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Merkel ist paranoid…

…wenn man einmal unterstellen mag, sie habe Wulff auf Grund einer möglichen Gefahr für ihre eigene Machtposition “nach oben” weggelobt. Wer den heutigen Tag beobachtet hat, musste schon lange suchen, um in der Person Wulff eine Gefahr für Merkel zu sehen. Da wird eher der Pförtner im Kanzleramt Merkels Nachfolger als der schon mit 51 Jahren altbacken daherkommende Wulff.

Nicht nur dass dieser sich beim Amtseid verspricht und offenbar nicht ganz bei der Sache ist; auch das nachfolgende Wort zum “Brücken bauen” war mehr als lächerlich. Wulff als “Pontifex maximus” der BRD. Gott behüte uns! Hätte die katholische Kirche derartige “Stellvertreter” gehabt, hätten die “Kreuzzüge” wohl zu Ehren eines heidnischen Gottes stattgefunden.

Wulff will also Brücken bauen, vor allem zu den monotheistischen Religionen; er spricht aber vor allem von der Gleichheit von “Yilmaz” und “Krause” – vor allem wenn beide gleiche Noten hätten. Und hier, geehrter Herr BRD-Präsident beginnt schon der Denkfehler. Wenn ein Yilmaz mal gleich gute Noten hat, sind diese nicht selten durch einen linksliberalen Migrantenbonus unter den (Sozial-)pädagogen zustande gekommen. Von Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Fleiß ganz zu schweigen. Das wissen im Übrigen auch die Arbeitgeber. Sicher ist das bei der “Generation Blöd” unter den BRD-Micheln teilweise nicht besser. Aber die Trefferquote ist etwas besser.

Nun will aber Wulff, ganz in der Gutmenschenmanier, wie sie offenbar ein BRD-Präsident nachweisen muss, das rot-grüne Vermischungsprojekt fortführen. Joachim Gauck erscheint im Rückblick geradezu als rechtsradikal. Wulff hingegen könnte auch Vorsitzender eines Kleingartenvereins sein – alle umarmend, Brücken bauend, Unkraut zupfend.

Eine Gefahr für Merkel war er indes nie. Da gab es andere. Und auch mit denen ist sie fertig geworden. Warum hat sie also Wulff als “Chefsache” durchgedrückt? Sie hätte auch ihren Freund Gauck nehmen können. Warum einen amtierenden Ministerpräsidenten, der auch noch Einfluss im mächtigen VW-Konzern hat? Aber auch keinen “unbedingten Willen zur Macht”! Er war Merkels Speichellecker und wenn er mehr (die Kanzlerschaft) gewollt hätte, hätte er ablehnen können. Irgendein Strohmann für ein Strohamt hätte sich schon gefunden. War er amtsmüde, wie macherorts geschrieben wird? Dann hätte er sich zurückziehen können wie er es schon vom CDU-Landesvorsitz getan hat.

Kurzum: Die Personalie Wulff, der es noch nicht einmal schafft, eines Eidesformel einzustudieren, gibt Rätsel auf. Was hatte “Mutti” mit ihm vor? War er ihr nicht von den anderen Ministerpräsidenten aufgedrückt worden – gegen ihre Kandidatin von der Leyen. Oder war diese von Anfang an nur ein Vorwand? Wenn Wulff der letzte Kandidat des Andenpakts war, wieso hat sie ihn dann zur Chefsache gemacht. Wenn er nicht glatt siegen sollte (und das war zu erwarten), wäre es für sie einfacher gewesen, wenn sie sich nicht hinter ihn gestellt hätte. So war ihr Einbringen wie eine Vertrauensfrage.

Vielleicht wollte sie aber auch nur einen ruhigeren Präsidenten haben, der Kopftuch trägt und Brücken baut anstatt herumkritisiert. Hier hat sie mit Wulff einen Treffer gelandet.

Categories: BRD, Innenpolitik, Thesen
  1. July 3, 2010 at 1:34 pm

    Die Herrschenden, lieber Vox, wissen, daß ihr Konzept des Einschmelzens der Fremden gescheitert ist. Jetzt muß es mit der Brechstange gehen und da muß ein Partei – Hiwi her. Das ist Wulff und er kann zugleich die zukünftigen Gesetze durchwinken,mit denen uns das letzte Geld aus der Tasche gezogen wird, damit ua. die Piratengefängnisse in Somalia saniert werden können und die einsitzenden Verbrecher dort human absitzen können.

  2. Petermann
    July 3, 2010 at 2:56 pm

    Merkel paranoid . . . oder nur machtbewußt?

