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Organisation und Propaganda – oder wie uns der Idealismus im Wege stehen kann

Organisation und Propaganda

Wir hatten diese Debatte anlässlich meines Beitrages zur Reise von HC Strache nach Israel. Dort entwickelte sich, u.a. mit Herrn Frank Franz, die Diskussion um das Thema “Idealismus” und “planvolles Vorgehen” bzw. “Erzielen der Mehrheit im Volk”. Auf dem Weg zur Macht muss man manchmal Umwege gehen, erst recht keine Denkverbote – das fällt dem Idealisten zurecht schwer. Auf der anderen Seite sollten wir uns diesen Text einmal zu Gemüte führen und ihn mit der aktuellen Lage vergleichen.Vieles davon findet sich auch in der Säulen-Strategie wieder. Alles ist also schon mal da gewesen – wir müssen es nur anpassen und “modernisieren” ohne die Kernmechanismen zu vernachlässigen.

Der Text stammt gewiss von einem bekannten Menschen, aber hier zählt nur das Wort.

“Das Jahr 1921 hatte noch in anderer Hinsicht für mich und die Bewegung eine besondere Bedeutung erhalten. Nach meinem Eintritt in die Deutsche Arbeiterpartei übernahm ich sofort die Leitung der Propaganda. Ich hielt dieses Fach für das augenblicklich weitaus wichtigste. Es galt ja zunächst weniger, sich den Kopf über organisatorische Fragen zu zerbrechen, als die Idee selbst einer größeren Zahl von Menschen zu vermitteln. Die Propaganda musste der Organisation weit voraneilen und dieser erst das zu bearbeitende Menschenmaterial gewinnen. Auch ich bin ein Feind von zu schnellem und pedantischem Organisieren. Es kommt dabei meist nur ein toter Mechanismus heraus, aber selten eine lebendige Organisation. Denn Organisation  ist etwas, das dem organischen Leben, der organischen Entwicklung sein Bestehen zu verdanken hat. Ideen, die eine bestimmte Anzahl von Menschen erfasst haben, werden immer nach einer gewissen Ordnung streben, und diesem inneren Ausgestalten kommt sehr großer Wert zu.

Man hat aber auch hier mit der Schwäche der Menschen zu rechnen, die den einzelnen verleitet, sich wenigstens anfangs instinktiv gegen einen überlegenen Kopf zu stemmen.

Der Redner

Der Redner

Sowie eine Organisation von oben herab mechanisch aufgezogen wird, besteht die große Gefahr, dass ein einmal eingesetzter, selbst noch nicht genau erkannter und vielleicht weniger fähiger Kopf aus Eifersucht das Emporkommen tüchtigerer Elemente innerhalb der Bewegung zu hindern suchen wird. Der Schaden, der in einem solchen Falle entsteht, kann, besonders bei einer jungen Bewegung, von verhängnisvoller Bedeutung sein.

 

Aus diesem Grunde ist es zweckmäßiger, eine Idee zuerst eine Zeitlang von einer Zentrale aus propagandistisch zu verbreiten und das sich allmählich ansammelnde Menschenmaterial dann sorgfältig nach Führerköpfen durchzusuchen und zu prüfen. Es wird sich dabei manchmal herausstellen, dass an sich unscheinbare Menschen nichtsdestoweniger als geborene Führer anzusehen sind. Ganz falsch wäre es allerdings, im Reichtum an theoretischen Erkenntnissen charakteristische Beweise für Führereigenschaft und Führertüchtigkeit erblicken zu wollen.

Das Gegenteil trifft häufig zu.

