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Lehren aus Sachsen-Anhalt (mit Videos)

Wahl Sachsen-Anhalt

Wahl Sachsen-Anhalt - Nachlese

Viel ist bereits zur Wahl in Sachsen-Anhalt geschrieben worden. Die Wogen haben sich etwas geglättet; nun gilt es eine Analyse zu vollziehen. Analysen haben schon andere vorgenommen; teilweise etwas zu kritisch aus Sicht der ehemaligen DVU, teilweise nicht selbstkritisch genug. Ich werde versuchen, sowohl positive als auch negative Zustände und Wahlereignisse zu kommentieren. Die Lehren aus der Wahl kommen dabei nicht zu kurz.

1. Gefestigte Klientel

Unabhängig von der Aufstellung eines Kreiskandidaten hat die NPD gute 4-5 % in beinahe jedem Wahlkreis erzielen können. Es gibt also ohne Sympathie vor Ort die Möglichkeit, den Einzug zu schaffen.

2. Problematik in den Großstädten

Das gelingt bisweilen sogar in manchen Wahlkreisen der Großstädte, siehe etwa das Ergebnis von Christian Schwidder in Magdeburg I mit 4,0 %. Hier muss aber mehr kommen. Zum einen durch junge Kandiaten; aber auch in gewissen Teilen mit einem “moderneren” Programm. Was das Müttergehalt für das Land ist, müssen nationale Kitas und Sicherheit in der S-Bahn in der Stadt sein.

3.Vorteile durch Sympathie-Kandidaten vor Ort

Kommen jedoch markante Kandidaten in den einzelnen Wahlkreises hinzu, kann der Prozentsatz über das Landesniveau gehoben werden.

a) Man nehme etwa Hans Püschel, der für ordentlich mediale Aufmerksamkeit gesorgt hat und in seinem Wahlkreis Hohenmölsen-Weißenfels 6,5 % geholt hat. Er liegt damit vor den Grünen und gleichauf mit den Freien Wählern.

b) Oder Lutz Battke im Kreis Nebra, der 9,1 % errang und damit an Position 4 hinter den drei “großen” Parteien in Sachsen-Anhalt rangiert. Dass hier Sympathiewerte eine Rolle gespielt haben, sieht man auch daran, dass die NPD bei den Zweitstimmen im Wahlkreis “nur” 8,4 % geholt hat. Lutz Battke hat demnach zwar den Wert der NPD steigern können, aber nicht bis auf seine persönliche BEliebheit anheben können.

c) Und nun zu einem Thema, welches wir viel zu lange vernachlässigt haben: die Frauen!

Judith Rothe

Judith Rothe - ein nettes Gesicht der NPD

Ich gedenke schon seit einem Jahr, diese “fünfte Säule” zu beleuchten. Sachsen-Anhalt zeigt, wie wichtig dies ist. In Sangerhausen holte Judith Rothe bei den Einzelstimmen 6,0 % und ist damit vor den Kandidaten der FDP und der Grünen. Bei den Zweitstimmen waren es dann auch 6,5 % für die NPD . Ähnlich verhält es sich in Zeitz mit Christel Kasprzyk, die ebenfalls 6,0 % bei den Erststimmen und 6,4 % bei den Zweitstimmen holte. (Junge) Frauen sind also ein Geheimrezept, der NPD ein modernes Bild zu geben.

4. Bindung der Jungwähler – Vereinbarkeit von Familie und NPD

Die NPD ist seit Jahren die jüngste Partei und hat unter den Jungen den meisten Zuspruch. Diese Wähler und Anhänger können aber nicht gebunden werden. Sie bleiben nicht bei der NPD. Das ist, gerade in Zeiten der Vergreisung, ein enormes Problem. Auch hier spielen die Frauen wieder eine herausragende Rolle! Die jungen Männer, die mit 18 völlig berauscht von Deutschland sind und am liebsten alles dafür opfern würden, werden irgendwann Vater (oder sie bleiben erfolglose Gesellen, die mit 40 Jahren immer noch verkrampft jung daherkommen). Oder sie finden jedenfalls eine Frau, die mit dem bisherigen Aktionsformen nicht einverstanden ist. Das hat weniger etwas mit “linken” Frauen zu tun, als mit der Tatsache, dass Frauen zumeist sicherheitsorientiert sind. Da kommt es nicht gut, wenn der Mann sich auf waghalsige Aktionen einlässt, sich in strafbare Handlungen verstrickt und damit kein Ernährer der Familie sein kann.

Die NPD muss also hier zusehen, wie sie tatsächlich eine Familenpartei wird. Denn momentan ist es mit sehr viel Stress verbunden, NPD-Arbeit und Familie zu vereinbaren. Das ist ja auch der Grund, warum sehr viele junge, gebildetet Leute, die diesen Konflikt vorausahnen, erst gar nicht richtig einsteigen. Aber das ist ein Thema für sich.

Die NPD jedenfalls muss hier ansetzen, auch Themen, die Familien und Ältere beschäftigen stärker in den Fokus zu rücken. “Raumorientierte Wirtschaft” reicht da nicht. Das muss konkreter werden. Ebenso die Finanzierung des Müttergehalts. Man muss dafür die Zahl der Mütter heranziehen und die Kosten etwa durch Einsparungen bei der Entwicklungshilfe oder sontigem ausgleichen. Es muss ein konkreter Vorschlag gemacht werden, der mit Argumenten unterfüttert wird.

Gleiches könnte man zur Idee der geteilten Sozialversicheurngssysteme sagen, die von der FPÖ befürwortet wird. Auch bei diesem Thema ist es natürlich keine Schande, bewährte Konzepte aus dem Ausland zu kopieren.

Kletterkurse und Singvereine sind ein sehr guter Anfang; es muss sich nur verstärkt in Familienfahrten und Skatrunden fortsetzen.

5. Flächendeckende Aufstellung von Kandidaten

Judith Rothe gab bekannt, dass sie in ihrem Wahlkreis bei der Auszählung der Stimmen erhebliche Unregelmäßigkeiten festgestellt hat. So kamen NPD-Stimmzettel auf den Posten der FDP. Sie musste gar die Polizei alarmieren, damit der Wahlbetrug (kein Wunder bei den ganzen StaSi-Leuten bei SPD und CDU in Mitteldeutschland) bereinigt werden konnte. Hier ist seitens der NPD im Übrigen auch alles in Bewegung zu setzen, damit solche Vorfälle aufgedeckt werden, z.B. Meldung dieses Vorfalls bei der OSZE oder Anzeigeerstattung, falls der Vorsatz nachweisbar ist.

Dieser Vorfall zeigt aber auch etwas ganz anderes: Dort wo Einzelkandidaten um ihren Stimmanteil ringen, findet eine Kontrolle statt. Diese Personen werden dann schon dafür sorgen, dass sie im Auszählbüro vor Ort sind. Deshalb muss es gelingen, in jedem Wahlkreis einen eigenen Bewerber aufzustellen. Es muss in jedem Wahlkreis jemand vor Ort sein, der sich verantwortlich fühlt.

6. Kommunale Verankerung

Der Weg dorthin lautet: kommunale Verankerung! Das ist auch das Ziel für die nächsten Jahre. Die Altparteien werden Programme gegen Rechts auflegen, um sich die lästige Konkurrenz vom Halse zu halten. Dagegen kommt man nur an, wenn man persönlich vor Ort bekannt und beliebt ist. Das zeigt der Fall Lutz Battke. Je besser man vor Ort verankert ist, umso leichter werden sich Kandidaten finden. Sie geben der NPD vor Ort ein “mildes” Gesicht. Dass heißt, das in den Medien gezeichnete NPD-Bild muss den Menschen vor Ort als Zerrbild erscheinen. Nur so können wir die Macht der Medien eindämmen.

7. Mehr Wirtschaftskompetenz

Wirtschaft in den Vordergrund!

Wirtschaft in den Vordergrund!

Gerade in Sachsen-Anhalt, dem Land der Frühaufsteher, die gen Westen müssen, hätte man mehr Wirtschaftskompetenz zeigen müssen. Sicher sind die Themen Bildung, Atompolitik, aber auch Demographie und Abwanderung wichtig. Aber sie berühren, so misslich das sein mag, den Einzelnen nicht. Der Einzelne ist ein Stück weit auch immer Egoist. Die knappen 5 %, die die NPD erreicht, die denken womöglich ans Gemeinwohl. Der Rest, insb. unter den Nichtwählern denkt: Was springt für mich dabei heraus? Dieses individualistische Gefühl muss besser bedient werden. Zum Beispiel durch eine Mittelstandoffensive zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Oder dem Ausbau einer bestimmten Technologie, bei der Sachsen-Anhalt Spitzenreiter werden kann (siehe etwa die Chipindustrie in Dresden oder der Leuchtturm Jena).

8. Den Einzug nicht vorwegnehmen!

Die NPD ist leider hingegangen und hat einen “Einzug mit Ansage” versprochen. Das könnte bei einigen gar das Gefühl erzeugt haben: die schaffen es auch ohne meine Stimme. Die modernen Wahlkämpfe sind aber Mobilisierungswahlkämpfe. Da darf man das erhoffte Ergebnis nicht vorwegnehmen, um die Motiviation auf einem Maximum zu halten.

9. Schulung des Personals

In Sachsen-Anhalt, und das muss mal gelobt werden, hatte man ein gutes Personal im Angebot. Sicher, kleinere Fehler gab es noch, etwa ein Kandidat, der auf Youtube Videos einstellte, bei denen er unter einem weißen Hemd ein schwarzes T-Hemd trug. Nichtsdestotrotz holte er kanppe 6,0 %.

Das Personal muss insgesamt geschult werden. Etwa in Fragen der Beantwortung von vergangenheitsbezogenen Fragen (der billigste aller Journalistentricks) oder der Frage nach der Finanzierbarkeit der Vorhaben (als ob das die Altparteien immer wüssten).

10. Netzseite besser bewerben

Gerade die Jugend entscheidet ihre Wahl im Netz. Das zeigen nicht nur amerikanische Wahlen, sondern auch die zunehmende Wichtigkeit des Wahl-O-Mat. Deshalb sollte überall eine länderspezifische Netzadresse (nicht nur npd.de) angegeben werden. Dazu hätte das “Heyder räumt auf”-Spiel gepasst. So etwas muss verstärkt werden. Und wieso nicht im Wahlkampf Famlienfeste, Ausflüge für Jugendliche eines Viertels etc. Wer so etwas macht und sich tatsächlich in strukturschwachen Regionen kümmert, der kann Tausende von Flugblättern sparen. Solche Aktionen gilt es natürlich auch nach der Wahl fortzuführen.

11. Essen für das Volk statt Diäten für die Bonzen

Sehr schön fand ich die Aktion mit dem Imbisswagen, bei dem die Bürger auf Kosten der NPD Essen erhielten. Die NPD muss die Kümmerer-Partei werden. Nah am Volk; mit Volkes Sprache. So muss man es machen. Auch diese Aktion hat langfristige Wirkungen, langfristige Bindungen an die Partei. Wenn die NPD nicht von kurzfristigem Protest abhängen will, dann muss sie Stammwähler an sich binden. Und das gelingt über solche Aktionen wunderbar. Die NPD muss dort Platz greifen, wo BRD-Strukturen wegfallen.

12. Gegenspionage

Sachsen-Anhalt hat aber auch gezeigt, dass die Gegner, die Feinde des Volkes, mit sehr subtilen und gut geplanten Mitteln vorgehen. Sie sind zu jeder Schmutzkampagne bereit. Deshalb müssen auch wir gewappnet sein. Jeder hat Leichen im Keller – und zur Not müssen wir eben welche hineinlegen, so wie es die Altparteien tun. Es gibt in unseren Reihen genug IT-Spezialisten, die bestimmtes Material auf Rechner von Spitzenkandidaten bringen könnn. Oder ebensolche Foren fingieren können, wie es die Linkspartei tat.

Es gibt auch Leute, die offene Rechnungen mit Spitzenkandidaten der Altparteien haben; alte Schulfreunde, die im Stich gelassen wurden, ehemalige Geliebte etc. Hier gilt es zu wühlen, damit man im Bedarfsfall auch etwas in der Schublade hat.

Abschließend ein Video, das gute Konzepte noch einmal zusammenfasst:

  1. Europium
    March 22, 2011 at 1:35 pm

    Wo kann ich unterschreiben? Du sprichst mir aus der Seele! Insbesondere das Vater-Thema bildet zu 100% ab, in welchem Dilemma ich mich befinde. Die freie Entfaltungsmöglichkeit nimmt konträr mit der Nähe zur NPD ab, und letztens Ende ist mir meine Frau und mein Kind und eine intaktes Familienleben wichtiger die Politikarbeit, und diese wird dann vernachlässigt, so schwer es mir auch fällt.

    Hier muss dringend angesetzt werden, damit auch die NPD innerhalb der Familie kein Tabu mehr sein muss, und auch niemand mehr um NPD-nahe Angehörige Angst haben muss. Nur die NPD zu wählen, reicht nicht. Ich könnte Mitglied sein, Kandidat sein, Informant, Wahlkampfhelfer und Aufklärer sein, aber nicht im direkten Kontakt zum sozialistischen Flügel und damit im Spagat zur Familie!

    • March 23, 2011 at 8:58 pm

      Lieber Europium,

      deshalb greift das System ja auch an dieser Stelle an. Jeder, der über eine Beteiligung an der NPD nachdenkt, wird diese Überlegungen anstellen. Deshalb werde ich bald meine fünfte Säule – die Frauen – vorstellen. Aber das will durchdacht sein und muss noch etwas warten.

      Die NPD muss mehr UNTERGRUPPEN nach dem Vorbild der FPÖ aber auch anderer Parteien einrichten. Da kann jeder sein Grüppchen finden – vielleicht auch als Vorfeldorganisation ohne Parteimitglied. Das wäre ohnehin ein Thema, was man schnell und unkompliziert seitens der NPD einrichten könnte.

    • March 24, 2011 at 9:28 am

      Lieber Europium,

      wenn es denn einen “sozialistsichen”Flügel bei uns gäbe, gehörte ich bestimmt nicht dazu. Sozial im Sinne von Volksgemeinschaft ja- aber nicht sozialistisch.
      Aber ich werde genau so geächtet wie die angeblichen Sozialisten.
      Machen Sie sich doch nichts vor.
      Ihre eigentlich verständliche Angst hindert Sie irgendwie über die Tastatur hinaus aktiv zu sein.
      Alles was irgendwie nach national in der BRD aussieht, wird durch dieses Regime geächtet und verfolgt, also machen Sie sich nichts vor.
      “Untergruppen” träfe dasselbe Schicksal, das an VP 2

  2. Worch
    March 22, 2011 at 2:33 pm

    @ Vox populi:

    Auf DeutschlandEcho schreibst du in einem Kommentar:
    (Zitat Beginn)
    22. March 2011 at 13:59 | #85
    Reply | Quote

    Naja, die Analyse ist etwas sehr kritisch; vielleicht auch noch aus dem DVU-Winkel geschrieben. So ganz ist Herrn Worch die Freude über das Scheitern nämlich zwischen den Zeilen nicht entgangen.

    Ich habe mal eine objektivere Analyse geliefert – gerne auch als Beitrag für die Hauptseite😉

    https://voxpopuliblog.wordpress.com/2011/03/22/lehren-aus-sachsen-anhalt-mit-videos/
    (Zitat Ende)

    Erst einmal zu “etwas sehr kritisch”:

    Ich kenne die NPD seit 1977. Ich beobachte bei ihr über diesen Zeitraum hinweg im wesentlichen immer wieder die gleichen Fehler; unabhängig von der jeweiligen Führung, von mal günstigeren und mal weniger günstigeren äußeren Umständen und sonstigen Faktoren. Gleich vielen anderen, die außenstehend sind, aber früher langjährig, teilweise jahrzehntelang Mitglieder waren oder zumindest über längere Zeiten ähnlich eng mit der NPD zusammen- bzw. für sie gearbeitet haben, sehe ich den NPD-Apparat als belehrungs- und beratungsresistent an. Mein aktueller Ansatz (in der Analyse der vorgestrigen Wahl) war also insofern eher milde Kritik als “etwas sehr kritisch”. Wollte ich über die NPD “etwas sehr kritisch” schreiben, dann bliebe mir als Stilmittel nur noch die Polemik.

