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Natur des Deutschen

Aus der Heulerbibliothek des Jahres 1849:

Wir Deutsche sind von Natur ein Literatenvolk; und kommen wir auch nicht mit Gänsestielen auf die Welt, so scheint doch der Allmächtige die Gänse bloß deshalb geschaffen zu haben, damit der Deutsche aus deren Flügeln sich sein Haupt-Handwerkzeug rupfe. Teut hieß der Erfinder der Schreibkunst und wir heißen nicht umsonst Teutonen; denn wir kennen keine schönere Seligkeit, als die Schreibseligkeit. Es gibt kaum ein Volk in Europa, daß tiefer in der Tinte säße als das deutsche; es gibt aber auch kein anderes Volk, das schon so viel unschuldige Tinte grausam vergossen hätte wie wir. Wahrlich, wäre Diogenes ein deutscher Philosoph gewesen, Alexander der Große hätte ihn gewiss in einem Tintenfasse gefunden.

Wie viel ist von dieser Natur der Deutschen noch übrig?

Categories: Thesen
  1. October 1, 2010 at 11:00 am

    Schon noch etwas, lieber VoxPopuli, aber dafür fehlt doch die Zeit und die Muße. Alles muß schnell gehen, wenig wird durchdacht, bevor es geschrieben wird..Wir merken in den blogs doch selber, daß die längsten Artikel am wenigsten gelesen werden:-)

    • October 1, 2010 at 11:08 am

      leider wahr… Das schnelle Konsumieren geht über das intensive Studieren. Dumm nur, dass das “schnelle Machen” um des MAchens willen in den Büros der Herrschenden schnell durchschaut und zerschlagen werden kann.

      • October 1, 2010 at 11:14 am

        Deswegen immer erst das E i g e n e betrachten und nicht das A n d e r e. Dann passiert nicht so viel an Fehlern:-)

    • rechts
      October 1, 2010 at 12:17 pm

      woher weist du, “daß die längsten Artikel am wenigsten gelesen werden:-)” ?

    • Lazar
      October 1, 2010 at 1:34 pm

      Richtig, niekisch. Das haben wir auch bei GR und DE bemerkt. Allerdings muss man schon etwas differenzieren, denn wenn wir über brisante und kontroverse Themen berichten, bieten die langen Artikel den interessierten Lesern meist eine gute Diskussionsgrundlage, was wiederum zu vielen Kommentaren führt.

      Bei weniger wichtigen Themen muss man sich jedoch auf das Wesentliche beschränken, um die Leser nicht schon mit der Artikellänge abzuschrecken!

  2. October 1, 2010 at 1:21 pm

    Lieber niekisch,

    manchmal redest Du in Rätseln 😉

    Ich habe auch den Satz mit dem Grafen im Wald, der die Büchse spannt beim Vogelfreien nicht verstanden. Offenbar hast Du einen besseren kulturellen Hintergrund und kannst die Andeutungen verstehen. Ich bin leider – wo wir gerade bei der Kultur der Deutschen sind – im klassisch Kulturellen nicht so belesen. Bin mehr für Sachbücher …

    • October 1, 2010 at 3:59 pm

      # VoxPopuli ( 6 ):

      Graf und Wald:-) – Grafenwalder:-) Ich gebe zu, diese Assoziation ist schwer zu erkennen:-):-)

      • October 1, 2010 at 4:02 pm

        😀

        Gut, das war wirklich nicht leicht…

        Und das hier

        “Deswegen immer erst das E i g e n e betrachten und nicht das A n d e r e. Dann passiert nicht so viel an Fehlern:-)”

  3. October 1, 2010 at 3:54 pm

    “woher weist du, “daß die längsten Artikel am wenigsten gelesen werden:-)” ?”

    # rechts:

    ich sehe es an der Zahl der Kommentare und der Bewertungen. Ausnahmen bestätigen die Regel:-)

    • rechts
      October 1, 2010 at 4:12 pm

      hmm, also ich für meinen teil bewerte artikel nicht, das müsste ich bei meinen borwser-add-ons auch jedesmal freischalten…
      bin jetzt nicht so sicher, ob man kriterien wie komentare und bewertung heranziehen kann um herauszufinden, wie oft was gelesen wurde.
      egal

      • October 2, 2010 at 11:20 am

        Mir ist es beim Überblick über die eigenen Artikel aufgefallen. Ich gebe zu, der Eindruck muß nicht den Regeln der Statistik entsprechen.

  4. October 1, 2010 at 3:55 pm

    “Allerdings muss man schon etwas differenzieren”

    # Lazar:

    s. Nr 7:-)

  5. October 2, 2010 at 11:26 am

    “Und das hier

    “Deswegen immer erst das E i g e n e betrachten und nicht das A n d e r e. Dann passiert nicht so viel an Fehlern:-)””

    #VoxPopuli: Das war wirklich zu kryptisch. Ich dachte da an “Grafenwalders” Zigeuner – Artikel. Immer erst uns selber, unsere Eigenarten, unser Denken, unser Handeln betrachten, dann Andere und Anderes beurteilen und darüber schreiben, da relativiert sich manches schon am Anfang, man tritt vielleicht auf die Bremse, bevor man falsche Urteile in die Welt setzt.Ja, ich bin schon etwas kompliziert:-) Gut, daß Du es merkst und mir Signal gibst:-)

  1. December 29, 2010 at 12:03 am

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