    BP Wulff will also Brücken bauen zu unserer Parallelgesellschaft. Das wird aber interessant werden.
    44% der in Deutschland lebenden Migranten haben keinen Berufsabschluß. 20% der Migranten schaffen nicht einmal die Sonderschule. Ein Drittel der Migrantenkinder wächst mit Sozialhilfe auf. Jeder dritte Einwanderer ist erwerbslos. Die Kommunikationsebene über die man Brücken bauen kann besteht in der Realität nicht und wenn, dann steht ihr der Islam entgegen.
    Deutschland erlebt derzeit einen Unterschichtenimport nie dagewesenen Ausmaßes. Und das ist erst der Anfang. Bei den Musel-towns die bereits allerorten in der Planung sind (Do-Hörde, Duisburg-Marxloh u.a.), sind Brücken nicht erforderlich. Muslime streben mehrheitlich auf Zusammenschluß innerhalb ihrer Ethnie und Religion und stehen nicht auf Integration. Deutsche allerdings auch nicht.
    Trotzdem hat Angie wieder einmal gemerkelt: Mit Wulff hat sie einen BP kreiert, der handzahmer ist als ein Köhler und einen eventuellen Widersacher hat sie gleichfalls mit ruhig gestellt , den anderen Möchtegernkanzlern in der CDU/CSU zur Mahnung und zur Warnung. Das System Merkel funktioniert noch immer und die „Herren“ der CDU/CSU müssen wieder einmal erkennen, ihre Angie unterschätzt zu haben.
    Die Machtbasis einer Merkel ist noch nicht brüchig genug für einen Umsturz innerhalb der CDU obwohl es grummelt. 1-2 oder 3 verlorene Wahlen, und die Situation stellt sich völlig anders. Dann folgt die Nacht der langen Messer.
    Merkel paranoid? Eher machtbewußt wie immer!

    • July 3, 2010 at 8:48 pm

      Ich habe nicht gesagt, dass Merkel nicht machtbewusst ist. Aber wenn man selbst in einem Trottel wie Wulff eine Gefahr sieht, sollte man auch den Pförtner entlassen – der könnte es ja auch besser können als man selbst.

      Das “System Merkel” funktioniert in der Einstellung von Blinden, wenn man selbst der Einäugige ist. Die Pofallas, Gröhes und Kauders sind nur dort, weil sie Stümper sind und Merkel niemals gefährden können. Nur wenn sie schon in Wulff eine Gefahr sieht, ist das wirklich paranoid.

  3. July 3, 2010 at 5:40 pm

    “Merkel paranoid? Eher machtbewußt wie immer!”

    # Petermann:

    Sie hat so viel Macht, daß ihre Anwesenheit in Südafrika das 4:0 der “deutschen” Mannschaft herbeigezaubert hat:-)

  4. Sichelschnitt
    July 4, 2010 at 2:41 am

    Wulff ist nicht so harmlos, wie es vordergründig scheint – diese Kreatur hat sich aus halbprekären Verhältnissen stammend, mit unvergleichlicher Skrupellosikeit in zwei Jahrzehnten politischer Kärrnerarbeit bis an die Spitze durchgebissen, da kann das Lächeln noch so perfide ausfallen, die dahinterstehende Energie ist knallhart (er hätte ohne klare Linie in eigener Sache auch niemals zwei durchaus deutliche Landtagswahlniederlagen in den neunziger Jahren überstanden).

    Nicht umsonst dementierte Wulff vor kurzer Zeit noch alle bundespolitischen Avancen (schon diese Demetierung ist im politischen Bereich mehr als bezeichnend). Er ist und war zudem ein Lieblingskind der transnationalen Eliten, die ihn schon 1995 als “Global Leader” auserkoren hatten, also ein durchwegs respektabler und satisfaktionsfähiger Gegner und knallhart neoliberal noch dazu (er bezeichnete seinerzeit in einer Diskussion mit Sabine der meist frivol kurzberockten Stewardess die Hartz-IV-Sätze als zu hoch und rechnete flott die Bezüge einer siebenköpfigen Familie gegen das Einkommen eines Facharbeiters hoch, ein Ausbund an PR-induzierter Absurdität).

    Konkurrenten von Merkel können derzeit bei dem momentan verheerenden Zustand der CDU-Bundestagsfraktion nur aus dem Lager der Ministerpräsidenten kommen, das Personal dort ist mittlerweile allerdings abgewählt (NRW), verbrannt (SH, Landesbank, wackelige Mehrheitsverhältnisse, Verfassungsgemäße Sitzverteilung wird angezweifelt usw.), neuernannt (NDS, Thüringen), kurz vor dem Rückzug stehend (Sachsen-Anhalt, Hessen), geknebelt (Saarland, Jamaika) oder unetabliert (Sachsen) bzw. mit eigenen verheerenden Problemen beschäftigt wie die schwierige Ausgestaltung der Landeshaushalte 2011 (BW, monströses Wahldesaster steht nach menschlichem Ermessen unmittelbar bevor), bei denen es zu starken Kürzungen kommen wird, wir wollen nicht einmal die wirklich katastrophalen Zustände der Kommunalfinanzen erwähnen.