    Zu “vielleicht aus dem DVU-Winkel geschrieben”:

    Ich schreibe bisweilen für die Netzseite der Rest-DVU oder den “dissidenten Flügel” oder wie du ihn nennen möchtest. Das ist leicht nachvollziehbar, weil von mir stammende Beiträge mit “CW” gekennzeichnet werden, dieses Kürzel für keine Beiträge außer denen von mir verwendet wird und Beiträge von mir auch unter keinem anderen Kürzel erscheinen. Wenn ich für die Rest-DVU-Seite schreibe, tue ich das exklusiv, heißt also, solche Beiträge sind von mir für keine andere Seite freigegeben und werden von mir auch nicht anderweitig verbreitet. (Außer in seltenen Einzelfällen als Ausdruck an Kameraden, die kein Internet haben.) – Die Analyse des Wahlergebnisses in Sachsen-Anhalt ging über meinen Rundmailverteiler und ist auf meiner eigenen Netzseite http://www.worch.info zu finden. Regelmäßige Empfänger meiner Rundmails wissen, daß diese – wenn es nicht ausdrücklich anders vermerkt ist – “gemeinfrei” sind, also von jedermann für jede beliebige Publikation oder Netzquelle verwendet werden dürfen. Das hat in Auszügen Gensing für seine Netzquelle http://www.npd-blog.info getan, und das hat Lazar in seinem Beitrag für DeutschlandEcho getan. Diese Analyse war insofern nicht “aus dem DVU-Winkel” geschrieben.

    Zu “Freude nicht entgangen”:

    Ich sehe das mit gemischten Gefühlen. Richtig ist jedenfalls, daß ich nicht traurig darüber bin, daß die NPD nicht seit vorgestern in einem dritten Landtag vertreten ist. Und ich werde – höchstwahrscheinlich! – auch nicht traurig sein, wenn sie in einem halben Jahr in Mecklenburg-Vorpommern herausfliegt, was ich für wahrscheinlicher halte als einen Wiedereinzug. Grund dafür ist, daß ich schon seit Jahren der NPD zunehmend überdrüssiger bin und seit dem 12. 12. 2010 ihr gegenüber schon geradezu Ekel empfinde. Das Faß meines Unmuts hat sich über viele Jahre hinweg Tropfen für Tropfen gefüllt, und jetzt ist der Rand erreicht. Das ist insofern bedauerlich, weil es bei der NPD eine ganze Menge menschlich sehr anständiger und rein idealistisch motivierter Menschen gibt, aber mit dem Versuch der Trennung in – schlicht ausgedrückt – “eine gute und eine schlechte NPD” bin ich durch; habe ich beinahe ein Jahrzehnt lang gemacht. Es bringt nur nichts. Denn wenn man die positiven Kräfte in der NPD unterstützt und mit ihnen kooperiert, stärkt man damit zugleich die NPD in toto, und es kommt insofern auch den negativen Kräften in der NPD zugute. Das, was der “organisator” im Schnelldurchlauf mit seinem Konzept erlebt hat, hat sich bei mir über viele (rund zehn) Jahre hinweggezogen, aber das Ergebnis ist letztlich gleich. Und auch wenn im Leben wie in der Politik nichts wirklich unmöglich ist: Ich glaube nicht, daß ich noch eine grundlegende Veränderung der NPD erleben werde, und wenn ich 90 oder 100 würde.

    Christian Worch

    • March 23, 2011 at 9:29 am

      Lieber Herr Worch @2,
      Ihre Kritik an uns, der NPD kann ich durchaus nach vollziehen. Wahrscheinlich könnte ich als Mitglied noch die ein oder andere Ergänzung anbringen, was ich aber nicht möchte.

      Aber jetzt kommt das aber, Herr Worch.

      Welche Alternativen sehen Sie denn?

      Die von Ihnen unterstützten Aufmärsche sind es nicht.
      Kameradschaften, die sich in der Regel nach längstens 3 – 4 Jahren zerlegen sind es auch nicht, bei aller Sympathie von meiner Seite diesen jungen Kameraden gegenüber.
      Dafür habe ich in meinem politischen Leben zuviele Gruppierung sich auflösen gesehen.
      Ihre juristischen Erfolge hängen ohne entsprechende “Indianer” in der Luft. Ein Häuptling ohne ” Krieger” bewegt letztlich nichts, das mußten Sie ja auch bei verschiedenen Gelegenheiten erkennen. Sie erinnern sich bestimmt.

      Die diversen Blogs und Diskussionsstränge hier und anderswo sind anregend, aber auch nicht mehr, da die Teilnehmer in der Regel ( man möge mir verzeihen) über gut gemeinte Ratschläge hinaus zu feige sind sich einzusetzen oder auch nur Geld in die nationale Idee zu stecken.
      Die durchaus lesenswerte Analyse von Vox Populi bestärkt mich in dieser Beurteilung.
      Ihre Bewertung sehe ich anders, da Sie nun zweifellos ein einsatzbereiter Mann sind.
      Auf die NPD zu schimpfen ( durchaus oft mit Recht ) und ihre Fehler und Unzulänglichkeiten aus zubreiten erfreut aber höchstens den politischen Gegner.

      Als unser gemeinsamer Kamerad Jürgen Rieger, den ich seit den 70er Jahren näher kannte, kurz vor seinem Tod Mitglied der NPD wurde, habe ich ihn gefrozzelt ( das konnte man bei ihm als Freund sehr gut ) was er denn jetzt bei uns suchen würde, er wäre doch schon vernünftig geworden, während ich vor langem im jugendlichen Überschwang in die NPD eimgetreten wäre.
      Jürgen erwiderte mir, die Schwächen der NPD würde er durchaus kennen, allerdings wäre die Lage unseres Volkes so verzweifelt, dass er jetzt seine Bedenken über Bord werfen würde und einträte, da er in dieser kleinen NPD die letzte Hoffnung für unser Volk sehen würde, dahinter würde nichts mehr kommen.

      Ich musste ihm recht geben. Leider??!!

      • March 23, 2011 at 8:29 pm

        Wieso immer Geld oder offener Einsatz? JEder an seiner Stelle. Ich schlage hier z.B. immer die Verteilung von Flugzetteln vor.

        Im Übrigen ist das sehr effektiv, vor allem, weil dort nicht direkt “NPD” drauf steht. Man muss es auch subtil angehen.

        Außerdem müssen Sie mir schon meine Wege überlassen. Ohne hier zuviel zu sagen, aber juristisch habe ich schon einiges für “Szene”-Mitgliede getan. Abermals: Jeder an seiner Stelle.

        Und nun sind es auch “Kameraden” wie Rieger, die völlig abschrecken. Seine Faselei von Neger-IQ´s kann man ja in einer Bierrunde machen, aber nicht in der Öffentlichkeit. das war mehr als plump und lockt niemanden hinter dem Ofen hervor. Insofern darf Kritik auch angebracht werden; DAMIT endlich mehr Leute kommen.

      • derbetroffene
        March 24, 2011 at 8:26 am

        Genau da möcht ich auch ansetzen, bzw. möchte ich fragen angesichts der Situation Deutschlands:
        Was, wenn nicht die NPD? Hier ist nichts außer Bürgebewegten, aber denen geht D grundsätzlich am Ars… vorbei. Die wollen nur mehr für ihre Kommunen vom Kuchen abhaben, was dann wieder woanders fehlt.
        Wer und WO von nennenswerter Relevanz sfindet oder sucht den Weg zu einer besserung des Systems?
        Fusion und Namensänderung, um den Nazi-Nymbus los zuwerden. Ja wunderbar, würde mindestens plus 5% bringen, wenn die Neuen nicht gleich den selben Nymbus umgehenkt bekämen. Und was dann, Ergebnis gleich Pyrrhus?! Außer Spesen…
        Weiß jemand den Ausweg???

      • Unzufrieden
        March 25, 2011 at 2:06 pm

        @ NPD-KV

        Die Frage ist doch will das deutsche Volk in seiner Gesamtheit dass ihm geholfen wird? Ist es nicht recht zufrieden mit seiner Lage? Wenn wie in Nordafrika die Leute 60-70% ihres Einkommens für Essen ausgeben und plötzlich die Lebensmittelpreise um 100% steigen, dass ist eine verzweifelte Lage. Aber hier? Die Mehrheit will doch nicht geholfen werden. Du wirst es sicher auch schon erlebt haben, jede nationale Andeutung in einem Gespräch, sei sie noch so ironisch gemeint, wird misstrauisch beäugt. Dann müssen sie eben in ihrer so geliebten Multi-Kulti-Jauche untergehen. Den Lauf der Welt bestimmen sowieso andere Leute. Irgendwie geht es weiter mit der Menschheit, ob mit oder ohne deutsches Volk ist völlig irrelevant. Übrigens wenn Du IHN gelesen hast dann müsstest du wissen dass auch ER resignierend über seine Agitationsversuche an den Deutschen in der unmittelbaren Nachkriegszeit der Weimarer Republik schreibt. Das Heute und das Gestern ähneln sich also. Besser ist es sich vorzubereiten, Essensvorräte, Benzinvorrat anlegen, legale Waffen kaufen zur Selbstverteidigung. Mehr kann man nicht machen. Die NPD wird uns nicht retten, im Gegenteil mit ihrer Sozialtümelei stabilisiert sie noch das System.

  3. Universum
    March 22, 2011 at 3:19 pm

    Eins ist klar, die NPD sollte nicht nach dem Motto “nach der Wahl ist vor der Wahl” einfach weitermachen, sondern muss auch mal in sich gehen und gründlich analysieren, was man verbessern kann. Dass es noch viel zu verbessern gibt, ist ja kein Geheimnis, und eigentlich stimmt es positiv, weil wir dadurch noch viel Spielraum nach oben haben🙂

    Manche Fehler fallen eben auch erst nach der Wahl auf. Daraus muss man einfach lernen.

    Hier lese ich wieder viele gute Ideen, hinzufügen würde ich noch, dass es nicht verkehrt wäre, auch in S-A diese Regionalzeitungen ins Leben zu rufen (wie in Thüringen), denn so bleibt man mit den Bürgern auch außerhalb der Wahlen in Kontakt (im Gegensatz zu den Altparteien!).

    Zu Punkt 12 wäre m.E. wichtig, in erster Linie Gegenstrategien zu entwickeln, damit man – sobald sowas wie ein “Junker Jörg”-Skandal auftritt – sofort mit wirksamen Gegenargumenten und glaubhaften Stellungnahmen kontern kann, am besten gleich innerhalb einer Stunde. Bisher war es ja leider so, dass die NPD zu solchen Vorwürfen erst mal lange Zeit schwieg, was dann natürlich die Spekulationen zun Ungungsten der NPD befördert und den Eindruck erweckt, man sei eiskalt erwischt worden bzw. die Verwürfe seien wahr, allein schon weil die NPD ihnen nicht widerspricht…

    Zu Punkt 7 erinnere ich mich gerade an so einen Artikel auf Bunzelrepublik, wo jemand Heyder die Frage gestellt hatte, wie die NPD denn die Arbeit nach S-A holen wolle usw. – und eine Antwort bekam, die außer Sympathisanten niemanden überzeugt hat. Ich glaube, es kommt gerade den normalen Bürgern durchaus auf überzeugende Argumente zu Wirtschaftsfragen an. Man spricht der NPD Kompetenz in Ausländerpolitik zu, aber in Wirtschaftspolitik? Da könnte man mal nachlegen…

    Auch fällt mir auf, dass das Frageportal “abgeordnetenwatch” von der NPD kaum genutzt wurde, etliche Kandidaten haben ihre Fragen überhaupt nicht beantwortet. Wenn sich schon mal die Möglichkeit der kostenlosen Darstellung eigener Positionen bietet, sollte man sie doch nutzen, auch wenn man aus Zeitgründen nur etwas Kurzes schreibt!

    • March 23, 2011 at 9:09 am

      Nur als kurze Frage: Ich meine in Erinnerung zu haben, dass man es den kandidaten auf abgeordnetenwatch auch nicht unbedingt leicht macht seitens der Administratoren. Aber das kann ich nicht belegen.

      Sollte dies nicht so sein, müsste man das tatsächlich ausbauen.

      Das mit den Regionalzeitungen ist eine sehr gute Idee! Hätte Punkt 13 werden können😉

      • Universum
        March 23, 2011 at 11:27 am

        Die Zensur ist da schon recht hart. Heyder wurde da ja auch gesperrt, ABER… das ist ja nicht das erste Mal, dass der NPD auf Abgeordnetenwatch sowas passiert. Von daher hätte man schon wissen können, dass man da nicht unbedingt so auf den Putz hauen muss.

        Bei Fragen zu E10, Schauspiel in Sachsen-Anhalt, Schaffung von Ausbildungsplätzen, Verwaltungsreform, Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken usw. ist es doch gut machbar, eine einwandfreie Antwort zu geben und somit Bürgernähe und Kompetenz zu zeigen.

        Hier kann man die Fragen einsehen, einfach bei “Kandidierende nach Parteien” NPD auswählen:

        http://www.abgeordnetenwatch.de/kandidierende-618-0.html

      • derbetroffene
        March 26, 2011 at 3:44 pm

        Es fehlte eher an Fragen.
        hab zwar auch Einschränkungen erlebt, aber trotzdem wurden sie immer wieder frei gegeben.
        Hier muß man verbal abrüsten.
        Dies würdfe ich grundsätzlich der NPD in der Öffentlichkeit empfehlen!

  4. March 22, 2011 at 4:27 pm

    Eine durchaus lesenswerte Analyse. Allerdings glaube ich greift sie immer noch zu kurz.
    Dass wir junge Frauen brauchen, dass wir die Jungwähler fester an uns binden müßten, dass wir “Gegenspionage” betreiben müßten, dass wir dies und das machen müßten, das ist alles richtig.
    Aber, jetzt kommt das aber.
    Jemand, der sich öffentlich zu uns bekennt, wird in vielen Fällen seine bürgerliche Existenz gefährden, wer riskiert das schon?
    Ein Angehöriger des öffentlchen Dienstes wird in der Regel seine Stellung verlieren, wenn er sich bei uns engagiert, wer möchte das schon?
    Dieser Blog und Deutschlandecho sind doch ein beredtes Beispiel.
    Selbst diese weich gespülten ( meine ich nicht böse ) Kommentatoren und auch Sie Vox Populi trauen sich nicht sich zu ihrer Meinung öffentlich zu bekennen.
    Aber Sie erwarten, dass sich zur “kommunalen Verankerung” andere als Kandidaten in die Schlacht stürzen.
    Lieber Vox Populi, Ihre und auch die anderen tollen Ratschläge scheitern letztlich daran, dass es keine nationalen Milieus mehr gibt, die die bürgerliche Existenz unserer Mitglieder und Mitstreiter schützen würde.
    Alle bejubeln mit Recht unseren Kameraden Battke, dass er aber seine Existenz gefährdet und mit einer Vielzahl von Prozessen überzogen wird, die ihn wirtschaftlich ruinieren könnten, naja das wird eben von den gut Meinenden mit mitleidigem Kopfschütteln quittiert.
    Ich weiß von keinem, der ihm finanziell hülfe. Mit solchen und ähnlichen Problemen dürfen die nationalen Aktivisten und deren Familien allein fertig werden.
    Aber gute Ratschläge sind eben erheblich preiswerter als eigenes Engagement über die Tastatur hinaus.
    Nichts für ungut.

    • March 23, 2011 at 9:25 am

      Ja, nichts für ungut.

      Glauben Sie mir; ich bin mir der angesprochenen Problematik durchaus bewusst. Ich weiß, dass wir in einem Terrorstaat leben – im Gegensatz zu vielen PRO-Leuten, die immer noch glauben, durch hinreichende Abrgenzung könnte man den Folgen seiner polit. Meinung entgehen.