Die großen Theoretiker sind nur in den seltensten Fällen auch große Organisatoren, da die Größe des Theoretikers und Programmatikers in erster Linie in der Erkenntnis und Festlegung abstrakt richtiger Gesetze liegt, während der Organisator in erster Linie Psychologe sein muss. Er hat den Menschen zu nehmen wie er ist und muss ihn deshalb kennen. Er darf ihn ebensowenig überschätzen wie in seiner Masse gering achten. Er muss im Gegenteil versuchen, der Schwäche und der Bestialität gleichermaßen Rechnung zu tragen, um unter Berücksichtigung aller Faktoren ein Gebilde zu schaffen, das als lebendiger Organismus von stärkster und stetiger Kraft erfüllt und so geeignet ist, eine Idee zu tragen und ihr den Weg zum Erfolg freizumachen.

Führung

Führung

Noch seltener aber ist ein großer Theoretiker ein großer Führer. Viel eher wird das der Agitator sein, was viele, die nur wissenschaftlich über eine Frage arbeiten, nicht gerne hören wollen; und doch ist das verständlich. Ein Agitator, der die Fähigkeit aufweist, eine Idee der breiten Masse zu vermitteln, muss immer Psychologe sein, sogar wenn er nur Demagoge wäre. Er wird dann immer noch besser zum Führer geeignet sein als der menschenfremde, weltferne Theoretiker. Denn Führern heißt: Massen bewegen können. Die Gabe, Ideen zu gestalten, hat mit Führerfähigkeit gar nichts zu schaffen. Es ist dabei ganz müßig, darüber zu streiten, was von größerer Bedeutung ist, Menschheitsideale und Menschheitsziele aufzustellen oder sie zu verwirklichen. Es geht hier wie so oft im Leben: das eine wäre vollkommen sinnlos ohne das andere. Die schönste theoretische Einsicht bleibt ohne Zweck und Wert, wenn nicht der Führer die Massen zu ihr hin in Bewegung setzt. Und umgekehrt, was sollte alle Führergenialität und aller Führerschwung, wenn nicht der geistvolle Theoretiker die Ziele für das menschliche ringen aufstellen würde? Die Vereinigung aber von Theoretiker, Organisator und Führer in einer Person ist das Seltenste, was man auf dieser Erde finden kann; diese Vereinigung schafft den großen Mann.

Ich habe mich in der ersten Zeit meiner Tätigkeit in der Bewegung, wie schon bemerkt, der Propaganda gewidmet. Ihr musste es gelingen, allmählich einen kleinen Kern von Menschen mit der neuen Lehre zu erfüllen, um so das Material heranzubilden, das später die ersten Elemente einer Organisation abgeben konnte. dabei ging das Ziel der Propaganda weit über das der Organisation hinaus.

Wenn eine Bewegung die Absicht hegt, eine Welt einzureißen und eine neue an ihrer Stelle zu erbauen, dann muss in den Reihen ihrer eigenen Führerschaft über folgende Grundgesetze vollkom

Propaganda - unsere gilt einer Idee: das Weltanschauliche Minimum

Propaganda - unsere gilt einer Idee: das Weltanschauliche Minimum

mene Klarheit herrschen: Jede Bewegung wird das von ihr gewonnene Menschenmaterial zunächst in zwei große Gruppen zu sichten haben: in Anhänger und Mitglieder.

Aufgabe der Propaganda ist es, Anhänger zu werben, Aufgabe der Organisation, Mitglieder zu gewinnen. Anhänger einer Bewegung ist, wer sich mit ihren Zielen einverstanden erklärt, Mitglied ist, wer für sie kämpft. Der Anhänger wird einer Bewegung durch die Propaganda geneigt gemacht. Das Mitglied wird durch die Organisation veranlasst, selbst mitzuwirken zur Werbung neuer Anhänger, aus denen sich dann wieder Mitglieder herausbilden können. Da die Anhängerschaft nur eine passive Anerkennung einer Idee bedingt, während die Mitgliederschaft die aktive Vertretung und Verteidigung fordert, werden auf zehn Anhänger immer höchstens ein bis zwei Mitglieder treffen. Die Anhängerschaft wurzelt nur in der Erkenntnis, die Mitgliederschaft in dem Mute, das Erkannte selbst zu vertreten und weiter zu verbreiten. Die Erkenntnis in ihrer passiven Form entspricht der Majorität der Menschheit, die träge und feige ist. Die Mitgliedschaft bedingt aktivistische Gesinnung und entspricht damit nur der Minorität der Menschheit.