    Die CDU-Männermannschaft wurde in der Tat seit 2005 vollständig ausmanövriert und die Machtstellung Merkels noch einmal über 1-2 Jahre breitflächig zementiert. Was die FDP anbelangt: sie geht aus klar erkennbaren Gründen nicht aus der Koalition heraus, denn deren Protagonisten droht nach Umfragewerten die weitgehende parlamentarische Marginalisierung und somit eine Einbuße an Kabinettsposten. Mituntert bleibt somit die CDU/CSU/FDP-Clique vorerst aneinandergekettet wie die Perlen an den Rosenkranz.

    Merkel steht somit kurzfristig gar nicht einmal so schlecht da wie immer kolportiert wird. 2012/2013 sieht die Sache freilich etwas anders aus, vor allem dann wenn eine Finanzkrise 3.0 kommen sollte; dann ist endgültig Sabbat für Frau Kasner. Es kann allerding auch ganz anders kommen, aber ich sehe keine Indizien hierfür – denn auch den CDU-Bundesparteitag wird sie aller Voraussicht nach noch unbeschadet überstehen.

  5. Petermann
    July 4, 2010 at 8:51 am

    #Voxpuli

    Angela Merkel ist promovierte Physikerin und von daher gewohnt, überlegt an Problemstellungen heranzugehen. Bei Personen in solch herausragenden Stellungen kann man sicher einen Schuß paranoiden Verhaltens unterstellen bzw. darüber diskutieren.
    Es muß nicht immer Dummheit sein, einen Clown wie Wulff zum BP zu befördern, es kann auch die Absicht dahinter stehen, den Gegnern in der eigenen Partei zu zeigen, seht her, eure Gegenkandidaten sind käuflich und ich habe mir gerade euren Wulff gekauft.
    Ansonsten meine volle Zustimmung zu dem Kommentar von @Sichelschnitt.

    • July 5, 2010 at 11:12 am

      “gewohnt, überlegt an Problemstellungen heranzugehen.”

      Sprachlich, lieber Petermann, drückt sich diese Fähigkeit aber nicht aus:-)

  6. Universum
    July 4, 2010 at 1:39 pm

    In Wulff habe ich immer den nächsten Kanzlerkandidaten gesehen – eine der wenigen populären und (einigermaßen) beliebten Persönlichkeiten, die die CDU noch hat(te).
    Warum er jetzt aufs politische Abstellgleis geschickt wurde, ist mir noch immer ein Rätsel.

    Vielleicht hat ja die Überfremdungsmafia Druck gemacht, denn mit Wulff steigt die bundsdeutsche Multikulti-Politik auf eine nie dagewesene Ebene auf. Vor Ausländertümelei triefende Reden zu schwingen und Multikulti-Feste zu besuchen wird anscheinend der Schwerpunkt der politischen “Arbeit” dieses Bundespräsidenten sein…

  7. Habicht
    July 4, 2010 at 4:07 pm

    niekisch
    Seit Merkel das Klima bekämpft, haben wir nur noch Sauwetter. Da sage noch einer….

    Merkel hat es doch gesagt, sie brauchen einen Politprofi, einen der das Spiel kennt und weiß wie es läuft. Jeder Quereinsteiger ist in gewissem Umfang ein Hindernis, da er nicht so schlecht, hinterfotzig und egoistisch denkt, wie unsere Politiker es tun.
    Wulff ist der ideale Mann, er kennt das Spiel, er unterschreibt gerne und willig, er hat persönlich ausgesorgt. Außer, ein paar böse Leute streichen den Kerlen eines Tages die unverdienten Pensionen.

    Ansonsten sind beide Kerle Mitglied in der Atlantikbrücke, das sagt doch alles.

  8. Habicht
    July 4, 2010 at 4:10 pm

    In Niedersachsen haben wir jetzt eine türkische Ministerin, einen Briten als Ministerpräsidenten, dem sollte mehr Beachtung geschenkt werden.
    Was für eine Religionsangehörigkeit hat McAllister überhaupt, in den offiziellen Informationen findet man darüber nichts, die Namen und Berufe seiner Eltern werden auch nicht genannt. Könnte es etwa sein? David James.

    • July 6, 2010 at 3:37 pm

      Hier kann mittlerweile A l l e s sein…

  9. July 5, 2010 at 3:04 am

    Wichtiger Artikel, ich werde wohlnun auch gleich wieder weiter baelttern hier. Bis zum Naechsten mal.

  10. SLK
    September 27, 2010 at 8:48 pm

    Fehlt nur noch zum krönenden Abschluss der Kanacker Cem Özdemir von den Grünen als nächsten Bundeskanzler zu ernennen. Odin bewahre unser Vaterland davor.

  1. October 4, 2010 at 7:06 am

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