiner Vermehrung in den Händen der Reichen und Superreichen letztendlich immer den Menschen, der ausgebeutet wird, sich ausbeuten läßt. Gaben sich vormals die Herrschenden im Feudalismus mit einem Zehntel des Arbeitserlöses der Tributpflichtigen zufrieden, so beansprucht der heutige Staat schon mehr als 50% an Steuern und Abgaben. Und er ist noch immer nicht satt.
    Nach wie vor beruht unser Staat auf eine überkommene Vermögens- und Feudalordnung. Waren die Schalthebel der Macht früher dem Adel vorbehalten, so sitzen nun in den Machtpositionen zusätzlich hohe politische Beamte aus den Parteien, die Beamtenschaft an sich und die Spitzenvertreter der angeblich staatstragenden Parteien. Das aufgestiegene und zu Reichtum gekommene Bildungsbürgertum hat mittlerweile dem konservativen Landadel Rang und Einfluss abgelaufen, da sich der Landadel mit der neuen Technik und dem daraus resultierenden Vermögenserwerb meist weniger gut verstand. Vom sozialökonomischen Standpunkt aus betrachtet fand mit der industriellen Revolution eine Umwälzung der bestehenden Ausbeutungsrechte in der Gesellschaft statt. Treiber und Jäger tauschten die Plätze und jagten ein Wild unter das man den Menschen der Unterklasse verstand und versteht.

    Es bleibt eine Erkenntnis: Entweder diese Gesellschaft findet einen historischen Kompromiss in der Erlangung von echter Chancengleichheit auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und eine gerechte Verteilung des Reichtums oder die Gesellschaft fliegt mangels fehlender Bindekräfte auseinander.

  3. BW
    June 2, 2010 at 7:42 pm

    Klasse Artikel,spricht mir aus der Seele!

  4. mronz
    June 10, 2010 at 7:46 pm

    Endlich mal einer, der von Mitteldeutschland spricht und nicht immer vom “Osten”. 🙂

    Deutschland ist unteilbar!!!

  1. July 26, 2010 at 4:54 pm

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