Feindliche Propaganda

Feindliche Propaganda

Die Propaganda wird demgemäß unermüdlich dafür zu sorgen haben, dass eine Idee Anhänger gewinnt, während die Organisation schärfstens darauf bedacht sein muss, aus der Anhängerschaft selbst nur das wertvollste zum Mitglied zu machen.  Die Propaganda braucht sich deshalb nicht den Kopf zerbrechen über die Bedeutung jedes einzelnen der von ihr Belehrten, über Fähigkeiten, Können und Verständnis oder den Charakter derselben, während die Organisation aus der Masse dieser Elemente sorgfältigst zu sammeln hat, was den Sieg der Bewegung wirklich ermöglicht.

Die Propaganda versucht eine Lehre dem ganzen Volk aufzuzwingen, die Organisation erfasst in ihrem Rahmen nur diejenigen, die aus psychologischen Gründen nicht selbst zum Hemmschuh einer weiteren Verbreitung der Idee zu werden drohen.

Die Propaganda bearbeitet die Gesamtheit im Sinne einer Idee und macht sie reif für die Zeit des Sieges dieser Idee, während die Organisation den Sieg erficht durch den dauernden, organischen und kampfesfähigen Zusammenschluss derjenigen Anhänger, die fähig und gewillt erscheinen, den Kampf für den Sieg zu führen. Der Sieg einer Idee wird um so eher möglich sein, je umfassender die Propaganda die Menschen in ihrer Gesamtheit bearbeitet hat und je ausschließlicher, straffer und strammer die Organisation ist, die den Kampf praktisch durchführt. Daraus ergibt sich, dass die Zahl der Anhänger nicht groß genug sein kann, die Zahl der Mitglieder aber leichter zu groß als zu klein sein wird.

Wenn die Propaganda ein ganzes Volk mit einer Idee erfüllt hat, kann die Organisation mit einer Handvoll Menschen die Konsequenzen ziehen. Propaganda und Organisation, also Anhänger und Mitglieder, stehen damit in einem bestimmten gegenseitigen Verhältnis. Je besser die Propaganda gearbeitet hat, um so kleiner kann die Organisation sein, und je größer die Zahl der Anhänger ist, um so bescheidener kann die Zahl der Mitglieder sein und umgekehrt: Je schlechter die Propaganda ist, um so größer muss und wird die Organisation sein, und je kleiner die Anhängerschar einer Bewegung bleibt, um so umfangreicher muss deren Mitgliederzahl sein, wenn sie überhaupt noch auf einen Erfolg rechnen will.

Die erste Aufgabe der Propaganda ist die Gewinnung von Menschen für die spätere Organisation; die erste Aufgabe der Organisation ist die Gewinnung von Menschen zur Fortführung der Propaganda. Die zweite Aufgabe der Propaganda ist die Zersetzung des bestehenden Zustandes und die Durchsetzung dieses Zustandes mit der neuen Lehre, während die zweite Aufgabe der Organisation der Kampf um die Macht sein muss, um durch sie den endgültigen Erfolg der Lehre zu erreichen.

  1. Grafenwalder
    January 25, 2011 at 5:29 pm

    Und was schließen wir nun daraus?

    • January 26, 2011 at 9:45 am

      Lieber Leserblogger-Kamerad Grafenwalder,

      vergleich es doch bitte mit der aktuellen Lage.

      Überall gibt es Alpha-Männchen, die man aber sofort wieder abschießt, weil andere, vermeintliche Alpha-Männchen daherkommen.

      Überall gibt es Mitglieder und Pöstchen, aber eine viel zu kleine Anzahl von Anhängern.

      Es geht, das habe ich bei der Idee zur Familienhilfe gemerkt, direkt und zuerst ums Organsieren, bevor man die Idee überhaupt bekannt macht.