      Der Westdeutsche hat es ja in seinem Wohlstandsfett auch nie gelernt, seine Ideale auf die Straße zu tragen. Das wird sich nun bitter rächen. Und wir müssen warten, bis die Lage richtig prekär ist.

      Ich versuche deshalb, Wege aufzuzeigen für all jene, die etwas tun wollen und diejenigen an der Front unterstützen wollen. Etwa indem man wege findet, wie man anonym spenden kann. Es ist z.B. keine große Mühe Geld in Edelmetalle umzuschichten und diese dann anonym an die Partei zu senden. Gut, dann gibt es keine Spendenquittung – aber die wollte man ohnehin nicht beim Finanzamt einreichen. Fraglich ist bei diesem Verfahren nur, wie die Partei das dann in ihren Rechenschaftsberichten angeben muss.

      Die oben genannten Ratschläge bezogen sich auch vor allem auf Mitteldeutschland. Hier haben die Menschen gelernt, dass das Volk ein Regime stürzen kann. Sie sind nur vom Regen in die Traufe gekommen…

      Ich kann aber sehr wohl als Außenstehender (hier beurteilt man die Dinge oft unvoreingenommener) eine biologisch eindeutige sache ansprechen: Fehlende Haare waren noch nie in unserem Kulturkreis Zeichen von Stärke und damit attraktiv!

      Und daran kann jeder arbeiten.

      An der Sache mit der bürgerlichen Existenz müssen wir ale arbeiten. Auch hier bietet sich die Mittelstandsoffensive an. Wir müssen in den Kontakt zu den Unternehmern treten. Auch wenn das manche nationale “Sozialisten” abschreckt.

      Das gegen uns eingesetzt Terrorregime ist ja auch der Grund, warum viele sich zurückhalten. Deshalb müssen wir auch an der Vereinbarkeit von Familie und NPD arbeiten. Das ist elementar. Und hier liegt auch viel im Argen, weshalb uns die Jungwähler nicht erhalten bleiben. Euopium hat es angeregt.

      Da können die bisherigen NPD´ler auch viel tun. Wenn ich bei denen nach der Arbeit im Anzug auftauche, werde ich schief angeguckt. Man gefällt sich ja bisweilen in dieser ausgegrenzten Rolle. Davon muss man weg. So wie ich kein Problem mit den nationalen Sozialisten habe (sofern sie sich gut vermarkten), so erwarte ich diese Toleranz auch umgekehrt.

      Das nationale Lager muss insgesamt toleranter werden. Das wäre ein wichtiger Schritt. Die Toleranz muss so weit gehen, wie es die Vermarktung der Idee nicht behindert.

      • March 23, 2011 at 2:40 pm

        Lieber Vox Populi,
        ich lach mich weg. Sie wollen also Edelmetalle kaufen und uns die dann anonym übergeben.
        An solch gut gemeinten, verschwiemelten Ideen sieht man ( Entschuldigung), dass Sie vollkommen weltfremd agieren und keinerlei Ahnung haben.
        Ich habe gerade einem meiner Kameraden, der sich wirklich aufopfernd eingesetzt hat diesen Diskussionsstrang gezeigt.
        Er, ein einfacher Arbeiter, meinte sie hätten ” einen an der Waffel”.
        Eben vox populi.
        Die Regionalzeitungen sind übrigens wirklich eine tolle Idee, aber haben Sie auch noch eine gute Idee zur Finanzierung?

      • March 23, 2011 at 8:37 pm

        Lieber NPD KV Unna / Hamm,

        eines ist doch auch klar: So weiterwurschteln wie in NRW geht auch nicht, oder? Es kommt nicht von ungefähr, dass ausgerechnet in “Piercing”-NRW die PRO-Bewegung hochkam.

        Meine Ideen können Sie ja gerne “einfachen Arbeitern” zeigen. Dann darf ich Ihnen aber auch mitteilen, dass ich die Mechanismen des BRD-Staates etwas besser kenne. Und der ist genau auf die Marke “Arbeiter und ab durch die Wand!” eingerichtet.

        Mit Verlaub, aber ein schachspiel wird auch nicht nur durch Frontalangriffe gewonnen.

        Und vielleicht überlegen Sie mal, warum selbst es selbst parteien wie die MLPD oft leichter haben, Spenden zu aquirieren. Würde man da bei der NPD neue Wege gehen, würde man auch das Problem “Regionalzeitungen” besser angehen können.

        Ansonsten fragen Sie mal bei den Kameraden in Thüringen nach. Aber nicht erschrecken: Die haben vermutlich auch andere Leute für die Artikel, als den “einfachen Arbeiter”.

        Ich wiederhole mich gerne: JEDER an seiner Stelle. Der einfache Arbeiter hat seine Aufgaben und ich/wir haben unsere.

      • Arminius (Original)
        March 24, 2011 at 7:24 am

        @NPD KV Hamm
        Zitat:”… dass Sie vollkommen weltfremd agieren und keinerlei Ahnung haben”
        Also, diese hervorragende Analyse hier ist alles andere als weltfremd! Sie ist mit sehr viel Arbeitseinsatz verbunden und zeugt von Sachkenntnis. Vox Populi muß aufgrund seiner Position eben extrem Vorsichtig sein.
        Spenden an die NPD führe ich von meinem Rechner aus. Die Übertragungsprotokolle werden für die Buchhaltung und das Finanzamt, zum Zwecke der Absetzung von der Steuer aufgehoben.

        Das ist mutig, Arminius (Original). Aber das kann sich eben nicht jeder erlauben. “NPD KV Unna/Hamm” versteht eben nicht, dass es sich nicht jeder finanziell und psychisch erlauben kann, zum Märtyrer zu werden. Er will verbrannte Kinder, die am Ende niemanden mehr etwas nutzen. Das wurde ja von “NPD Wuppertal” auch schon angemerkt: manche national gesinnte Frauen werden im Rheinland zu Kanonenfutter gemacht. Das ist verheerend!

    • derbetroffene
      March 26, 2011 at 3:47 pm

      Wer nur einen Angehörigen im öffentlichen Dienst hat, traut sich nicht mal die Wahlunterstützung zu unterschreiben.
      Der Nazi-Nymbus muß weg von der NOPD oder eine Fusion mit neuem Namen, dann aber auch neuen Köpfen hinzu.
      So wie jetzt kommt keiner aus der bürgerlichen mItte rüber. Das steht keiner durch.

      • March 28, 2011 at 11:29 am

        Korrekt! Die Masse der Menschen ist eben NICHT zum Märtyrer geboren. DDas Nazi-Bild wird aber, da gebe ich Ihnen oben Recht, jedem angehangen, der etwas für das Deutsche Volk machen will.

        Insofern werden das auch PRO und DIE FREIHEIT nicht überwinden. Selbst dem Juden Ralph Giordano ist es angehangen worden.

        Also müssen wir andere Wege finden: Wie wäre es mit mehr Solidarität in den eigene reihen? Eine Art Schutzgemeinschaft nach FPÖ-Vorbild (juristischer Schutz); nur ewrweitert durch den physischen Schutz, weil der in der BRD erforderlich ist.

  5. Max Brüm
    March 22, 2011 at 4:42 pm

    Hervorragende Analyse, der im wesentlichen nichts hinzuzufügen ist!

    Zu Punkt 8.

    Hätte man den Einzug nicht bereits als so gut wie sicher vorausgesagt, dann wäre es möglich gewesen aus dem Ergebnis einen “Achtungserfolg” zu machen. So ist gerade im Bewusstsein vieler NPD-Mitglieder und Sympathisanten aus dem eigentlich gar nicht so schlechten Wahlergebnis (mehr Stimmen als FDP und Freie Wähler, Piraten weit abgehängt. 4.6% auf ANHIEB) eine gefühlt “schwere Niederlage” geworden.

    Zu Punkt 12.

    Ganz schlecht war es , dass nicht schnell und konsequent genug auf die “Junker Jörg” Affäre reagiert wurde. Eine solche Verleumdungskampagne war zu erwarten, weshalb man auf diese hätte vorbereitet sein müssen: Gegendarstellungen, Strafanzeigen, konzertiertes Vorgehen in den uns zugänglichen Medien (so wenige sind das nicht, wie immer behauptet wird). Und außerdem: Eine gegenoffensive starten! Fast ALLE etablierten Politiker haben ihre Leichen im Keller. Schon eine oberflächliche Recherche im Internet hätte Erstaunliches zu Tage gefördert.

    Ich will noch einen Punkt 13, nämlich zum Thema Rentner hinzufügen (die NPD liegt hier bei 2%):

    Rentner sind alte Leute und wollen in der Regel in Ruhe gelassen werden. Alte Menschen (Ausnahmen bestätigen die Regel) sind ängstlich. Sie haben Angst vor der Atomkraft, vor Schnee im Winter (einige Stunden Verzögerung bei der Eisenbahn lösen in der BRD Panikattacken aus), vor vergifteten Nahrungsmitteln und natürlich auch vor den bösen Extremisten: Islamisten, Neonazis, und in unserem Fall vor der NPD. Die Existenz der NPD stört die biedermeierliche Atmosphäre in der BRD, die die Rentner so sehr schätzen. Sie wollen nichts Neues ausprobieren, sondern das Altbekannte erdulden bzw. genießen und wenn sie über die Verhältnisse von heute granteln, so ist das nichts anderes als bewusst folgenloses Querulantentum.

    Die übergroße Mehrheit der Rentner wird NIEMALS Parteien wählen, die von den Massenmedien vorher nicht empfohlen worden sind. Das Thema Rentner besonders zu beackern, dürfte vergebliche Liebesmüh sein.

    Hinzufügen sollte man noch: Die meistenr Wahlfälschungen werden nicht von Einzelpersonen (vgl. den Fall der Frau Rothe) in Wahllokalen begangen, sondern in Altersheimen (in Form der Briefwahl – da füllen schon mal Betreuer die Wahlzettel in Vertretung ihrer alten und kranken Klientel “fürsorglich” aus…).

    • March 23, 2011 at 9:31 am

      Richtig bei Punkt 8. Psychologie ist die halbe Miete. Hier man einige Fehler gemacht.

      Zu Punkt 12: Wenn Du da mehr als die StaSi-VErgangenheit der SPD und CDU-Funktionäre ansprichst, dann solltest Du das entsprechend weiterleiten.

      zu den Rentner: Viele Renter entstammen mittlerweile der 68er Generation. Da wird es tatsächlich schwierig. Das Problem der Altenheime kenne ich sehr gut. Da bieten die Altparteien ja auch immer Fahrdienste an; auf der Fahrt wird die alte Dame dann eingenordet. Das ist Wahlmanipulation in hohem Maße. Man benutzt hier die Menschen als Stimmvieh.

      Dem könnte man entgegenwirken, indem man nationale Altenfürsorge einrichtet. VOR den Altenheimen könnte man im Sommer Feste ausrichten oder man kann als nationaler Jugendring ab und an beim Altenheim vorbeigehen. Viele alte Menschen sind über jede Zuneigung dankbar.

      Man muss die jahrzehntelange Indoktrinierung aus den Rentnerhirnen bekommen. Das ist schwierig, aber nicht unmöglich. Man könnte z.B. deren Ängste ansprechen und die NPD als einzige Lösung anbieten.

      • Max Brüm
        March 23, 2011 at 10:06 am

        Zu Punkt 12:

        Ein ganz banaler Fall. Zahlreiche heute führende Mitglieder von SPD und Grünen waren MItglieder des KBW (Komm. Bund Westdeutschland). Dieser wiederum war einer der Hauptfinanziers von Pol Pot (vgl. Das rote Jahrzehnt von G. Koenen, der mit dieser Tatsache auch noch prahlt). Damit hat sich der KBW bzw. sein ZK eindeutig der Beihilfe zum Völkermord schuldig gemacht. In einem Rechtsstaat müsste die StA von sich aus ermitteln – auch heute noch, denn solche Straftaten verjähren nicht. Aber es geschieht nichts.

        Solche Fälle kann man endlos aus dem Netz ziehen, aber niemand berichtet darüber.

        @ariald:

        Was soll daran dämlich sein, wenn man solche Sachverhalte publik macht? Oder meinst Du was anderes?

  6. March 22, 2011 at 5:13 pm

    Was mich am meisten interessieren würde:

    Wie kommen solche Erkenntnisse/Ideen/usw., die Vox Populi hier ausgearbeitet hat, bei der NPD selbst an?

    • March 22, 2011 at 5:13 pm

      Da es doppeldeutig formuliert ist:

      Gemeint ist, wie man es schafft, daß die NPD sich auch mit diesen Ideen hier auseinandersetzt?

      • March 23, 2011 at 9:34 am

        Vorhersagen kann man eine Beschäftigung nicht. Aber eines hilft sicher: W E R B U N G

        Ich biete hier auf meinem Blog entsprechende Flugzettel an. Die kann man z.b. in einem nicht videoüberwachten Supermarkt IN die Packungen hineingeben. Das erreicht den Endverbraucher in jedem Falle😉

        Oder den Artikel hier für die nächste NPD-Prtsversammlung ausdrucken; auf der nächsten Demo verteilen etc.

        Jeder ist gefragt!

  7. niekisch
    March 22, 2011 at 6:11 pm

    ..”Existenz gefährdet und mit einer Vielzahl von Prozessen überzogen wird, die ihn wirtschaftlich ruinieren könnten, naja das wird eben von den gut Meinenden mit mitleidigem Kopfschütteln quittiert.
    Ich weiß von keinem, der ihm finanziell hülfe. Mit solchen und ähnlichen Problemen dürfen die nationalen Aktivisten und deren Familien allein fertig werden.”

    Stimmt, Herr Voß. Meine Eltern verloren nach jahrelangem Einsatz für die Partei durch Boykotthetze ihre wirtschaftliche Existenz, mußten ihr Geschäft schließen. Keiner half.

    • March 23, 2011 at 9:36 am

      Das haben wir doch auch bei dem Gastartikel zur Volksfürsorge gemerkt. Die Resonanz war leider verschwindend gering. Es ist sicher die Angst vor dem Terrorregime der BRD.

      Viele wollen dies aber nicht sehen, frei nach der Nutella-Werbung: wo doch Demokratie drauf steht, da muss doch dann auch Demokratie drin sein.

      Hätte es den Westen bzw. die BRD nicht gegeben, die ständig Propaganda gemacht hätte, wäre die DDR nicht untergegangen. Die Menschen hätten ja keine zweite Meinung gehabt. So ist die Situation heute. Der “freie” Westen kontrolliert alle INformationskanäle. Der Bundesmichel kommt überhaupt nicht auf die Idee, dass es noch anders ginge.

  8. Germanicus
    March 22, 2011 at 7:07 pm

    @Federschlag

    Kommentare und Analysen, hier und an anderen Stellen, werden auch von Verantwortlichen der NPD gelesen und entsprechend diskutiert, keine Sorge😉

  9. Holger Apfel
    March 22, 2011 at 10:06 pm

    Hallo und Guten Abend!

    Ich beteilige mich nicht an virtuellen Auseinandersetzungen – einerseits, weil es viel Zeit bindet – andererseits aufgrund meiner Abneigung, mich mit Schreibern auseinanderzusetzen, bei denen ich nicht weiß, wer dahinter steht und wie sehr den Betreffenden wirklich eine Problemlösung am Herzen liegt.

    An dieser Stelle möchte ich aber doch einmal dem Autor für seine differenzierte, unaufgeregte Analyse danken – denn das was voxpopuli hier formuliert hat, hebt sich von manch oberflächlich-sachlichem und eher aus Schadenfreude geborenen Kommentar deutlich ab. So etwas verstehe ich unter konstruktiver Kritik! Den einen oder anderen Punkt kann man durchaus anders betrachten (und es juckt mir schon in den Fingern, direkt Stellung zu nehmen), aber: Der gesamte Rahmen hat Niveau, jeder einzelne Punkt ist diskussionswürdig, und ich bin sicher, daß diese und andere Anregungen, die aus dem wirklichem Interesse um eine Stärkung der Partei entstehen, ernsthaft in kommende Diskussions- und Entscheidungsprozesse einbezogen werden!