      Es haben sich die Leute die Finger wund geschrieben, alles zu zerreden und den kleinsten Fehler auszumerzen. Hätten sie nur die Hälfte der Energie darauf verwendet, W E R B U N G zu machen, wären wir viel weiter.

      So ist es auch im täglichen Leben. Ich verteile stets kleine Flugzettel, die man auch hier auf dem Blog abrufen kann. Einmal habe ich im Urlaub ein Plakat von Nationalen an einer Bushaltestelle gesehen.

      Meinst Du, dass mir auch nur ein einziger Flugzettel eines Dritten in die Hände gefallen wäre. Eine Zeitschrift, die irgendjemand liegen lässt, die “rechts” ist? Irgendein Aufkleber (ein paar von PI habe ich gesehen)?

      Wir nehmen als Mitglied jeden, ohne auf seine Qualifikation zu achten. Das kann man in der Propaganda machen, aber nicht in der Organisation. Unsere Bewegung ist mitnichten ein führender und führungesfähiger Kader. Ich werde das in den nächsten Wochen herausstellen.

      D A R A N müssen wir arbeiten! Und diese Probleme gab es offenbar vor mehreren Jahrzehnten schon einmal und sie sind schon einmal gelöst worden. Also an die Arbeit!

  2. January 25, 2011 at 10:38 pm

    So machen das auch die Globalisten, die Kommunisten, die Theokraten und die Faschisten.

    Kleine elitäre Organisationen (Logen, Räte, Klerus, Rutenbündel) überschwemmen mit ihrer Propagandamaschine die Menschheit und sammeln beständig Anhänger und wählen aus diesen die Elite für ihre eigenen Orgas.

    Insofern ein guter Beitrag. Jedoch haben alle genannten eines gemeinsam: Sie sind totalitär. Sie sind – einmal an der Macht – nicht mehr durch den freien Menschen kontrollierbar und führen mit ihrer Macht den Großteil des Volkes ins Verderben.

    Das gilt auch für Hitler. Am Ende war er mit seiner Politik nicht erfolgreich und läutete statt der Rettung das langsame Armageddon für sein Volk ein.

    Keine der o.g. Formen eignet sich auf Dauer für eine WAHRE Befreiung des Volkes von Sklaverei, Willkür, Lüge und Betrug.

    • blacksun87
      January 25, 2011 at 11:24 pm

      Es wird doch nie etwas auf Dauer sein …

      Der Baum der Freiheit muss ab und zu mit dem Blut von Patrioten und Tyrannen getränkt werden. [Thomas Jefferson]

      • January 25, 2011 at 11:27 pm

        Das ist wohl wahr. Doch die Wahl der Mittel sollte uns nicht wieder direkt in den heroischen Untergang führen.

      • blacksun87
        January 26, 2011 at 12:05 am

        Naja was machen wir wenn die Leute nicht rechtzeitig aufwachen?

        Dann gibts demokratisch nicht mehr viel mit zu sprechen für die Deutschen…

        Jedenfalls will ich hier nicht alt werden..

  3. January 26, 2011 at 9:56 am

    @ Normalo:

    “q.e.d.” möchte man ausrufen: quod erat demonstrandum – was zu beweisen war!

    In was leben wir denn heute? In einem Unrechtsstaat, der Menschen für ihre Meinungen und Aussagen einsperrt, ausleuchtet und die Masse als Steuervieh missbraucht, bis auch der letzte deutsche vom Erdball verschwunden ist.

    Da werden Wahlen gefälscht, Spitzel eingesetzt und ein klima der Angst erzeugt.

    Egal, wie wir auf die Zustände reagieren wollen, parlamentarisch, per Volksaufstand, in Milizen; wir brauchen Anhänger und eine gute Propaganda!

    Ebenso brauchen wir eine gute, aber feine und kleine Organisation. Alles was groß und behäbig ist, wird zerschlagen. Schau Dir Tunesien oder Ägypten an. Irgendwer hat angefangen, zu twittern, Flugzettel zu verteilen etc. Dann strömten die Anhänger von überall her. Die eigentliche Organisation war eher klein und unscheinbar.