    In diesem Zusammenhang ein kleiner Hinweis in eigener Sache, da die Lancierung von Gerüchten gerade im Weltnetz nicht selten darauf abzielt, daß der uninformierte Leser solche Aussagen für wahr betrachtet, wenn der Betroffene nicht reagiert:

    Die mir heute in den Mund gelegte Aussage, daß ich angeblich die Gründe für das Scheitern ausschließlich auf äußere Umstände zurückführe und keine Notwendigkeit für eine Fehleranalyse sehe, entbehrt jeder Grundlage – und läßt sich eigentlich nur so erklären, daß beim Betreiber einer Netzseite (passenderweise sich selber zitierend) die Enttäuschung über das verpaßte Mandat sehr tief zu sitzen scheint.

    Tatsache ist, daß ich eine solche Aussage zu keinem Zeitpunkt getroffen habe und dies überhaupt nicht meiner persönlichen Sicht entspricht. Ich bin sehr wohl der Auffassung, daß wahrlich nicht nur äußere Umstände für das Scheitern verantwortlich sind, und Fehler müssen natürlich analysiert werden. Intern werde ich dies auch tun – Ich für meinen Teil bin aber nicht gewillt, einen Beitrag zur öffentlichen Zerfleischung zu leisten, das dient allein dem politischen Gegner.

    Mit freundlichen Grüßen
    Holger Apfel

    • Berti Stein
      March 23, 2011 at 8:01 am

      Lieber Kamerad Apfel,

      ich bedanke mich für das “Lebenszeichen” der Partei in Form Ihrer Person. Manchmal frage ich mich ob die NPD überhaupt derartige Foren beachtet, jetzt weiß ich, daß sie es tut. Sicherlich wird oftmals Fragwürdiges geschrieben, aber wie man in diesem Fall sieht, ist der Autor VoxPopuli einer der Personen, dessen Beiträge m. M. n. am besten getroffen sind.

      Ihnen wünsche ich, daß Sie und unsere Parteigenossen aus der SA-Wahl die richtigen Schlüsse ziehen und das diese in MVP umgesetzt werden können. Ich biete mich gerne als Wahlhelfer an und werde darüber hinaus versuchen parteiinterne Wahlkampfhelfer aus meiner Region zu akquirieren.

      Kameradschaftliche Grüße!

    • March 23, 2011 at 9:49 am

      Sehr geehrter Herr Apfel,

      ich kann Sie gut nachvollziehen. Solche Analysen sollten auch intern bleiben, gerade, wenn es darum geht, persönliche Befindlichkeiten zu klären. Es genügt mir auch, wenn bestimmte Ideen in die Parteiarbeit eingebracht werden.

      Wenn Sie sich den restlichen Blog, insbesondere unter Strategien anschauen, werden Sie merken, dass es stets mein Ziel war, konstruktive Beiträge zu liefern.

      https://voxpopuliblog.wordpress.com/2010/12/29/1-jahr-voxpopuliblog-eine-ode-an-das-wort/

      Ihnen viel Erfolg bei weiteren Wahlkämpfen und alles Gute nach Sachsen!

  10. March 22, 2011 at 10:08 pm

    Federschlag :
    Da es doppeldeutig formuliert ist:
    Gemeint ist, wie man es schafft, daß die NPD sich auch mit diesen Ideen hier auseinandersetzt?

    Sie kommen an, glaube mir. Der Verweis zu diesem Artikel kam z. B. bei mir über die S-A-Moblisierungsseite bei Facebook rein. Viele Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge, die u. a. bei GR/DE angemerkt wurden, haben die Aktivisten und Wahlkämpfer nahezu direkt umgesetzt.

    Das Thema “Kandidatinnen” ist schon länger auf der Tagesordnung. Leider fallen die nicht vom Himmel. Man braucht intellektuell bzw. rhetorisch zumindest halbwegs akzeptable Damen, die im Optimalfall auch noch optisch was hermachen, um uns testosterongesteuerte Männer zur “Abstimmung mit dem Unterleib” zu bewegen. Außerdem müsen sie finanziell unabhängig sein, um im Falle der zu erwartenden Bykottaufrufe oder des Drucks, den bezahlte Linke oder Geheimdienste auf den Arbeitgeber ausüben, nicht ins Bodenlose zu fallen.
    Erstaunlicherweise radikalisieren sich national gesinnte junge Mädchen in den letzten Jahren verstärkt und landen schlimmstenfalls nicht bei den “guten” Freien Kräften, z. B. in Dortmund, sondern bei den wahnsinnigen im Rheinland. Dort werden sie zwei, drei Jahre lang verheizt und dann vollkommen verbrannt wieder ausgespuckt.

    Es ist in Städten ohnehin problematisch, überhaupt geeignete Kandidaten, egal welchen Geschlechts, zu finden, wie der KV Unna/Hamm sehr treffend anmerkte. Städte sind die Hochburgen linker Randalierer, so daß die Wohnung, das Geschäft oder man selbst ganz schnell zur Zielscheibe von Anschlägen werden kann, von den Schmutzkampagnen staatlich bezahlter “Kämpfer” gegen Rechts ganz zu schweigen. Ich wurde auch bereits vor der letzten Kommunalwahl gefragt, aber kenne das Problem selber, da ich als Jugendlicher und junger Erwachsener in den 1980ern offen für die NPD aufgetreten bin und dafür bis in den schulischen und privaten Bereich verfolgt wurde. U. a. wurde damals seitens einer Behörde mit Sitz in Köln-Chorweiler versucht, meine Eltern unter Druck zu setzen und über sie an Infos über mich zu kommen. Ich werde deshalb noch drei Jahre warten, bis meine Kinder aus dem Haus sind, um sie vor der in unserer Stadt leider üblichen schulischen “Sippenhaft” oder der schulisch geförderten Umerziehung durch die autonome Antifa zu bewahren. Letzteres hat es an einem Wuppertaler Gymnasium tatsächlich bereits gegeben…

    Das ist auch das Hauptproblem bezüglich der Vereinbarkeit von Familie und NPD. Es gibt genügend Veranstaltungen, u. a. tritt der im Artikel erwähnte Suppenkoch bei NPD-Festen als Kinderclown auf. Aber solange du Kinder hast, bist du für das System angreifbar. Außerdem besteht bei solchen Veranstaltungen gerade in Großstädten immer die Gefahr, daß der Linkspöbel auftaucht und deinem Nachwuchs die Steine um die Ohren fliegen.

    Zu Punkt 12 erwartest du nicht wirklich eine öffentliche Stellungnahme, oder?😉

    Ansonsten ist der Artikel aber eine sehr schöne, weil in hohem Maße konstruktive, Analyse!🙂

    • Berti Stein
      March 23, 2011 at 8:08 am

      ” … Man braucht intellektuell bzw. rhetorisch zumindest halbwegs akzeptable Damen, die im Optimalfall auch noch optisch was hermachen, um uns testosterongesteuerte Männer zur “Abstimmung mit dem Unterleib” zu bewegen. … ”

      Absolut richtig! Schauen Sie sich mal Julia Bonk an… http://p4.focus.de/img/gen/Q/A/HBQAApjaWAK_Pxgen_r_300xA.jpg

      Die wird sicherlich von vielen Männern gewählt, weil sie eine sehr attraktive junge Frau ist. Der Unterleibfaktor diverser Männer dürfte mit Sicherheit einige Stimmen bringen, selbst wenn sie Heroin in der Jugend verbreiten möchte. ” … So forderte sie im FOCUS die völlige Freigabe von harten Drogen auch an Jugendliche. Heroin sollte „so gestaffelt, ab 14“, unters Volk gebracht werden. Bonks goldige Begründung: „Es kann doch auch jeder selbst entscheiden, ob er von der Brücke springen will.“ …” http://www.focus.de/politik/deutschland/julia-bonk_aid_111347.html

      Aber eine nationale Nixe muß sich erst einmal finden….

    • March 23, 2011 at 8:53 pm

      Das immer mehr Frauen die richtigen Einsichten finden, beobachte ich auch mit zunehmender Freude. Man sollte aber nicht von “radikalisieren” sprechen. das mag zwar objektiv so sein; aber im allgemeinen Sprachgebrauch hat das immer so etwas von “Engstirnigkeit” oder gar “Fanatismus”.

      Man muss die jungen Frauen natürlich gut einbinden und jene aussieben, die das Zeug zur Kandidatin haben. Allerdings sollte man auch nicht zu streng sein – ein Lächeln vom Wahlplakat kann jeder. Und bei den Männern nimmt man ja auch jeden, selbst wenn der keine drei Sätze rausbringt.

      Die wirtschaftliche Gefährdung der Leute ist natürlich misslich – und gerade Frauen sind ja sicherheitrsorientiert. Da wäre es gut, wenn die NPD nach dem Vorbild der FPÖ eine S C H U T Z G E M E I N S C H A F T hätte – mit Anwälten, die bei Arbeitsprozessen einspringen Bezahlt werden könnte das durch eine gewerkschaftsähnliche Umlage.

      Dass Wuppertal eine enorme Problemlage darstellt, konnte man ja auch den Videos azs dem Beitrag “Axel Reitz legt Wuppertal lahm” auf meinem Blog entnehmen. Meinen allergrößten Respekt, dass Du in dieser Stadt aktiv bist. Ich kenne Wuppertal auch – bisweilen ein Moloch an Überfremdung und linken Kreaturen.

      Bzgl. des Linkspöbels müsste es eben eine gescheiten weißen Block geben. Der sich erst unbemerkt zurückhält und nur eingreift, wenn es nötig ist. Und dann auch dezentral, also für die Angreifer unerwartet. Falls er nicht benötigt wird, werden die BÜrger auch nicht durch “Schutzstaffeln” abgeschreckt.

      Danke im Übrigen für das Lob – nicht ganz NRW sieht den Artikel ja so wie Du😀

      • March 24, 2011 at 9:51 am

        “Schutzgemeinschaft” ist eine sehr gute Idee, das können Sie aber über eine Rechtsschutzversicherung billiger haben. Die Betroffenen werden auch bestimmt den ein oder anderen Prozess gewinnen und anschließend arbeitslos sein. Dass sie VP und andere sich Gedanken machen ist wirklich lobenswert, aber solange sich Ihre Mitwirkung auf den Kauf von Goldbarren beschränkt, die Sie dann verteilen, und das Verteilen von Fugblättern in nicht überwachten Einkaufszentren, aber natürlich ohne Namen, wird das mit dem nationalen Erwachen in der BRD nichts werden.

        Können Sie die Goldbarren auch an Postfächer als Päckchen schicken? Müßte eigentlich gehen, eine Unze ist nicht so schwer.

        Aber wie schon gesagt nichts für ungut, ich würde mich gerne eines Besseren belehren lassen.

      • March 28, 2011 at 11:37 am

        Lieber NPD KV Hamm,

        das mit der Rechtsschutzversicheurng zeigt, dass Sie wenig Ahnung haben – und das trotz Ihres heroischen Auftretens. Denn trotz RV müssen Sie erst mal einen Anwalt finden, der § 130 StGB oder § 86 a Verfahren macht! Da will sich nämlich kaum einer die Finger verbrennen – erst recht, weil es sich auch finanziell nicht lohnt.

        Oder warum übernehmen Markus Beisicht und Frau Wolters auch die NPD-Fälle vor Gericht?

        Informieren Sie sich über die FPÖ-Schutzgemeinschaft udn Sie werden deren Vorteile erkennen.

  11. March 23, 2011 at 1:18 am

    Sehr gut dargelegt alles.

    Was dieses hier betrifft:

    ,,Jeder hat Leichen im Keller – und zur Not müssen wir eben welche hineinlegen, so wie es die Altparteien tun. Es gibt in unseren Reihen genug IT-Spezialisten, die bestimmtes Material auf Rechner von Spitzenkandidaten bringen könnn. Oder ebensolche Foren fingieren können, wie es die Linkspartei tat.”

    da gilt dann das was auch bezüglich gewisser anderer Dinge im Leben gilt: Darüber spricht man nicht, das macht man…

    Die Schrumpfhirne von der Staatsantifa haben Deinen Punkt 12 nämlich bereits in ihrem Notizblock für den nächsten Schmieraufsatz vermerkt. Und wie sie so sind, werden sie diesen Deinen Punkt 12 auch sicher in irgendeiner zukünftigen Gerichtssache dem Staatsanwalt stecken, und der Richter mag sich denken ,,Nun ja, wenn solche Gedanken ja bereits offen in der ‘Szene’ erörtert wurden, mag Angeklagter XY ja vielleicht tatsächlich…”

    ,,Nicht hilfreich”, würde ein gewisses watschelndes Zwitterwesen urteilen über die öffentliche Darlegung Deines Punkts 12. Wer öffentlich zur Kenntnisnahme des Gegners kundtut, wie er den Gegner linken will, kann sicher sein daß es nicht gelingt.

    Ich halte dieses Dein Vorgehen bez. des Punktes 12 für, verzeih mir, extrem dämlich.

    • March 23, 2011 at 10:07 am

      Lieber ariald,

      Deine Kritik ist zu Teilen zutreffend. Allen, auch dem dümmsten Richter, ist jedoch bekannt, dass man in der Politik (auch bei den Altparteien) solche Methoden anwendet. Es kommt nicht selten vor, dass der Kreisgeschäftsführer einer Altpartei mit dem Kreisvorsitzenden der Jugendorganisation ins Bordell geht. Und schon haben sich zwei dicke Freunde gefunden; erst recht, wenn der Jungkreisvorsitzende liiert ist.

      Diese Methoden kennt jeder, der schon mal politisch aktiv war. Die NPD selbst hat nun eine solche Masche der Linkspartei aufgedeckt. Da diese Menschen mit diesen Methoden arbeiten, werden sie sich selbst davor schützen können.

      Verstehe meinen Aufruf daher nicht als Aufruf zu konkreten Handlungen, sondern als Aufurf an die Kreativität😉

    • Universum
      March 23, 2011 at 11:48 am

      Ich stimme ariald zu, im Übrigen reicht es doch eigentlich schon aus, wenn man nur mal den ganzen öffentlich einsehbaren Dreck der Altparteien zusammenträgt und dem Wähler wieder ins Gedächtnis ruft. Es ist unglaublich, wie viel das ist.

      Allein die etlichen Kinderporno- und Finanzskandale, die jede Altpartei schon hatte. Alles, was man der NPD so vorwirft, ist bei den Altparteien in viel größerem Ausmaß vorhanden – man muss es nur zusammensuchen und in einer geballten Liste zusammenschreiben, z.B. mal als Flugblatt?

      • March 23, 2011 at 8:38 pm

        wenn Du eine solche Sammlung schon angelegt hat, kannst Du mir das Flugblatt gerne zukommen lassen, damit ich es oder DE zum Ausdruck bereitstellen können. Wollen wir doch den Leuten wie “NPD KV Unna/Hamm” auch mal zeigen, dass die Internetgemeinde etwas bewerkstelligen kann.😉

  12. March 23, 2011 at 2:21 am

    Hier ein Artikel der DVU zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

    http://www.dvu-nds.de/2011/03/die-wahl-in-sachsen-anhalt/

    • Berti Stein
      March 23, 2011 at 8:12 am

      [ironie/an]Ein sensationell, objektiver Artikel, alle Achtung![ironie/aus]
      Wann zieht Deine Mischpoke in einen Landtag?

    • Gabi
      March 23, 2011 at 9:55 am

      “Wer langfristig Erfolge verzeichnen möchte, der muß… (blablabla)

      Hans-Gerd Wiechmann”

      Wo ist der “langfristige Erfolg der “DVU in Niedersachsen & Schleswig Holsten”? Hat es da überhaupt schon einmal einen Erfolg gegeben?

    • Universum
      March 23, 2011 at 11:55 am

      Wer meint, die DVU (!) hätte in Sachsen-Anhalt besser abgeschnitten als die NPD, der sollte sich doch noch mal das Ergebis der letzten Brandenburg-LTW anschauen, nur mal so als Vergleich😀

      Oder auch das Ergebnis der letzten Bundestagswahl…

  13. Worch
    March 23, 2011 at 6:04 am

    @ Max Brüm:

    Konsequentes juristisches Vorgehen in der “Junker-Jörg-Affäre” wäre nur möglich gewesen, wenn Matthias Heyder eine eidesstatttliche Versicherung vor Gericht abgegeben hätte, die behaupteten Passagen niemals geschrieben zu haben. Eine falsche eidesstattliche Versicherung hat schwerwiegende strafrechtliche Konsequenzen. Daß Matthias Heyder keine solche Erklärung abgegeben hat, ist für mich ein weiteres Indiz, daß die Geschichte stimmt.

    Christian Worch

    • March 23, 2011 at 10:15 am

      Herr Heyder hat so falsch gar nicht reagiert. er äußerte, dass es höchst unwahrscheinlich sei, dass gerade er als Spitzenkandidat so eine Äußerung getätigt hätte.

      das war gut; er hat den zweifel bei den Leuten genährt. In Anbetracht der Kürze der Zeit auch keine so schlechte Sache. Die Gerichte sind hier zu langsam. Das Einzige, was er hätte erstreiten können, wäre eine angemessene Gegendarstellung seiner Version.

      Noch besser wäre es eben gewesen, wenn man hätte sagen können: Selbst wenn ich diese Anleitung ins Netz gestellt habe, dann ist das noch lange nicht so schlimm wie das Abfackeln von Bundeswehrautos durch den Kandidaten XY der PPD-Partei.

    • March 23, 2011 at 10:33 am

      Nachtrag: Gregor Gysi konnte auch gegen einen ARD-Bericht juristisch vorgehen, ohne dass er eidesstattlich versichern musste, keinen DDR-Dissidenten ans StaSi-Messer geliefert zu haben.

  14. March 23, 2011 at 10:32 am

    @ Max Brüm:

    Daniel Cohn-Bendit hat ja auch einigen Dreck am Stecken. Hier muss man aber wissen, dass die Staatsanwaltschaften politisch gelenkt sind; ebenso die Medien, die bei bestimmten Leuten eben nicht gerne berichten. Dafür müsste man eigene Medien haben, etwa die Regionalzeitungen.

  15. Worch
    March 23, 2011 at 10:55 am

    @ vox populi:

    Für einen verständigen Zuhörer hat Matthias Heyder richtig dumm reagiert, entschuldigung, wenn ich es hart ausdrücke. Wer nämlich die Screenshots gelesen hat, wußte auch, was in den Medien dann nur teilweise berichtet worden ist: daß es Beiträge aus dem Jahre 2006 waren (soweit es die “Schändung” betraf) und wohl 2007 oder 2oo8, was die bombigen oder explosiven Geschichten betraf. Zu den Zeitpunkten war Matthias Heyder nicht einmal Landesvorsitzender der NPD von Sachsen-Anhalt; es war mithin in keinster Weise für ihn absehbar, daß er eines Tages ein relativ aussichtsreicher Spitzenkandidat werden würde.

    Das Gisy-Verfahren war ein wenig anders. Im Falle Heyder lag etwas vor, was man Anscheinsbeweis nennen könnte (auch wenn es möglicherweise ohne bisher noch nicht veröffentlichtes Hintergrundmaterial noch nicht den Voraussetzungen eines zivilrechtlichen Strengbeweises gerecht werden dürfte). Da muß man also, wenn man eine Verfügung haben will, eine Eidesstattliche Versicherung ablegen.

    Christian Worch

    • March 23, 2011 at 8:23 pm

      Da muss ich widersprechen. Für den Zuschauer war es so, als ob die Beiträge aktuelle von Heyder eingestellt worden wären. Insofern war das Relativieren gar nicht so falsch. Denn der normale Zusehen hätte da schon denken können: Ja, warum sollte er sowas auch tun?!

  16. Robert Mugabe
    March 23, 2011 at 2:15 pm

    Auflösen und sich gleichgesinnten Parteien anschließen wäre auch eine Option:

    http://bluthilde.wordpress.com/2011/03/23/npd-geordnet-in-die-linke-und-bundnis-90die-grunen-uberfuhren/

  17. Franz von Sickingen
    March 23, 2011 at 7:31 pm

    Bevor eine künftige politische Strategie entwickelt werden kann, muss vorher eine Bestandsanalyse erfolgen und hierbei sind besonders die Ursachen für die mittlerweile langanhaltende politische Erfolglosigkeit der NPD in den Fokus zu rücken. Und da ist das, was Christian Worch sehr klar als “Nationaldemokratische Krankheit” herausgearbeitet hat und äußerst kenntnisreich beschreibt, eine notwendige Grundlage, um das Übel an der “Wurzel” zu heilen.
    Die Ursachen für die politische Erfolglosigkeit der NPD, und hier liegt Christian Worch vollkommen richtig, sind in erster Linie innere. Wer nach nunmehr über vierzigjähriger Parteigeschichte immer noch nicht weiß, mit welchen Methoden Medien, Gewerkschaften, Vereine, “demokratische” Parteien, Kirchen, summa summarum das “Bündnis gegen rechts” agiert und immer wieder mit der Litanei anfängt, die bösen Anderen seien durch ihre “menschenverachtenden” Kampagnen schuld, dass sich kein politischer Erfolg einstellt, der ist entweder ein politischer Zombie, ein politischer Ignorant oder derjenige lebt ganz gut von dieser Situation.
    Die äußere Faktoren sind es auf jeden Fall nicht, die die NPD hindern, behindern vielleicht schon, politischen Erfolg zu haben. Europa zeigt dies: Beispiel Frankreich.
    Im Gegenteil, die äußeren gesellschaftlichen Krisenerscheinungen – Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Eurokrise, Atomkrise, Kriegseinsätze, laden geradezu zu einem politischen Erfolg ein!
    Betrachtet man jedoch die letzten 2 Jahre Innenleben des “Kranken Mannes NPD”, kommt man nicht umhin festzustellen, dass der mit sich selbst beschäftigt war: ein selbstverschuldeter Skandal jagte den anderen. Da ist dann die irgendwann einmal gebildete Strategiekommission nur noch eine leidige Nebensache. Gibt es die überhaupt noch oder arbeiten die vielleicht unter heimlichem Hochdruck an politischen Konzepten? Wahrscheinlich alles nur Opium für die einfachen Parteisoldaten.
    Wo sind die wahlstrategischen Konzepte zur Finanzkrise, zur Eurokrise, zum sogenannten Eurorettungsschirm, zur Migrationspolitik oder Atompolitik – alles Gegenwartsthemen. Wenn man aber mit sich selbst beschäftigt ist, kann man dies natürlich nicht leisten. Dies muss aber geleistet werden, um langfristig erfolgreich zu sein.
    Und nach der katastrophalen Niederlage in S.-A. werden wieder Rauschmittel zur Beruhigung an die Parteibasis verabreicht, statt selbstkritisch zuzugeben, dass die Wahlkampfstrategie, die eingesetzten Mittel und Methoden, persönliche Fehler dazu geführt haben, die selbstgesteckten Ziele (Apfel 7+x) nicht zu erreichen.
    Zur Legendbildung gehört auch, von einer angeblichen Stammwählerschaft von 4-5 % zu fabulieren. Realität aber ist, dass es lediglich einen Bodensatz von 1-2 % Stammwählern gibt. Zur Wahrheit gehört auch, dass fast die Hälfte der Wähler nicht zur Wahl gegangen ist, dass zu unterscheiden ist zwischen relativen und absoluten Zahlen, dann erst wird das ganze Desaster offensichtlich.
    Auch die Kandidatenfrage ist kritisch zu reflektieren. Haben beispielsweise Schäfer und Gärtner eine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen. Wie seriös wirkt dies auf Wähler, wenn dies nicht der Fall ist.
    Die Frage ist zu klären, warum die NPD gerade in Großstädten so schlecht abschneidet und inwiefern dies eventuell mit der mittlerweile jährlichen Heimsuchung Magdeburgs zur Vergangenheitsbewältigung zusammenhängt. Warum es vielleicht besser sein könnte, sich mit Gegenwartsthemen auseinanderzusetzen und für diese auf die Straße zu gehen. Findet nicht mittlerweile fast jedes Wochenende so eine Vergangenheitsbewältigungsdemo statt: Pforzheim, Lübeck? Den Bürgern ist das völlig gleichgültig, die trauern, wenn sie denn trauern, privat; die leben im Jetzt und Hier und interessieren sich nur marginal für das Vergangene. Aber wie es um die Zukunft steht, das treibt sie dann schon um.
    Es ist also kein Wunder, dass die Grünen, da sie auf Zukunftsthemen setzen, momentan politischen Erfolg haben: Den haben die sich langfristig erarbeitet.

    • March 23, 2011 at 8:44 pm

      Zunächst gilt festzuhalten:

      Es stimmt, dass man mehr Gegenwartsthemen besetzen sollte. Bis auf Dresden sollte man das Trauern lassen.

      Es stimmt aber auch, dass die NPD teilweise durch den BRD-Staat in diese Skandale gelenkt wird. Das wird aber jeder anderen partei auch passieren, weil der VS sofort mit an Bord ist. Das ist nun mal so. Damit müssen wir umgehen lernen.

      Dass schäfer und Gärtner keine abgeschlossene Ausbildung haben, empfinde ich als nicht so kritisch. Das haben die GRünen nämlich auch nicht. das scheint die Leute also nur peripher zu interessieren. Sah man ja auch an der Guttenberg-Debatte.

      • derbetroffene
        March 26, 2011 at 3:56 pm

        Ich denke, Schäfer und Gärtner machen sogar ein gutes, symphatisches Bild her. Besser als vieles aus anderen parteien.

  18. Frank_
    March 23, 2011 at 8:01 pm

    Denkbar wären noch kostenlose Zeitungen, die in regelmässigen bständen, z.B. quartalsweise, monatsweise herausgebracht und verteilt werden.

    Warum nicht ein Programm wie “Leser werben Leser” so wie “Mitglieder werben aktiv Mitglieder” nur besser verpackt? Und jeder der 3 zahlende Mitglieder geworben hat, bekommt eine Anerkennung (Medaillie, Urkunde) zu einem bestimmten Anlass….vergleiche auch:

    http://www.handelsblatt.com/politik/oekonomie/wissenswert/wenn-unternehmen-ihr-personal-mit-ruhm-und-ehre-bezahlen-/3958610.html

    Wichtig wäre auch sich vor Wahlen über die Wahlmotive der Wähler zu forschen: Nur für ein Teil ist die Überausländerung/Überalterung ein Thema. Was bewegt die Wähler? Welche Probelme haben Sie /Welche Lösungen wir? Unter Berücksichtigung der eigenen Partei-Kontur/Marke…

  19. Worch
    March 24, 2011 at 1:46 am

    @ Vox Populi:

    (Zitat Beginn):
    Dass schäfer und Gärtner keine abgeschlossene Ausbildung haben, empfinde ich als nicht so kritisch.
    (Zitat Ende)

    Zustimmung. Der in meinen Augen bemerkenswerteste Historiker der Rechten ist David Irving, und der hat nie Geschichtswissenschaften studiert, sondern Bergbauwesen (ohne Abschluß). Und auf die Gefahr hin, daß es nach Selbstlob stinkt: Ich habe nie Jura studiert, aber soweit ich weiß, hat niemand in Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht eine höhere Erfolgsquote als ich. – Ein Mann, der gerade mal den Hauptschulabschluß hatte, konnte Kanzler des deutschen Reiches werden. – Auf der anderen Seite sehen wir an dem (ehemaligen) Dr. von und zu Guttenberg, wie sehr es nach hinten losgehen kann, wenn man nach besonderen akademischen Ehren strebt. Ich vermute, er wäre auch ohne Doktorgrad Bundesverteidigungsminister geworden. Daß und wie er allerdings meinte einen erlangen zu müssen, hat dann dafür gesorgt, daß er es nicht geblieben ist.

    Eine Anekdote über den vor anderthalb Jahren relativ jung verstorbenen Rechtsanwalt Jürgen Rieger. Vor rund zwanzig Jahren erwähnte er mir gegenüber gesprächsweise einmal, er überlege sich zu promovieren. Ich sagte: Interessant, worüber willst du schreiben? Er sagte: Über das germanische Gemeinrecht des 15. und 16. Jahrhunderts am Beispiel der Bauernrepublik Dithmarschen. – Ein hochinteressantes Thema, Sechzehnmännereid und so, ich hatte aus historischem Interesse einen kleinen Einblick darein.(Hätten die Dithmarscher statt Meer und Marsch Berge gehabt, hätte es sehr wohl eine “zweite Schweiz” werden können.) Ich sagte ihm: Wenn du das realisierst, sag mir bescheid, ich bin dann gern bereit, mit Recherche ein wenig Hintergrundmaterial dazu beizutragen. – Etwa ein Jahr später fragte ich einmal nach, was das Projekt mache, und erfuhr, er habe den Gedanken wieder aufgegeben. Hatte er recht. Er war damals mitte vierzig und ein erfolgreicher, teilweise sogar ein brillanter Rechtsanwalt. (Aktivisten wie Curt Müller aus Mainz nannten ihn nicht ohne Grund “den Bossi von rechts”, und vor allem seine Fähigkeit, in Strafverfahren Zeugen auseinanderzunehmen, war bemerkenswert.) Was für einen Unterschied hätte also ein Doktorgrad für ihn gemacht?!

    Ähnlich die Sache mit dem erwähnten formal recht ungebildeten Kanzler des deutschen Reiches. Der war bekanntlich Österreicher. Als er in Deutschland bereits politisch einflußreich war, wurde seine Staatsangehörigkeit zum Problem. Neben anderen Alternativen, ihn einzubürgern, kamen seine Anhänger auch auf den Gedanken, ihm eine Professur zu verschaffen, weil nach damaligem Recht ein im Reich lehrender Professor automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhielt bzw. einen Rechtsanspruch darauf. Das aber lehnte der Mann ab. Als der wohl bekannteste Autodidakt der Weltgeschichte hatte er möglicherweise einen richtigen Horror davor, “Professor Hitler” zu werden…

    Der Hinweis darauf, daß ein Taxifahrer und Pflastermaler ohne akademische Ausbildung Bundesaußenminister werden konnte, ist natürlich auch berechtigt.

    Christian Worch

    • Franz von Sickingen
      March 24, 2011 at 8:38 am

      Natürlich nicht Zustimmung:
      Denn ein Fischer als Außenminister war nur möglich, weil er selbst von Natur aus ein notwendiges intellektuelles Vermögen mitbrachte und es außerdem bei den Grünen eine breite bildungsbürgerliche Basis gab und auch noch gibt, die politisch-gesellschaftliche Netzwerke ermöglicht. Denken Sie u. a. an die Anfangszeit der Grünen: Schilly, Ströble, Kelly, Bastian.
      Davon ist die NPD meilenweit entfernt. Sie hat kaum intellektuelle Substanz. Ich muss hier nicht stellvertretend die Causa Molau anführen.
      Zudem frage ich mich ernsthaft, ob Sie sich Herrn Battke – ein weiterer Kandidat – als Finanz- Wirtschafts- oder Justizminister (bei Ihnen könnte ich es mir) vorstellen können? Das äußere Erscheinungsbild mag für Laucha kein Problem darstellen, aber Laucha ist nicht der Nabel der Welt. Die 16 % fehlen dann in Magdeburg und Halle oder anderswo, weil Herr Battke genau jenes Naziklischee bedient und damit an anderer Stelle wertvolle Stimmen kostet. Aber soviel politische Sensibilität und politische Vernunft muss man als NPD-Kandidat aufbringen, ist das nicht der Fall, verzichte ich auf dessen Kandidatur. Intelligenz hat auch etwas mit Anpassung gemein.
      Zu “Junker Jörg” und dessen politisches Agieren haben Sie sich treffend geäußert (#41), dem muss man nichts mehr hinzufügen.

      Es mag sein, dass Fachfremde oder Nichtspezialisten punktuell Großartiges leisten, dennoch wage ich zu behaupten, dass dies Ausnahmen sind und nichts gegen eine solide und umfassende “handwerkliche” Ausbildung geht. Die vielen Beispiele, die dies belegen, spare ich mir. Sie sind intelligent genug, dies auch so zu begreifen.