    Unabhängig, ob das nun “totalitär” ist oder nicht; all unser “demokratischer” Idealismus nützt uns nichts, wenn wir am Ende untergehen. Dem massiven Repressionsapparat der BRD muss Masse entgegengesetzt werden, denn sie können nicht 100 000 überwachen oder einsperren.

    ZU den anderen Schlüssen, die man aus dem Text ziehen kann (ich will hier nicht zuviel vorwegnehmen), siehe bitte meinen Kommentar zu Grafenwalder.

  4. January 26, 2011 at 12:20 pm

    “ist es zweckmäßiger, eine Idee zuerst eine Zeitlang von einer Zentrale aus propagandistisch zu verbreiten und das sich allmählich ansammelnde Menschenmaterial dann sorgfältig nach Führerköpfen durchzusuchen und zu prüfen.”

    Beachten wir dabei bitte, daß dieser Gedanke einer Zeit ohne die modernen Medien entstammt, auch Nichtführerköpfe wirksame Köpfe sein können, je nachdem, wo sie wirken. Militärischer Kadavergehorsam in der Politik ist nicht zeitgemäß, überholt, sogar schädlich.

    Dennoch ist der Gedanke nützlich:

    1. Die Idee wird formuliert, lebt, wächst zunächst im virtuellen Berich als “Zentrale”, ist dort weniger angreifbar als z.B. die NPD – Idee, die sozusagen im Wohnzimmer unserer Feinde lebt und verbreitet wird, wo sie jederzeit dem Fußtritt des Hausherrn ausgesetzt ist, während über ihr auch noch das Parteiengesetz wie ein Damoklesschwert schwebt und sie ständig zum Zwiespalt zwingt.

    2. Die Idee kann so besser heranreifen, sie wird nicht schon zu Anfang im Tageskampf verschlissen,durch Funktionäre verwässert, entwertet. Wir haben die Gelegenheit, sie “auszuwildern”, d.h. in die reale Welt zu entlassen, wann w i r dies wollen, wann wir den richtigen Zeitpunkt für gekomnmen sehen.

    3. Steht die Idee, dann kann sie ohne große Zugriffsmöglichkeit des Feindes personalisiert werden. Dazu hier keine Einzelheiten.

    4. Im Rahmen der Personalisierung tritt Dein, Voxpopuli, 4 – Säulen – Gedanke hinzu: Idee, Strategie und Kodex werden verbunden, stimmig gemacht. Dazu hier keine Einzelheiten.

    5. Idee, personelle Speerspitze, Strategie und Kodex gehen in die reale Welt von Propaganda und Organisation. Dazu hier keine Einzelheiten, aber ein Bild:

    Es steht vor uns ein weißer Lastwagen,- ähnlich Codreanus “Zicklein”:-)-,das ist die Idee, die uns in die Zukunft transportieren soll. Der Fahrer ist am Steuer, die Vorderbank ist mit Mitstreitern besetzt.

    W i r entscheiden, wer die Ladefläche besetzt – Schnüffler werden zwar aufspringen -, w i r aber entscheiden, w a n n losgefahren wird und in welche Richtung, welche Straßen wir benutzen,wie schnell wir fahren, wen wir von der Ladefläche wieder herunterwerfen, wann und wo wir anhalten..

    • February 2, 2011 at 10:34 pm

      @Vox

      Ohne eine langfristige systematische Arbeit, wie sie zb die Muslimbrüder in Ägypten machen, können wir im Ernstfall nicht auf 100.000 Mitstreiter vertrauen.

      Daher muss das was wir bauen auf festem Grund errichtet werden. Und ich stimme dir in Sachen Demokratie überein.

      Im Übrigen bin ich der Meinung, dass es auch eine Säule “Abwehr” geben MUSS.