      Einen hypothetischen Sachverhalt möchte dennoch kurz aufgreifen. Meinen Sie nicht auch, dass Deutschland mit einem weitsichtigeren Reichskanzler Stresemann politisch nicht wesentlich erfolgreicher agiert hätte als mit einem hybriden Autodidakten an der Spitze?
      Quidquid agis, prudenter agas et respice finem, dies unterstelle ich einmal Stresemann, aber nicht Hitler. Und dies hat auch etwas mit Sozialisation zu tun. Oder?

      • March 24, 2011 at 10:07 am

        Lieber Franz von Sickingen, Sie haben natürlich recht, wir sind “doof”.
        Aber wir warten eben auf Koryphäen wie Sie, die sich allerdings erst dann uns anschließen werden, wenn die “Doofen” die Pfründen für die “Schlauen” erkämpft haben. In den 30 er Jahre nannte man diese klugen Leute “März Gefallenen”.
        Also bis zum März Sankt Nimmerlein.

      • Dr.H.G.
        March 25, 2011 at 3:33 pm

        So superintelligente “Rechte” wie z. B. Herr Worch, der es Ihnen ja offensichtlich angetan hat, und Sie! Ich bin beeindruckt. Ich frage mich nur warum Sie oder inbesondere Herr Worch bisher politisch auch noch nichts, was Bestand hat, auf die Beine stellen konnten. Ihre Kritik an der NPD möchte ich nicht grundsätzlich abweisen. Wenn man sich allerdings selbst als politischer Aktivist für eine Partei oder Wählervereinigung nicht zur Verfügung stellt, mit der Argumentation, die anderen sind mir zu doof, dann trägt man auch nicht dazu bei, dass sich die Politik wirklich ändert.

      • March 28, 2011 at 11:46 am

        Lieber NPD KV Hamm,

        es ist ja bisweilen auch so, dass Sie sich gegen Menschen der Intelligenz sträuben; diese aktiv ausgrenzen.

    • March 28, 2011 at 11:43 am

      Lieber Herr Worch,

      ich kenne indes Quellen aus dem Innenministerum Preußens, in denen die Verbotsverfügung der NSDAP festgehalten ist. Da ist ständig von “Dr. Hitler” die Rede. Sicher eine Sache, die man mal erforschen könnte!?

      Aber ich stimme IHnen zu: formale Bildungsabschlüsse sagen nichts über die Fähigkeit, Politik zu machen.

  20. Worch
    March 24, 2011 at 11:17 am

    @ Franz von Sickingen:

    Nun mag es sein, daß Fischer nicht der einzige ist, der von Natur aus eine gewisse Intelligenz hat, auch ohne formale Ausbildung. Es mögen also hier und da – auch bei der NPD – noch Begabungsreserven schlummern. Die politisch allerdings völlig unwirksam sind, solange sie schlummern.

    Was ein intellektuelles Umfeld betrifft, so ist davon bei der NPD allerdings nicht wirklich viel zu erkennen. Das liegt sowohl an der NPD selbst als auch an jenen, die theoretisch dieses Umfeld sein könnten, es aber aus den verschiedensten Gründen nicht sein mögen. Oder von einer Nomenklatura, einem alteingesessenen und eifersüchtig auf seine Pöstchen bedachten Apparat gemobbt werden. Und deren virtuelle Jubelperser regen sich – wo wir über die Causa Molau sprechen – dann auch noch darüber auf, daß Andreas Molau möglicherweise NICHT NUR aus weltanschaulichen Gründen in Richtung PRO gewechselt ist, sondern auch, weil er nun mal vor ein paar Jahren “ins kalte Wasser gesprungen” ist und seine gesicherte Existenz als Lehrer aufgegeben hat. Ist schon ein bißchen erbärmlich. – Da Intelligenz zwar nicht immer, aber recht häufig auch mit Sensibilität im Sinne von Einfühlsamkeit korrespondiert, mag es viele geben, die das einfach erbärmlich finden. Und mit solchen Erbärmlichkeiten nichts zu tun haben möchten. das ist nachvollziehbar.

    Ob Battke ministeriabel ist (oder im crash-Kurs dazu gemacht werden könnte), mag ich nicht beurteilen, weil ich ihn nicht persönlich kenne und zu wenig über ihn weiß. Berücksichtigt werden muß allerdings, daß in den allermeisten Fällen ein Minister nur die politische Kompabilität und den Erfolg haben muß, um Minister zu werden; Sachkenntnis ist nicht erforderlich. Wir sehen das bei gelegentlichen Kabinettsreformen, wenn sich das Personalkarussel dreht und einer hinterher zwar immer noch Minister ist, aber als Chef eines anderen Ministeriums… Und hatten wir in der BRD nicht mal einen Verteidigungsminister, der noch nicht einmal seinen Grundwehrdienst geleistet hat?!

    Bei so manchem Ministerium würde ich gern wissen, welches Chaos ausbricht, wenn mal nicht aus politischen Gründen der Minister demissioniert, sondern schlagartig alle seine Staatssekretäre und Ministerialdirigenten das Handtuch werfen.

    Aber richtig ist natürlich, daß auch hier eine Partei, die Minister stellen will (egal, ob auf Bundes- oder “nur” auf Landesebene), einen entsprechenden Hintergrund hinter dem Spitzenmann haben muß. Und sich nicht allein auf einen relativ eingespielten Beamtenapparat verlassen darf, der erstens schon lange nicht mehr seine ursprüngliche fachliche Qualifikation hat und der zweitens vor allem einem Minister einer Partei – nennen wir sie X – möglicherweise nur mäßig kooperativ gegenübersteht.

    Wir kommen damit zu zwei Grundproblemen der real existenten nationaldemokratischen Partei, auf die ich – sehr zum Ärger dieser Partei und ihres Anhangs – immer wieder verweisen muß. Erstens: Während nach Angaben der Sicherheitsbehörden es in der BRD ungefähr 30.000 Rechtsextremisten gibt – was an sich schon mal nicht sonderlich viel ist – , sind zweitens gerade mal ein Viertel davon in der NPD organisiert, was an sich schon mal noch sehr viel weniger ist. Es wäre also wünschenswert, wenn diese Zahl an sich – als gesellschaftliches Umfeld von wem oder was auch immer – erhöhen würde. Für die NPD wäre es wünschenswert, wenn ihr drastisch überzogener Ausschließlichkeitsanspruch sich auch darin manifestieren würde, daß sie einen größeren Anteil an diesem Grundfundus in ihren Reihen hat. Dem stehen aber ihre Mängel entgegen, und diese wirklich zu beseitigen hat die erwähnte Nomenklatura innerhalb der Partei kein Interesse. Richtiger gesagt: Teile dieser Nomenklatura haben ein sehr persönliches und existentielles Interesse daran, daß die Mängel BLEIBEN. Weil sie dann unter Blinden als die Einäugigen Königswürde genießen können. Oder zumindest Markgrafenwürde.

    Zu Stresemann gesondert.

    Christian Worch

    • March 28, 2011 at 11:52 am

      Leider muss ich Ihnen hier Recht geben, Herr Worch.

      die NPD will bisweilen keine klugen Leute. Vor einigen Jahren hatten wir die Dresdner Schule – an sich eine sehr gute Idee. Nur ohne Ergebnis. Das Personal scheint zerschlissen.

      Wieso nicht ein eigenes Stipendiatennetzwerk aufbauen? Etwa mit Forschungsgeldern zu SED-Erforschung o.ä.

      Aber diese Leute würden ja auch Personen wie einen Wulff gefährden, der lieber Äxte schwingt. Es ist klar, dass da keine Intelligenz auftaucht – bzw. schnell weggemobbt wird. Traurig, traurig…

  21. March 24, 2011 at 11:54 am

    “Professor Hitler”

    Von den “Profaxen” hielt er nichts.

  22. Worch
    March 24, 2011 at 12:14 pm

    @ Franz von Sickingen:

    Ich halte mich mit öffentlicher Kritik an Adolf Hitler zurück. Nicht, weil es da nichts zu kritisieren gäbe, sondern aufgrund eines gesellschaftlichen Klimas, das jeden, der nicht geoutcastet werden möchte, zwingt, Hitler für das Scheusal schlechthin und für einen teppichbeißenden Irren und ich weiß nicht was alles zu halten. Und weil Lob für Adolf Hitler seit ein paar Jahren sogar strafrechtlich sanktioniert ist; richtiger gesagt, nicht allein Lob, sondern auch “Verharmlosung”.

    Darüber hinaus ist man später immer klüger…

    An Stammtischen hörte – und hört noch immer! – man gelegentlich: Der Hitler wär ja gut gewesen, wenn er nicht die Juden vergast und den Krieg angefangen hätte. Ich mache mir diese Stammtischmeinung aus Gründen des § 130 Abs. 4 StGB ausdrücklich nicht zu eigen; ich gebe sie einfach wertneutral wieder. Indes ist es eine sehr hypothetische Betrachtung, eine “was-wäre-wenn-Frage”. Genauso wie die Sache mit Stresemann. Ob es, wenn Stresemann ähnlich erfolgreich gewesen wäre wie Hitler in den sechs Friedensjahren des Dritten Reiches, beim Frieden geblieben wäre? Oder ob nicht die Angst vor einem wirtschaftlichen Erstarken der (Weimarer) Republik, die sich selbst Reich nannte, zu einem Angst-und-Neid-Krieg geführt hätte?

    Ich sprach mit einem jetzt 66-jährigen Kameraden aus Baden-Württemberg, der mir von einem Bergsteigerkameraden erzählte, mit dem er vor rund zwanzig Jahren auf einer Tour war; zu einem Zeitpunkt also, wo die Republikaner mehr oder minder ihren Höchststand hatten. Mein Kamerad, der langjährig (wenngleich nicht durchgängig) NPD-Mitglied war und es nun seit einigen Jahren nicht mehr ist, wußte, daß sein Bergsteigerkamerad Republikaner gewählt hatte. Er fragte ihn, ob er sich auch vorstellen könne, NPD zu wählen. Nein, sagte der andere. Ich hätte nichts gegen einen kleinen Hitler; bei denen aber habe ich Angst, daß aus einem kleinen Hitler wieder ein großer Hitler wird. Das ist nur eine punktuelle, episodenhafte Beobachtung; ich denke aber, daß man sie durchaus pars pro toto nehmen kann. Vielleicht nicht für eine breite Mehrheit, wohl aber für eine qualifizierte Minderheit, die immerhin bei bis zu 20 Prozent der Wahlberechtigten liegen mag. (Und die sich damit wegen der Tendenz zur Nichtwählerschaft bei Wahlen proportional noch stärker ausdrücken könnte als mit diesen bis zu 20 Prozent.)

    Nun ist eines der Probleme der NPD und eines auch numerisch über sie hinausgehenden Teils der “deutschen Rechten” (nehmen wir einfach mal jene ca. 30.000 Menschen, die die Sicherheitsbehörden als rechtsextrem einstufen), daß eine offene Diskussion über diese Themen vielfach unmöglich ist.

    Sie ist, wie oben erwähnt, teilweise aufgrund ebenso einmaliger wie einseitiger gesetzlicher Restriktionen nicht möglich. Denn wo dem Vertreter einer Gegenmeinung untersagt ist, seine Meinung zu äußern, bin ich nicht bereit, die andere, nicht untersagte zu äußern. Genausogut könnte ich einen Krüppel verprügeln oder einen Betrunkenen. Das Grundgebot der Waffengleichheit wäre verletzt.

    Für so manchen ist das eine bequeme Situation: Er richtet sich sowohl im mentalen wie auch im sozialen Sinne in seinem Ghetto hervorragend ein. Er wird zum Bestandteil einer Parallelgesellschaft, wie uns das viele unserer “Neubürger” vormachen; vornehmlich solche, denen wir dafür dankbar sein können, daß sie uns zwar kulturell bereichern, aber wenigstens nicht nach der formalen (Staats-)Bürgerschaft streben. – Nehmen wir einmal an, die Nazis von damals hätten eine Kunstsprache erfunden, so, wie der britische Fantasy-Autor John Ronald Raoul Tolkien es für seine Romantrilogie “Der Herr der Ringe” getan hat. Nehmen wir ferner einmal an, niemand außer Nazis würde diese Sprache sprechen und verstehen; ausgenommen vielleicht eine Handvoll Fachwissenschaftler und von mir aus auch noch ein paar Polizisten und sonstige Sicherheitsexperten. Sie wäre ein echter “klandestiner Code”. Hätte nicht einmal eine so entfernte Ähnlichkeit mit der deutschen Sprache wie sagen wir das Niederländische. (Wenn ein Niederländer langsam und betont spricht, kann ich ihn fast durchgängig verstehen, so ähnlich sind die beiden Sprachen; und für ihn ist es meistenteils sogar noch leichter, mein Hochdeutsch zu verstehen, wenn ich langsam und betont spreche.) Wetten, es gäbe ein paar tausend, möglicherweise sogar ein paar zigtausend Menschen, die trotz entsprechender Muttersprachlichkeit des Deutschen kaum noch mächtig wären, sich dem bewußt verweigern würden? Um nur miteinander und untereinander zu kommunizieren, inzüchtiger als ganze Generationen ägyptischer Könige des Altertums?

    Ein Beispiel für “Nazi-Sprache”, um es mal flapsig auszudrücken. Im Gespräch mit einem jüngeren Kameraden fragte er mich heute, ob ich Holger Apfels Erklärung zum Wahlergebnis gelesen hätte; daß es der NPD nicht gelungen sei, ihr “Potential” von 20 Prozent auszuschöpfen. Er belustigte sich darüber und meinte, wenn man von “Potential” spreche, dann müsse man wohl 100 Prozent als das theoretisch mögliche Optimum ansehen. Ich widersprach und sagte: Nein, Apfel hat bestimmt die zwischen 10 und 20 Prozent, im Durchschnitt bei 15 Prozent potentiellen Rechtswähler gemeint, die seit der berühmten Sinus-Studie von vor nunmehr dreißig Jahren in allen durchgängigen Studien als Menschen mit einer “grundlegend rechtsextremen Einstellung” ausgewiesen werden. Nur: Wer außer Fachpublikum erinnert sich an all diese Studien, wenn sie nicht im Schnitt alle fünf Jahre oder so mit großem Brimborium und dem üblichen Alarmismus in den Medien erwähnt werden, um nach wenigen Tagen oder ein bis zwei Wochen wieder aus dem Bewußtsein, aus der Erinnerung der breiten Masse zu verschwinden? Ginge ich heute hier in Parchim, Mecklenburg-Vorpommern, auf die Straße und würde beliebig Leute fragen: “Für wie hoch halten Sie das Potential der NPD?”, wäre die vornehmlichste Antwort wohl: Na, für knapp unterhalb der parlamentarischen Schwelle. – Täte ich gleiches in meiner Geburts- und jahrzehntelangen Heimatstadt Hamburg, würde mir wohl eher noch eine deutlich niedrigere Zahl genannt; von Menschen mit ein wenig politischem Interesse vielleicht auch mit dem Zusatz, “im Osten mag es höher sein”. Ich glaube kaum, daß jemand auf einen Wert von zwischen 10 und 20 Prozent bzw. die von Holger Apfel erwähnten 20 Prozent käme. Wenn, wäre es wahrscheinlich eher ein Linker.

    In der Sache hat Apfel also recht, wenn er von diesen 20 Prozent spricht. Aber wenn er sie nur erwähnt, ohne in Erinnerung zu rufen, wie er darauf kommt, dann wirkt es sogar für Menschen wie diesen jüngeren Kameraden (der auch schon seit deutlich über zehn Jahren aktiv politisch tätig ist) einfach befremdlich.

    Manche Dinge sind eine Frage der kommunikativen Voraussetzungen. Wenn ich von einer Appendicitis spreche, muß ich ungefähr 90 Prozent meiner Gesprächspartner zummindest im Nebensatz erklären, daß das der Fachausdruck für das ist, was man vulgo eine Blinddarmentzündung nennt. Sonst ist ihnen einfach nicht klar, welche möglicherweise kurzfristig sehr dramatische gesundheitliche Entwicklung ich meine.

    Durchaus ähnlich, wenn ich mir die etwas müßige Mühe mache, den Leuten klarzumachen, daß es im engeren sprachlichen Sinne keinen Vandalismus gibt. Und versuche einmal, einem Gutmenschen klarzumachen, daß der Begriff Zigeuner durchaus nicht diskriminierend ist und sich durchaus nicht von “Ziehender Gauner” ableitet, sondern vom byzantinischen Hellenisch als Athsinganoi – die Unberührbaren – durch Sprachverschleifung zu Zigeuner geworden ist. Die Zigeuner selbst wissen es.

    So bin ich also von der Person Adolf Hitler zur mindestens teilweisen (auch und gerade oftmals sprachlichen) Selbst-Ghettoisierung des radikal oder extrem rechten Lagers gekommen.

    Aber das alles hängt miteinander zusammen.

    Christian Worch

    • March 28, 2011 at 12:00 pm

      Die Analyse zur Sprache ist sehr gelungen Besten Dank dafür! Sicher ein Phänomen, an dem “wir” arbeiten müssen.

  23. Rhein
    March 24, 2011 at 2:40 pm

    Eine Diskussion über Verbesserungen ist extrem wichtig, und sie muß vor allem auch dauerhaft geführt werden. Bitte an dem Thema dranbleiben, VoxPopuli, sonst wird der Kreislauf Vorschläge – Desinteresse bei der NPD – Pause – Vorschläge – Desinteresse bei der NPD usw. nie durchbrochen.

    Leider ist die NPD nämlich nicht bereit, Ideen anzunehmen, zu diskutieren und sie umzusetzen zu versuchen. Ich spreche bewußt von „umzusetzen versuchen“ und nicht von „umsetzen“, denn natürlich kann man nicht alles machen, was wünschenswert wäre. Keine Frage. Das Problem ist aber, daß Verbesserungen anscheinend gar nicht gewollt werden oder zumindest nicht das dafür Nötige getan wird.

    Vielleicht erinnert sich noch jemand an meine Gastbeiträge (ich bezweifle es …), in denen ich geschrieben habe, was meiner Meinung nach im Medienbereich nötig wäre und wie es erreicht werden könnte.

    http://gesamtrechts.wordpress.com/2010/08/12/gegenoffentlichkeit-die-npd-zu-ihrem-gluck-zwingen-teil-ii/

    Leider hat das niemanden besonders interessiert. Auch wenn ich mir langsam vorkomme wie in dem alten Witz (Radio: Vorsicht, ein Geisterfahrer ist unterwegs auf der … Autofahrer: Einer? Hunderte!!!), ich bin immer noch der Meinung, daß eigene Massenmedien vielleicht nicht das Allerschlechteste sein könnten.

    Immer wenn ein Vorschlag gemacht wird, kommen natürlich die ewigen Neinsager und „Gegendenker“ (siehe Michael Winklers aktuellen Pranger). „Wer soll das bezahlen?“ Hmmmmmm, vielleicht mal danach fragen? Wenn die Spendenzähler stimmen, dann hat die NPD SA 95% ihres Ziels erreicht, die NPD BW immerhin 75% und die NPD Bremen 2 Monate vor der Wahl 40%. Wenn Holger Apfel die Wahrheit sagt, wurde eine Viertelmillion in SA ausgegeben. Und wenn die NPD gegenüber früher nicht völlig eingebrochen ist, hat sie jährliche Einnahmen und Ausgaben von etwa 3 Millionen. Nicht weltbewegend, aber immerhin.

    Und wie gesagt: vielleicht einfach mal nachfragen? Wo erstellt die NPD denn Pläne, erklärt sie ihren Anhängern und ruft zur Mithilfe auf, WO? Entweder ich hab da bisher was verpaßt oder die NPD macht so was nicht.

    Wo ist die Internetseite mit zehn, zwanzig Projekten, bei der jeder für eine KONKRETE SACHE spenden und sein persönliches Lieblingsprojekt unterstützen kann? Wo ist sie?

    Es sollte doch nicht allzu schwierig zu verstehen sein:

    1. Idee haben
    2. Kostenplan erstellen
    3. Aufruf zur Mithilfe
    4. a) Geld kommt – Plan umsetzen
    b) Geld kommt nicht – Plan nicht umsetzen, was anderes machen
    WO GENAU LIEGT DAS PROBLEM ? ? ? ? ?

    Die NPD – und insbesondere ein gewisser Diskussionsteilnehmer hier – tut immer so, als würde die NPD ihre Sache ordentlich machen und nur noch die fehlende Mithilfe wäre das Problem. Dabei hat die NPD noch nicht einmal begonnen, zu tun, was sie tun müßte.

    Die Führung führt nicht, das ist das Problem. Man erwartet anscheinend, daß sich tausende Leute per Gedankenübertragung zusammenfinden und dann irgendetwas tun. Daß eine Führung auch führen könnte und daß es ihre Aufgabe sein könnte, aus Einzelpersonen und deren Fähigkeiten ein Ganzes zu machen, kommt niemandem in den Sinn. Es muß alles irgendwie von selbst passieren, und wenn dann – Überraschung! – nicht von alleine etwas passiert, dann bleibt´s halt wie´s ist.

    Der Ball liegt bei der Führung und nirgendwo sonst. Wenn man alles Nötige getan hätte, und käme nicht weiter, weil wirklich niemand mithilft, DANN könnte man anfangen zu klagen, aber doch keine Sekunde vorher. Nur die Führung ist zu diesem Zeitpunkt verantwortlich. Sobald sie aufhört, sich zu weigern, ihre Aufgaben zu erfüllen, sind die andern dran. Aber nicht vorher.

    Will die NPD etwas verbessern? Wenn ja, wo sind die Beweise, daß sie es will? Wo sind die Ideen und Pläne? Wo sind die mitreißenden Appelle, die Aufrufe zur Mithilfe bei konkreten Vorhaben (z.B. Kauf günstiger Gaststätten/Hotels, um nur eine der Möglichkeiten für den nächsten Spendenaufruf zu nennen http://www.immowelt.de/immobilien/immoliste.aspx?geoid=10814&etype=10&esr=1&ecat=42&npv=20&sort=price )? Wo gibt es Gesamtkonzepte, Arbeitsteilung, Führung, Leitung, Organisation?

    • March 28, 2011 at 12:07 pm

      Die Liste mit den konkreten Projekten ist sehr gelungen! die Menschen wollen ja sehen, dass sich mit ihrem Geld etwas bewegt.

      Wir müssen an zwei Schienen arbeiten:

      a) mehr Menschen einbeziehen

      b) das Vorhandene verbessern

      Sicher hat die Partei Führungsschwäche. Auf der anderen Seite müssen sich jene, die in der Gesellschaft Alpha-Tiere sind, auch fragen, warum sie nicht mitmachen in der NPD.

      Insofern liegt zwischen “Hamm” und dem “Rhein” die Antwort.😉

  24. Universum
    March 24, 2011 at 3:25 pm

    Antwort auf VoxPopuli, #34:

    Ich habe mal (einfach mit Google) nach Kinderporno-Skandalen bei den Altparteien recherchiert, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Ein Flugblatt habe ich noch nicht daraus gemacht. Die Fälle sind nach Partei und Datum sortiert. Los geht’s…

    CDU:

    7/2005: Clemens Nieting (CDU, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft) wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornographie zu sieben Monaten auf Bewährung und 2500 Euro Geldstrafe verurteilt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Clemens_Nieting

    4/2007: Der langjährige sächsische CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Pietzsch wurde wegen des Besitzes und Erwerbs von kinderpornografischen Schriften zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Politiker musste eine Zahlung von 100 Tagessätzen leisten.
    http://netzwerkrecherche.wordpress.com/2009/03/11/mediale-hinrichtung-und-soziale-exekution/

    3/2009: 24-jähriger CDU-/JU-Politiker und Bankkaufmann aus dem Heckengäu wird wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material zu 6000 Euro verurteilt, er tritt zurück.
    http://www.pz-news.de/Home/Nachrichten/Region/arid,102607_puid,1_pageid,18.html

    5/2009: Landrat Georg Dürrschmidt (CDU, Landkreis Oberspreewald-Lausitz) wurde wegen Besitzes von Kinderpornographie zu einer Geldstrafe von 16.800 Euro verurteilt.
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/nach-urteil-cdu-laesst-landrat-fallen/1516700.html
    http://www.carechild.de/carechild/careblog/missbrauch_mit_dem_missbrauch_kinderpornoanklage_gegen_landrat_543_154.html abgerufen 4.8.10)

    9/2009: CSU-Politiker Matthias S. (Ex-MdB) verurteilt http://www.sueddeutsche.de/muenchen/gerichtsurteil-hoher-beamter-wegen-kinderpornos-verurteilt-1.40764

    SPD:

    2004: Der frühere SPD-Bürgerschaftsabgeordnete von Bremen, Michael Engelmann, wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt, da er kinderpornografische Bilder im Internet verbreitet hatte.
    http://netzwerkrecherche.wordpress.com/2009/03/11/mediale-hinrichtung-und-soziale-exekution/

    7/2008: Auf dem Arbeits-PC des SPD-Mitarbeiters Jens S. in Sachsen-Anhalt wurden kinderpornografische Dateien gefunden. Jens S. legte ein Geständnis ab.
    http://netzwerkrecherche.wordpress.com/2009/03/11/mediale-hinrichtung-und-soziale-exekution/

    4/2009: Wegen des Besitzes kinderpornografischer Bilder und Videos hat das Saarlouiser Amtsgericht einen SPD-Kommunalpolitiker zu sechs Monaten auf Bewährung und 3500 Euro verurteilt.
    http://www.sol.de/titelseite/topnews/Bous-Kinderpornografie-Politiker-verurteilt-SPD-Politiker-wegen-Kinderpornografie-verurteilt;art26205,2937643

    12/2009: Der SPD-Bürgermeister der saarländischen Gemeinde Schiffweiler, Wolfgang Stengel, wurde wegen Besitzes von Kinderpornografie zu 7500 Euro verurteilt und im März 2010 abgewählt.
    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/kinderpornografie-abgewaehlt/

    LINKE:

    Stefan Gebhardt (Die Linke, MdL in Sachsen-Anhalt) besaß Kinderpornos, das Verfahren gegen ihn wurde 2005 gegen eine Geldauflage von 3.000 Euro eingestellt. Er ist nach wie vor aktiv in der Politik!
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,349488,00.html
    http://www.stefan-gebhardt.de/person.html

    Von den GRÜNEN gibt es auch Einschlägiges, z.B. Cohn-Bendit, Forderungen nach Kindersex…

    Bei den PIRATEN gibt es Tauss…

    Außerdem fand ich noch drei Vorfälle bei parteilosen Bürgermeistern.

    • March 28, 2011 at 12:13 pm

      Danke!

      Das ist scbon eine beträchtliche Sammlung, die zeigt, dass es bei den Altparteien offenbar viel zu holen gibt. JEder Kommunalpolitiker sollte ein paar Daten über seine “Kollegen” vor Ort haben. Häufig erfährt man in solchen Stadien noch mehr als später, wenn aus dem einen oder anderen “etwas geworden” ist.

      Wenn Du, Universum, ein Flugblatt erstellt hast, dann werde ich das hier als PDF gerne veröffentlichen.

  25. Franz von Sickingen
    March 24, 2011 at 5:13 pm

    @ Christian Worch

    Kennen Sie zufälligerweise von Rainer Zitelman “Hitler – Selbstverständnis eines Revolutionärs”? Man muss nicht unbedingt mit dem § 130 in Konflikt geraten, um zu einer “vorurteilsfreie und rationale” Auffassung (FAZ-Kritik) hinsichtlich des “bekanntesten Autodidakten der Weltgeschichte” zu gelangen.
    Es mag sein, dass es trotzdem zu einem “Angst-Neid-Krieg” gegen Deutschland gekommen wäre, aber dann unter ganz anderen, wesentlich schwierigeren Vorzeichen.
    Ihr metaphorische Betrachtung, wie “herrschaftsfreie Diskurse” gerade diese Thematik betreffend stattfinden, teile ich. Trotzdem gebe ich zu bedenken, dass ein kluges Handeln immer auch von einem möglichen Ergebnis her auszugehen hat und durch ein gesundes Maß bestimmt werden muss. Insofern unterscheiden sich Stresemann und Hitler sehr wohl.

    In der Beurteilung der NPD sehe ich keinen Dissens.
    Die Entwicklung der sächsischen NPD, insbesondere der dortigen Fraktion, sehe ich auf dem richtigen Weg zu einer modernen Rechtspartei. Sie steht dort auf einer breiteren Basis als die NPD in M/V.
    Allein der Blick auf die Landesliste macht deutlich, dass die sich immer noch im tiefsten 20. Jahrhundert befinden. Ich sehe auch nicht, dass das nunmehr vierjährige Wirken im Landtag neue intellektuelle Ressourcen erschlossen hätte. Ich konstatiere hier eher einen Stillstand bzw. eine Rückentwicklung.
    Wenn die NPD meint, in M/V einen ähnlich Wahlkampf zu führen wie S.-A., sage ich jetzt schon einmal ein Scheitern voraus.
    Da Sie in Parchim (Moltke) wohnen, können Sie dies vielleicht viel besser beurteilen.
    Wenn oben VoxPopuli in Punkt 9 Schulungen fordert, heißt das eben auch Rhetorikkurse anzubieten, so für Funktionsträger wie Müller oder Kösters. Dass die nach 5 Jahren Landtag immer noch nicht reden können, zeigt, dass auf dieser Ebene unbedingt Handlungsbedarf besteht.

    • March 28, 2011 at 12:17 pm

      Richtig. Rhetorikkurse sind enorm wichtig.

      Man braucht Sie, wenn man sich über das “Parolenrufen” hinaus begeben will. Es gibt sicher Menschen, die diese Rhetorikkurse anbieten könnten. Für all das braucht man RÄume (siehe die Vorschläge oben zu den gaststätten) und man braucht ein wenig Geld für Schulungsmaterial und die erstattung der Reisekosten für den Rhetoriklehrer.

  26. hutlos
    March 24, 2011 at 8:45 pm

    als punkt 9 werden schulungen gefordert.

    da ist udo voigt inzwischen 15 jahre lang bundesvorsitzender. durch seine hände sind millionen und abermillionen von staatsgeldern geflossen. aber ein npd-schulungssystem gibt es nicht. dabei kostet das kaum etwas.

    wie sieht es in sachsen und mecklenburg-vorpommern aus? wir kennen wohl die antwort.

    man stelle sich einen fußballverein vor, bei dem keiner trainiert. aber jeden sonntag treten sie zum spiel an, verlieren und flennen dann von montag bis samstag über den schiedsrichter oder die bösen gegenspieler rum, die sie nicht an den ball lassen. und die mit dem ganz großen durchblick erklären, daß es die zuschauer eh nicht wert sind, weil vollkommen degeneriert. das ist die rechte brd-szene.

    auf deutschlandecho wird darüber diskutiert, tageszeitungen zu gründen oder sendefreqenzen zu bekommen, bzw über die verpaßten chancen darüber.

    da leben wir also in einer informationsrevolution (dem internet). früher mußtest du für ein nachrichtenmagazin wie den spiegel 60 millionen dm als startkapital aufbringen. heute kannst du das fast kostenlos im netz haben. den linken wird sozusagen ihre waffe aus der hand geschlagen.

    und wo bleibt der spiegel-online von rechts? man bräuchte dafür 100-200 ehrenamtliche mitarbeiter (spiegel-online haut pro tag 80-120 beiträge raus und ist das leit-medium der brd). aber alles, was es gibt, ist szenescheiße wie deutschlandecho und altermedia.

    und auf de erklären sie lang und breit, warum rechte keine tageszeitungen haben können (böse antifa).

    ich stelle fest, daß die brd-rechte nicht das intellektuelle und ehrenamtliche potenzial hat, um eine einzige nachrichtenseite aufzustellen, für die man sich nicht schämen müßte, aber am liebsten die macht übernehmen will.

    das sind nur zwei punkte, über die die szene die volle kontrolle hat (ein dritter wäre, daß die npd, bzw. dessen vorsitzender offensichtlich zu blöde ist, eine ordentliche buchhaltung und -prüfung einzurichten, aber als zukünftiger kanzler die deutsche wirtschaft führen will).

    wieviel scheiße muß man eigentlich im gehirn haben, um solche diskussionen zu führen? das müssen doch 100% sein,oder? sorry, aber das ist einfach nichts mehr, was man unter fehlern abhaken kann. wer so vor dummheit und unfähigkeit stinkt, der hat eben keinen erfolg. da hilft auch kein 12-punkte-programm.