      • February 3, 2011 at 11:23 am

        Tja, lieber Normalo – die Moslembrüder im Nahen Osten. Alles richtig. Doch diese Leute haben Rückgrat, sie haben gar den Enkel des Gründers als Prof. an einer englischen Uni, der Gastbeiträge im handelsblatt verfasst.

        Diese Islamisten haben eine Glauben, der ihnne über Folter und Ausgrenzung hinweghilft. Sie sind solidarisch.

        Und was sind wir? Wo ist unser Mut? Unser Glaube, unser Rückgrat?

        Wir lassen uns von Politikern regieren, die ihre Ehefrauen, tlw. mit kleinen Kindern, betrügen. Wir lassen uns steuerlich aussaugen etc. pp.

        Die Säule “Abwehr” (ich verstehe Dich richtig, wenn Du Spionageabwehr meinst, oder?) sowie die physische Säule sind noch Ideen.

        Mit Verlaub, aber mit dem vorfindbaren menschenmaterial sind wir noch ein ganzes Stück weit davon entfernt.

        Es muss dem Deutschen Volk offenbar noch schlechter gehen. Erst wenn ich keine fette Wampe mehr auf der Straße sehe, wird die Zeit wohl reif sein…. traurig, aber wahr.

        Bis dahin arbeiten wir am Fundament.

  5. January 26, 2011 at 12:25 pm

    Pardon: Bereich

    • VoxPopuli
      January 26, 2011 at 12:57 pm

      Wo sollte das ergänzt werden?

      • January 26, 2011 at 6:45 pm

        Ich hatte, Vox, unter Nr. 1., im virtuellen Berich statt Bereich geschrieben. Vielleicht änderst Du es direkt im Text. Danke!

  6. Berti Stein
    February 20, 2011 at 6:29 pm

    VoxPopuli :
    Tja, lieber Normalo – die Moslembrüder im Nahen Osten. Alles richtig. Doch diese Leute haben Rückgrat, sie haben gar den Enkel des Gründers als Prof. an einer englischen Uni, der Gastbeiträge im handelsblatt verfasst.
    Diese Islamisten haben eine Glauben, der ihnne über Folter und Ausgrenzung hinweghilft. Sie sind solidarisch.
    Und was sind wir? Wo ist unser Mut? Unser Glaube, unser Rückgrat?
    Wir lassen uns von Politikern regieren, die ihre Ehefrauen, tlw. mit kleinen Kindern, betrügen. Wir lassen uns steuerlich aussaugen etc. pp.
    Die Säule “Abwehr” (ich verstehe Dich richtig, wenn Du Spionageabwehr meinst, oder?) sowie die physische Säule sind noch Ideen.
    Mit Verlaub, aber mit dem vorfindbaren menschenmaterial sind wir noch ein ganzes Stück weit davon entfernt.
    Es muss dem Deutschen Volk offenbar noch schlechter gehen. Erst wenn ich keine fette Wampe mehr auf der Straße sehe, wird die Zeit wohl reif sein…. traurig, aber wahr.
    Bis dahin arbeiten wir am Fundament.

    Die Islamisten im nahen Osten haben vor allem nichts zu verlieren. Man nehme den Deutschen Hartz IV weg, am besten gleich das gesamte Sozialsystem, verteuere die Lebensmittel um wenigstens 150%, schaffe die totale Arbeitslosigkeit und Verelendung und besetze Deutschland mit einem tyrannischen Besatzer … und schwubs gingen die Deutschen auf die Straße, setzten Kinder in die Welt und fichten für ihre Freiheit und riskierten dafür ihr Leben.

    Deutsche Verzweiflung

    Nicht Mord, noch Brand, noch Kerker,
    Noch Standrecht obendrein,
    Es muß noch kommen stärker,
    Wenn’s soll von Wirkung sein.

    Zu Bettlern sollt ihr werden,
    Verhungern allesamt.
    Zu Mühen und Beschwerden
    Verflucht sein und verdammt.

    Euch soll das bißchen Leben
    So gründlich sein verhaßt,
    Daß ihr es weg wollt geben
    Wie eine schwere Last.