    • Universum
      March 25, 2011 at 11:28 am

      Die Ressourcen für so ein Spiegel-Online von rechts sind ja sogar mehr oder weniger vorhanden, nur sind sie leider auf zig verschiedene Parteien, Zeitungen, Grüppchen und Internetseiten zersplittert…

      • March 28, 2011 at 12:28 pm

        Korrekt – das habe ich mich auch schon gefragt: Warum müssen “wir” eigentlicht hunderte kleine Blogs haben?

        Ich wäre gerne bereit, “VoxPopuli” einzustellen für eine größere Sache.

        Ganz fern der Ehrenrettung sollte man aber anfügen: Wir haben die Zuerst und die JF – immerhin ein Anfang😉 Aber da sind ja manchem die 6,50 EUR zu viel im Monat.

    • Dr.H.G.
      March 25, 2011 at 3:22 pm

      Vorweg: Ich bin NPD-Mitglied. Ich war auch lange Zeit als Dozent tätig und habe Studenten unterrichtet. Es gibt auf unterschiedlichen Ebenen in der NPD auch Schulungen. Das Problem mancher Schulungen dürfte sein, dass zumindest einige der mir bekannten “Schuler” selbst dringend eine Schulung benötigen würden, sei es z. B. in der Verwendung moderner Medien, sei es im Sprechen, sei es insbesondere in der Themenauswahl. Wenn ich politisch völlig uninformiert wäre, wäre ich sicher auch nicht politisch tätig. Und irgendwelche Kämpfe von vor vielleicht 60 oder 100 Jahren interessieren mich, dann informiere ich mich selbst, oder es interessiert mich eben nicht. Hier wäre sicher auch eine bundeseinheitliche Themenvorgabe sinnvoll – nur dann müssten einige selbsternannte Schuler sich selbst dringend schulen oder einfach diese Positionen an andere abgeben. Aber es ist oft sehr schwer, Positionen von sich aus abzugeben. Solche Einsichten müssen oft leider erst erzwungen werden.

      • March 28, 2011 at 12:31 pm

        Deshalb wehren sich diese Leute, die, wie NPD KV Hamm es will, zu Märtyrern wurden, ja auch gegen neue, intelligente Leute.

        Es besteht ja die Gefahr, dass ein Schulungsleiter, der nicht gewinnbringend ist, ausgetauscht wird. Wenn das aber sien einziger Lebensinhalt ist, dann wird er das zu unterbinden wissen.

        Ebenso wie Altermedia sich nicht zugunsten eines rechten “Spiegel-Online” abschalten würde. Oder die REP-Funktionäre nicht aufhören wollen.

        Alle sind lieber König einer kleinen Insel als Diener in einem Reich. Sicher auch ein gewaltiges Problem in der “Szene”…

  27. blacksun87
    March 24, 2011 at 10:23 pm

    NPD – Die soziale Heimatpartei
    Da es Hinweise auf massive Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung in Sachsen-Anhalt gab, plant die NPD eine Anfechtung der Wahl! Alle Wahlbeobachter melden bitte umgehend die ihnen aufgefallenen Unregelmäßigkeiten unter genauer Beschreibung der Vorkommnisse und Angabe des Wahlkreises und des Wahllokals beim Leiter der Rechtsabteilung, Frank Schwerdt: recht@npd.de.

    • hutlos
      March 25, 2011 at 12:51 pm

      blacksun87 :
      NPD – Die soziale Heimatpartei
      Da es Hinweise auf massive Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung in Sachsen-Anhalt gab, plant die NPD eine Anfechtung der Wahl! Alle Wahlbeobachter melden bitte umgehend die ihnen aufgefallenen Unregelmäßigkeiten unter genauer Beschreibung der Vorkommnisse und Angabe des Wahlkreises und des Wahllokals beim Leiter der Rechtsabteilung, Frank Schwerdt: recht@npd.de.

      das ist doch auch so eine sache:
      seit jahren besteht der verdacht auf wahlfälschung. da gehe ich doch als partei hin und kratze zusammen, was ich habe, weise die leute ein (welche rechte habe ich als wahlbeobachter), geben ihnen verhaltensrichtlinien (was mach ich, wenn…), drück ihnen ein formular in die hand, auf dem sie alles protokollieren und schicke sie zur auszählung.

      danach habe ich dann belastbare zahlen: 100 wahllokale wurden beobachtet, in 100 oder 10 oder gar keinem gab es unregelmäßigkeiten zu ungunsten der npd. das kann ich dann hochrechnen auf das ganze land.

      selbst, wenn das dann für eine wahlanfechtung nicht reicht, reicht es doch, um es in kampagnen zu verwenden (der durchschnittssimpel kommt doch gar nicht auf die idee, daß in der brd wahlen gefälscht werden) und die wahlleitung bei zukünftigen wahlen schon im vorfeld unter druck zu setzen.

      aber auch hier hat man es anscheinend der eigeninitiative der mitglieder und anhänger überlassen, ob etwas gemacht wird, sonst müßte man jetzt nicht öffentlich um daten betteln.

      • March 28, 2011 at 12:35 pm

        V O L L K O M M E N K O R R E K T ! ! !

        Ich hatte das ja auch VOR der Wahl angeregt, und man hatte ja auch das Personal, Werbematerial in die entlegensten Ecken zu bringen. Wieso also nicht beid er Auszählung vor Ort sein?!

        Deshalb muss es auch Einzelkandidaten geben!

        Aber sonst schreit man immer gegen ein Scheiß-System; bei der Stimmenauszählung vertraut man ihm aber! Beinahe schizophren!

        Die dazu angeregte Schulung ist sehr wichtig. Da es ein rechtliches Thema ist, könnte hier auch wieder die (FPÖ)-Schutzgemeinschaft helfen.

  28. Arminius (Original)
    March 25, 2011 at 7:58 am

    Diese Rede könnte inhaltlich weitestgehend konform auch ein NPD´ler halten.

    • Romantiker
      March 25, 2011 at 2:06 pm

      Die Linken sind (leider) die einzige wirkliche Opposition im Bundestag.

  29. Worch
    March 25, 2011 at 8:02 am

    @Franz von Sickingen:

    Nein, Zietelmann habe ich nicht gelesen.

    Manchmal aber gilt auch das “quod licet jovi, non licet bovi”. Besonders “schön” ist so was am neuen Absatz IV des § 130 StGB zu sehen, der als “Erfolgsdelikt” ausgestaltet ist. Anders ausgedrückt: Die Strafbarkeit einer Meinungsäußerung wird dadurch begründet, daß diese Empörung hervorruft. Womit es unter anderem an der Mobilisierung der politischen Gegner liegt, ob der (strafbare) “Erfolg” einer Äußerung durch deren echte oder vorgetäusche Empörung konstituiert wird oder nicht; NICHT jedoch an der Meinungsäußerung an sich… Der Mangel an Meinungsfreiheit in der BRD bezieht sich NICHT NUR auf konkrete Meinungen, sondern bisweilen sogar bei gleicher Meinungsäußerung auf die Frage, WER diese Meinung äußert. Es ist schon ein wenig bizarr.

    Zu Hitler:

    Wenig berücksichtigt ist in der Geschichtsschreibung, vor allem der psychologisierend ansetzenden, ein Umstand, den vor rund zwanzig Jahren David Irving in Erfahrung brachte. Er grub alte Röntgenbilder aus, die die dringende Vermutung nahelegen, nein, beinahe schon die Gewißheit ergeben, daß Hitler ein Herzleiden hatte, das schon relativ früh diagnostiziert wurde (vor der oder kurz nach der Machtübernahme, ich erinnere es nicht mehr genau) und aus medizinischer Sicht so gut wie zwingend nahelegten, daß er nach dem damaligen Stand der medizinischen Wissenschaft unmöglich älter als sagen wir 60 Jahre werden konnte. Nur dadurch wird mir im Nachhinein sein unglaublicher Verfall in den letzten 10 Kriegsmonaten begreiflich. Sicherlich spielte die aus medizinischer Sicht mindestens höchst fragwürdige Behandlung durch Dr. Morell auch eine Rolle, den körperlichen Verfall zu beschleunigen. Schaut man sich die letzten Aufnahmen von ihm vom 20. April 1945 an, so sieht man an seinem 56. Geburtstag einen geradezu unheimlich gealterten Mann, dessen Lebenserwartung man als Laie auch ohne seinen zehn Tage später erfolgten Freitod auf nicht viel mehr Jahre schätzen würde, als eine Hand Finger hat.

    Derartiges wissend, sieht man einen Mann, der namentlich durch die ersten sechs Jahre (eigentlich fast sieben) des Nationalsozialismus erfolgsverwöhnt ist, der um die Begrenztheit seiner biologischen Lebensspanne weiß, sich als einen Auserwählten des Schicksals empfindet und damit anfechtbar ist für den Irrtum, nichts sei ihm unmöglich. Und der das Möglich-Unmögliche in denkbar kürzester Zeit will.

    Zu Mecklenburg-Vorpommern:

    Nach dem Verfehlen der Fünf-Prozent-Hürde in Sachsen-Anhalt gehe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, daß der in Sachsen-Anhalt stattgefundene “Thüringen-Effekt” auch in Mecklenburg-Vorpommern eintreten wird. Vielleicht noch knapper als am vergangenen Sonntag. Vorstellbar wäre beispielsweise, daß es dann nicht 4,6, sondern 4,9 werden. Woraus geniale Strategen der NPD dann möglicherweise eine mathematische Reihe machen werden, um ihrem Anhang zu erklären: Seht, in den nächsten mitteldeutschen Landtag kommen wir mit Sicherheit wieder rein, mit mindestens 5,2 Prozent; denn seit Thüringen haben wir uns über Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern um jeweils 0,3 Prozent gesteigert, und das letzte Ergebnis plus weitere 0,3 ist eben 5,2… – Und er hatte fünf Laib Brot und fünf Fische, aber alle 5.000 wurden satt. Schade nur, daß es in der NPD niemanden gibt, der die rhetorische Großleistung der Bergpredigt wiederholen könnte.

    Womit wir beim Thema Rhetorik wären. Ich weiß zufälligerweise, daß die Sprecherinnen und Sprecher der Tagesschau sogar verpflichtet sind, regelmäßig Spracherzieher aufzusuchen. Unabhängig davon, wie lange sie schon in ihrem Job arbeiten. Daß Landtagsabgeordnete der NPD sich in gleicher professioneller Weise bilden bzw. ausbilden lassen, ist mir hingegen nicht bekannt. Vielleicht ist man, auch wenn einige Leute sich wohl eher als Neuheiden verstehen, von ungetrübtem Gottvertrauen: Wem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch den Verstand (und sonstige Fähigkeiten) dafür. Na schön. Da ich Atheist bin, ist es bei mir zugegebenermaßen mit dem Gottvertrauen nicht so furchtbar weit her.

    Christian Worch

  30. Dr.H.G.
    March 25, 2011 at 3:09 pm

    Sehr gute Analyse. Ich denke, viele in der NPD sehen die Situation ähnlich. Natürlich ist die Realisierung der gemachten Vorschläge nicht einfach, weil hinter notwendigen Veränderungen auch immer Personen stehen müssen. Diese Personen müssen erst einmal da sein und müssen auch ein entsprechendes Beharrungsvermögen zeigen, d. h. sie dürfen nicht sofort aufgeben, wenn sie z. B. festgefügte Strukturen auf Kreisverbandsebene nicht durchdringen können. Dann nicht austreten, sondern z. B. in anderen innerparteilichen Strukturen oder im Nachbarverband aktiv mitarbeiten.

  31. derbetroffene
    March 26, 2011 at 6:19 pm

    Solange wie sich intellektuelles Potential eben nicht auch in die NPD hineinbegibt, bleiben aber die meisten ratschläge nur Schallund Rauch.
    Es muß eben auch jemand da sein, der diese Arbeit macht.

  32. March 29, 2011 at 6:18 pm

    “Schutzgemeinschaft” ist eine sehr gute Idee, das können Sie aber über eine Rechtsschutzversicherung billiger haben.”

    Das stimmt leider nicht ganz,lieber Herr Voß. Die Masse der Delikte sind reine Vorsatztaten wie § 130 StGB. Diese schützt keine Rechtsschutzversicherung, allenfalls auf Kulanz.

    • March 30, 2011 at 10:51 am

      Danke, lieber niekisch, für diese erneute Klarstellung.

      Es ist manchmal verwunderlich, dass gerade jene, die “das System” doch so gerne bekämpfen, sich in solchen elementaren Fragen auf dessen Einrichtungen berufen. Wir haben also bei der Rechtsschutzversicherung zwei Probleme:

      a) keine Übernahme, da Vorsatzdelikt
      b) meist keine Anwälte, sich sich ihren Ruf durch solche Verfahren verhageln wollen

      Deshalb hat die FPÖ eine Schutzgemeinschaft. Vielleicht gar eine Lösung für zahlreiche Probleme, nicht nur juristischer Art.

      • March 30, 2011 at 5:33 pm

        “Schutzgemeinschaft”, lieber Kollege VoxPopuli, ist ein sehr guter Begriff, den wir in unsere eigenen Überlegungen einbeziehen sollten. Der Begriff ist auch in der BRD gesellschaftsfähig, man denke nur an die Schutzgemeinschaft der Wertpapierbesitzer:-)

      • March 30, 2011 at 7:44 pm

        Diese Schutzgemeinschaft kenne ich auch, lieber niekisch😉

        Die FPÖ hat ja mehrere solcher Wortschöpfungen: etwa auch die Gesinnungsgemeinschaft statt der Volksgemeinschaft.

        Man muss eben neue Wege finden, wenn die Linken uns die Sprache zum Teil genommen haben!

      • Normalo
        April 1, 2011 at 7:24 pm

        Kulturgemeinschaft finde ich auch nicht schlecht. Immerhin nannte man das Reich ja auch eine kulturnation.

  33. derbetroffene
    March 29, 2011 at 7:34 pm

    Am meisten Mut machen mir die beiden Videos oben! Die Anerkennung des gegners zählt halt mehr als jeder eigene Weihrauch, hähä!

    • March 30, 2011 at 10:54 am

      Wir müssen nur aufpassen, dass diese Filme nicht nur dafür da sind, das linke Klientel, das sich im “Kampf gegen Rechts” eingenistet hat, weiter zu alimentieren.

      Apropos “alimentieren” – ist da jemandem schon mal was aufgefallen: “Ali – mentieren”. Jetzt weiß ich auch, warum die alle so heißen😉

      • March 30, 2011 at 5:37 pm

        Mit Wortspielen ist viel zu machen. Wir müssen ein wenig kreativ sein, auch gegnerische Begriffe umdrehen. Heute las ich: “Interkulturelle Stadtidentität” Sagen wir doch: “Identitäre Stadtkultur”, um unsere Sicht auszudrücken.

        Auf altermedia würde sicher einer sagen: Statt alimentieren – Ali kremieren..Aber so einer bin ich ja nicht:-)

  34. March 31, 2011 at 2:36 pm

    “Wortschöpfungen:”

    Wie, Vox, findest Du “Kultursensibilität” oder “Interkulturelle Stadtidentität”? So kreativ müßten wir auch mal sein..

  1. March 25, 2011 at 1:30 pm
  2. March 26, 2011 at 12:46 am
  3. July 20, 2011 at 2:11 pm

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