    Nur dann vielleicht erwacht doch
    In euch ein neuer Geist,
    Ein Geist, der über Nacht noch
    Euch hin zur Freiheit reißt

    Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874)

  7. February 21, 2011 at 1:59 pm

    Lieber Berti,
    die gallopierende Inflation werden wir hier bald auch haben 😉 Aber in dem Gedicht steckt viel Wahres drin. Die Deutschen sind wohl das Volk, das am meisten an seiner Obrigkeit klebt. Gib ihnen eine Parole und sie werden selbst ihren Landsmann auf das Bitterste verfolgen (frei zitiert nach Napoleon).

    Man kann nur hoffen, dass vieles sehr schnell schlechter wird – sonst kann sich selbst das deutsche Volk nicht mehr befreien…

  8. DLC
    May 3, 2011 at 1:07 pm

    ich würde nicht auf die Hoffnung setzen, dass alles schlechter wird.

    Die Ereignisse werden von der EU bzw. USrael gesteuert und wenn der große Knall kommt, gibt es noch größere Undurchsichtigkeiten und Risiken.

    Ja, das Volk wird aufstehen, aber die technischen Möglichkeiten hat es nunmal nicht.

    Allein wenn der Strom flachfällt liegt die gesamte Kommunikation und überhaupt die Technik bei den Besatzern.

    Ich sehe drei Szenarien.

    Entweder jammern wir ewig weiter, bis wir und unsere Nachkommen nach und nach verschlungen werden.

    Oder es kommt ein großer Knall, der jedoch bewusst provoziert wurde um “mal so richtig aufzuräumen” weil es den Besatzern nicht schnell genug geht oder die Menschen mittlerweile zusehr aufwachen. Dann kämpft jeder für oder gegen irgendetwas, alle Gruppen werden ausbluten, die Panik wird ihr übriges tun und vielleicht kommt eine “nationale Erhebung” die jedoch in Wahrheit nur Illusion ist, weil die fähigen Köpfe gefallen sein werden und die Erhebung nur Propagandagerüst zur vollständigen Einnahme ist.

    Oder das Aufwachen hat Erfolg und eine von außen herbeigeführte Eskalation wäre auf die wahren Verursacher zurückzuführen… Es gibt ja immer noch eine Weltpolitik und ausgleichende Kräfte vor denen Sie den Schein wahren müssen.

    Ich halte jedenfalls jede Eskalation für gefährlich, weil sie auch noch die letzte Orientierung hinwegfegen wird. Und mann muss sich bewusst machen, dass alles von oben gesteuert wird, die Bild-zeitung hetzt nicht ohne Grund, während gleichzeitig Toleranz gepredigt wird. Es entehen Spannungen, aber die dürfen sich nicht in einer Eskalation entladen, sondern in einer harmonischen Neuordnung unter Mitwirkung möglichst großer Bevölkerungsmassen.

    Ja, die Idee muss vorrausgehen aber der Idee müssen alle folgen können.

    • May 3, 2011 at 1:45 pm

      Im Moment tritt eher Szenario 1 ein…

      Die Weltpolitk sollten wir indes nicht unterschätzen; Putin hat sich etwa sehr kritisch geäußert mit Blick auf die “Kreuzzugsmentalität” beim angriff auf Libyen. Ebenso die Chinesen, die sehr klug vorgehen und sich in Stellung bringen. Auch Brasilien will eine eigene Rüstungsindustrie aufbauen.

      es ist also einiges in Bewegung und “good old europe” wird sich umsehen müssen. Gerade wir Deutsche können historisch sehr gut an eine harmonische Bezihung zu Russland anknüpfen – das hätte für beide Vorteile.

      Wenn wir in der BRD aufräumen, brauchen wir auf jeden Fall eine ruhige außenpolitische Lage, die es uns erlaubt, unsere Hausaufgaben zu machen. sonst kommt tatsächlich der dritte punische Krieg…

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